08.03.2016

Weltfrauentag Whitetail - Schlichte nachhaltige Mode einer ganz besonderen Frau

Von

Foto: ©MUELLER PR & CONSULTING/Jasmin Mishima

Margit Peura - Eine Frau in der Mode-Welt, die etwas ändern möchte und zum Umdenken anregt. Wir haben sie interviewt.

Schlichte Eleganz und klare Schnitte sind ihre Sprache. Die Designerin Margit Peura war in ihrem 'ersten Leben' Ärztin und entschied sich dann für eine neue Linie. Und zwar eine Modelinie. Und startete damit durch. Ganz entspannt und doch klar dabei, denn bei ihr steht das Thema Nachhaltigkeit an erster Stelle: "Wir können nicht ewig so weiter machen". Das ist ihre Motivation und sie fand, es war Zeit für ein umweltbewußtes Label. Whitetail heißt ihr Label und Bild der Frau hat sie zu einem Gespräch zum Weltfrauentag befragt. Zu ihrer Karriere, ihren Kindern und was sie motiviert.

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Heute ist Weltfrauentag. Welche Frau hat Sie in Ihrem Leben besonders bewegt? Oder wer ist oder war Ihr Idol?

Auf jeden Fall meine Mutter. Sie hat mir beigebracht für mich selbst einzustehen und meine Träume zu verfolgen. Egal wie schwierig es werden kann.

Wen oder was bewundern Sie und was lieben Sie an der Mode?

In der Mode bewundere ich natürlich Coco Chanel, die es geschafft hat die komplette Modeszene zu verändern. Allgemein bewundere ich Menschen, die sich hohe Ziele setzen und hart für ihren Traum arbeiten. Egal wie unrealistisch dieser anderen erscheinen mag. Steve Jobs und Elon Musk sind meine großen Idole.

Sie showen ja regelmäßig in Berlin auf der Fashion Week. Wie fühlt sich das an und was bedeutet das für Sie?

Wir wurden immer herzlichst und toll in Berlin aufgenommen und wir sind sehr dankbar dafür. Und natürlich ist es immer ein schönes Gefühl akzeptiert zu werden und auch Bewunderung zu bekommen. Berlin ist ein zu Hause geworden.

Viele tolle Frauen wie Sie sind neben der Karriere auch Mutter. Was bedeutet es für Sie, Mutter zu sein? Und wie hat sich das Verhältnis zu Ihrer eigenen Mutter verändert?

Ich habe zwei kleine Töchter. Und Mutter zu sein ist das wirklich bedeutsamste auf der Welt für mich, aber manchmal eben auch das Allerstressigste. Es ist eine riesige Verantwortung, aber man erlebt einfach auch die wundervollsten und liebevollsten Momente. Und ich habe den Rat meiner Mutter sehr oft benötigt in den letzten Jahren. Aber ich habe auch gelernt, meine eigene Regeln für unsere Familie zu erstellen.

Wie sieht so ein ganz normaler Tag aus in Ihrem Leben?

Normalerweise stehen wir um sieben Uhr auf und ich bringe die Kids um 8 in den Kindergarten. Dann beginne ich meine Arbeit bis um 4 oder 5 Uhr. Unser großartiges Au-Pair-Mädchen holt die Kinder um 4 Uhr ab und ich koche dann das Abendessen. Die beste Zeit als Familie ist definitiv abends das Essen zu Hause. Da sitzen wir alle zusammen, genießen das Essen und erzählen von unserem Tag. Dann kann es sein, dass wir noch etwas mit den Kindern spielen. Entweder draußen oder zu Hause, bis wir sie um 9 Uhr ins Bett bringen. Danach genieße ich die Stille und die Zeit, die ich für mich habe.

Wie sind Sie das geworden, was Sie geworden sind? Was war der innere Motor?

Ich war vorher Ärztin, genauer Gynäkologin, aber ich hatte das Bedürfnis etwas zu verändern und etwas Kreatives zu tun. Ich fand die Welt benötigt ein cooles und nachhaltiges Label. Also entschied ich mich eines zu gründen. Ich bin an einen Punkt gekommen, an dem ich verstand, es ist wichtig, Dinge zu tun, die inspirieren und dass diese Dinge, die ich mir wünsche, nicht von alleine kommen. Ich muss dafür arbeiten und ich muss es jetzt tun. Und dieser ganze Prozess, diese Reise, hat mich zu der Person gemacht, die ich nun bin.

Woher kommt die Inspiration?

Normalerweise aus der Musik und auch Kunst. Aber es kann von überall her kommen. Manchmal einfach nur wenn ich die Straße langgehe. Es braucht einfach nur das richtige Mindset, also es ist eine Frage der Einstellung.

Wer sind Ihre Lieblingsdesigner?

Ich verehre Rick Owens sehr. Ich mag auch Stella McCartney und den brasilianischen Designer Oskar Metsavaht.

Was bedeutet Mode für Sie?

Für mich ist es die Möglichkeit sich auszudrücken durch Kleidung. Manchmal ist es auch eine Form der Kunst.

Hat sich Ihr Modebewusstsein mit dem Alter verändert?

Ja, umso mehr ich über die Mode-Industrie rausgefunden habe, desto mehr habe ich verstanden, dass wir etwas in Zukunft anders machen müssen. Die Bekleidungsindustrie ist weltweit der größte Umwelt-Verschmutzer. Wir können einfach nicht lange so weiter machen.

Was möchten Sie mit Ihrer Kollektion ausdrücken und was sind die Herausforderungen?

Ich möchte einfache und tragbare Formen entwerfen um sie so langlebig wie möglich zu machen. Dafür nachhaltige Materialien zu finden, ist die größte Herausforderung.

Was bedeutet das Älterwerden für Sie?

Mit mir selber leben wird einfacher. Denn durch Erfahrung kommt Wissen und das hilft mir, mich selber zu verstehen und zu akzeptieren wie ich bin. Dich selbst zu kennen, hilft auch einfach Beziehungen zu anderen aufzubauen.

Was wird die Zukunft für Sie bringen?

Das würde ich selber gerne wissen. (lacht)

Vielen Dank für das Interview!

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