Aktualisiert: 02.10.2020 - 08:49

Verschlimmerung zum Herbst Schuppen – so packen Sie das Problem an der Wurzel

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Juckende Kopfhaut und Schuppenbildung? Diese Tipps helfen gegen Schuppen.

Foto: iStock/RobertoDavid

Juckende Kopfhaut und Schuppenbildung? Diese Tipps helfen gegen Schuppen.

Leiden Sie unter trockener Kopfhaut und/ oder Schuppen? Erfahren Sie, welche Ursache dahinter steckt und was Sie gegen die abgestorbenen Hautzellen tun können.

Schuppen machen selbst die schönste Wallemähne zum haarigen Albtraum. Meist ist eine trockene Kopfhaut schuld an der Misere. Wir verraten Ihnen wie Sie Ihre Kopfhaut wieder in Balance bringen und wie Sie Schuppen vermeiden können.

Was hilft gegen Schuppen und wie entstehen sie?

Das Wichtigste vorweg: Schuppen sind nichts anderes als abgestorbene Hautzellen und ihre Entstehung hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Unser Körper erneuert sich ständig selbst, sodass alte Zellen in den Hautschichten nach oben wandern und verhornen. Normalerweise bekommen wir von diesem natürlichen Prozess nichts mit. Wird dieser Vorgang allerdings gestört, empfinden wir Schuppen als Problem.

Durch Stylingmethoden mit viel Hitze aber auch durch falsche Essgewohnheiten und Stress strapazieren wir nicht nur unser Haupthaar, sondern auch unsere Kopfhaut. Auch zum Jahreszeitenwechsel, wenn es draußen kälter wird und drinnen wieder die Heizung läuft, reagiert die Kopfhaut vermehrt mit Schuppenbildung.

Dr. Patricia Ogilvie: "Wenn man sich für längere Zeit in geschlossenen Räumen aufhält, kann vermehrtes Kopfhautjucken auftreten. Der Grund dafür ist unter anderem die trockene Heizungsluft. Sie kann die Kopfhaut austrocknen. Die Folge sind Kopfhautprobleme, wie der erwähnte Juckreiz, aber auch Trockenheit, Irritationen und Schuppen.“

"Stress führt dazu, dass die Kopfhautbarriere beeinträchtigt wird. Der natürlich vorkommende Hefepilz Malassezia Globosa, den jeder Mensch auf der Kopfhaut hat, gerät aus dem Gleichgewicht. Etwa die Hälfte aller Menschen reagieren sensibel auf die Abbauprodukte des Pilzes: Sie reizen die Kopfhaut und schaffen damit optimale Bedingungen für die Entstehung von Schuppen oder verschlimmern bereits vorhandene Kopfhautrprobleme.

Die Kategorien der Kopfhaut-Schuppen

Schuppen werden üblicherweise in zwei Kategorien unterteilt:

  1. Trockene Schuppen: In diesem Fall entstehen die unliebsamen weißen Hautschüppchen am Haaransatz. Meist bei starker Hitze im Sommer oder im Winter durch die trockene Heizungsluft. Auch zu heißes oder häufiges Föhnen begünstigen trockene Schuppen.
  2. Fettige Schuppen: Wenn eine Kopfhaut zu viel Talg produziert, neigt sie zur Bildung von fettigen Schuppen. Diese sind oft leicht gelblich und fühlen sich ölig an – und bleiben leider auch auf unschöne Art und Weise an den Haaren kleben. Vorsicht: Bei fettiger Schuppenbildung können Hefepilze entstehen, die von einem Hautarzt behandelt werden sollten.

Haare richtig pflegen

Brüchig, schuppig, glanzlos, fettig oder ausfallend – zu viel Styling kann zu Haarschäden führen Vor allem das ständige Föhnen und Glätten kann das Haar und die Kopfhaut beanspruchen.

Auch die Verwendung von zu vielen Pflegeprodukten kann Schuppen begünstigen, weshalb es wichtig ist, dass der Gebrauch in Grenzen gehalten wird. Dr. Patricia Ogilvie empfiehlt eine Pflege, die effektiv Feuchtigkeit spendet und aktive Wirkstoffe speziell für empfindliche Kopfhaut enthält.

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Wichtig: Shampoo und Spülung sollten keine Silikone enthalten und pH-neutral sein. In der Regel ein zinkhaltiges Anti-Schuppen-Shampoo. Es sollte Zinkpyrithion und Zinkcarbonat enthalten. Zink verhindert, dass sich der Schuppen verursachende Hefepilz Malassezia globosa vermehrt. Wichtig ist, das Shampoo regelmäßig über einen längeren Zeitraum zu benutzen.

Neue Anti-Schuppen-Shampoos haben sanfte Formulierungen und Inhaltsstoffe, die gleichzeitig pflegen und für geschmeidiges Haar sorgen. Bei besonders trockenen, strapazierten Längen kann dort zusätzlich eine Pflegespülung oder Kur verwendet werden.

Hausmittel gegen Schuppen

Bei trockenen Schuppen lassen sich mit Ölkuren tolle Ergebnisse erzielen. Einfach etwas Jojoba-, Oliven- oder Kokosöl von der Kopfhaut bis in die Spitzen einmassieren und am besten über Nacht einwirken lassen.

Auch in unserem Kühlschrank verstecken sich oft Lebensmittel, die für gesündere Haare sorgen können. Erfahren Sie, welche: 10 Lebensmittel Ihre Haare auf natürliche Weise wieder schön machen.

ABER: Hausmittel helfen nur kurzfristig und nicht auf Dauer, weil sie den verursachenden Pilz nicht bekämpfen, sondern nur Symptome lindern.

Richtige Ernährung gegen Schuppen

Eine ausgewogene Ernährung kann bei Schuppen helfen. Dabei sollten vor allem zinkhaltige Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen. Das Spurenelement steckt zum Beispiel in Haferflocken, Leber, Austern, Linsen und im Eigelb. Auch Hartkäse, Dosenfisch, Vollkornprodukte, Geflügel, Biofleisch und Nüsse enthalten Zink.

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Erfahren Sie auch, welche 5 Nährstoffe für eine Wallemähne und schöne Fingernägel sorgen und lassen Sie sich von weiteren tollen Tipps auf uns Themenseite inspirieren.

Dort finden Sie alles rund um die richtige Haarpflege und Frisuren.

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