21.06.2019

Weg mit dem Talg Fettige Haare nach dem Waschen: Das können Sie dagegen tun

Von

Gleich nach dem Waschen fühlen sich die Haare schon wieder fettig an? Da gibt es zum Glück ein paar Tricks.

Foto: Shutterstock/FotoDuets

Gleich nach dem Waschen fühlen sich die Haare schon wieder fettig an? Da gibt es zum Glück ein paar Tricks.

Mit fettigen Haaren haben viele zu kämpfen. Beauty-Foren sind voll von Anfragen – und teils widersprüchlichen Lösungsvorschlägen, was gegen schnell fettende Haare zu tun ist. Wir haben für Sie recherchiert und erklären, welche Methoden und Mittel tatsächlich funktionieren.

Kaum sind die Haare frisch gewaschen, fühlen sie sich auch schon wieder fettig an. Ein unangenehmes Haarproblem, das sich aber zum Glück meist schnell in den Griff bekommen lässt. Welche Tricks es gibt, um fettige Haare nach dem Waschen loszuwerden, verraten wir Ihnen hier.

Fettige Haare: Die Ursache herauszufinden, ist der erste Schritt zur Lösung

Wenn wir von fettigen Haaren sprechen, meinen wir übrigens den sogenannten Talg (lat. Sebum), ein Fett, das von den Haarwurzeldrüsen bzw. über den Körper verteilten Talgdrüsen abgesondert wird und das Haar sowie die Haut eigentlich geschmeidiger und glänzend macht. Er schützt die Haut und auch das Haar eigentlich – unter anderem davor, auszutrocknen. Wird aber zu viel Talg produziert, sieht das am Haaransatz schnell unschön aus.

Es gibt quasi unendlich viele verschiedene Tipps gegen fettige Haare. Wie soll man da herausfinden, was am besten hilft? Der Grund ist, dass es auch ähnlich viele Gründe für schnelles Nachfetten der Kopfhaut gibt und jeder hier individuell die Ursachen herausfinden muss. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass fettige Haare das Resultat überaktiver Talgdrüsen sind. Diese Überaktivität kann jedoch viele Ursachen haben.

  • Stress kann die Arbeit der Talgdrüsen kräftig ankurbeln.
  • Auch falsche bzw. unausgewogene Ernährung kann sich negativ auf die Talgproduktion auswirken.
  • Wer oft Mützen, Hüte oder Kappen trägt, gönnt seiner Kopfhaut eventuell nicht genug Frischluft. Auch das kann zur Talg-Überproduktion führen.
  • Ebenso wie das Einnehmen bestimmter Medikamente.
  • Manche Menschen haben auch einfach erblich bedingt sehr viele, aktive Talgdrüsen.
  • Änderungen im Hormonhaushalt (etwa während der Pubertät) können ebenfalls eine erhöhte Talgproduktion nach sich ziehen.
  • Oft liegt es schlicht daran, dass zu viele oder die falschen Haarpflegeprodukte verwendet werden. Auch wer sein Haar oft aufwändig stylt, strapaziert damit die Kopfhaut.

Es mag seltsam klingen, aber auch zu häufiges Waschen kann einen negativen Effekt haben. Die Talgdrüsen stellen sich nämlich darauf ein, mehr Fett produzieren zu müssen, um dem häufigen Waschen und dem so entstandenen Talg-Defizit entgegenzuwirken. Häufigeres Waschen sollte bei fettigem Haar also keine Lösung sein.

Lösungsansätze: So sieht Ihr Haar gesünder aus

Oft können schon kleine Veränderungen Ihres Tagesablaufes der Schlüssel dafür sein, das Problem in den Griff zu bekommen.

  • Achten Sie darauf, sich ausgewogen zu ernähren.
  • Versuchen Sie, sich nicht mit der Hand durch die Haare zu fahren. Gönnen Sie Ihrer Kopfhaut außerdem genügend Frischluft, indem Sie möglichst auf Kopfbedeckungen verzichten.
  • Reduzieren Sie die Menge an Pflegeprodukten, die Sie nutzen und setzen Sie sie sparsam ein.
  • Verzichten Sie darauf, Ihre Haare zu heiß zu föhnen oder unter zu heißem Wasser zu waschen. Wärme stimuliert nämlich die Talgdrüsen.
  • Auch spezielle Shampoos für fettiges Haar können helfen, allerdings sollten Sie diese maximal zweimal pro Woche nutzen.
  • Nutzen Sie Haarpflege ohne Silikoneund Öle, da diese rückfettend wirken. Außerdem lagern sich Silikone schnell auf Haar und Kopfhaut ab, so dass der eigentliche Schutz nicht mehr ans Haar herankommt und die Haare äußerlich schwer werden und austrocknen.

Sollten all diese Maßnahmen nicht helfen, können Sie versuchen, die Produktion der Talgdrüsen auf ein normales Niveau zurückzufahren, indem Sie Ihre Haare ausfetten lassen. Wie das geht, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Haare ausfetten lassen – so geht’s

Viele schwören auf das Ausfetten, obwohl es bedeutet, mehrere Tage bis zu einer Woche mit ungewaschenen Haaren herumzulaufen. Es bietet sich deshalb an, das Ausfetten auf ein verlängertes Wochenende oder den Urlaub zu legen.

An sich ist das Ausfetten sehr einfach. Verzichten Sie einfach darauf, sich die Haare zu waschen. Das sollte die Produktion der Talgdrüsen wieder auf ein Normalmaß zurücksetzen.

Entscheidend für den Erfolg ist die Dauer. Vier Tage gelten als Minimum. Besser ist es, die Haare eine Woche lang ausfetten zu lassen. Dabei sollten Sie die Haare aber regelmäßig durchkämmen, um den Talg auch in den Längen und Spitzen zu verteilen. Das reinigt das Haar außerdem von groben Verschmutzungen. Am besten eignet sich hier eine Bürste mit Wildschweinborsten oder ein veganes Pendant.

Wenn Sie Ihre Haare das erste Mal wieder waschen, sollten Sie nicht wieder zu Ihrer alten Routine zurückkehren.

Nutzen Sie wenig und mildes Shampoo, zum Beispiel Baby-Shampoo, oder verzichten Sie beim Haare waschen ganz auf Shampoo. Gerade, wenn Sie Locken haben und diese pflegen wollen, eignet sich die Methode ohne Shampoo. Und ein Hausmittel gegen fettige Haare: Spülen Sie Ihre Haare mit einer sogenannten sauren Rinse bzw. Essigrinse, einer Mischung aus Wasser und Apfelessig aus. Keine Sorge, der Essig-Geruch verfliegt beim Trocknen schnell.

Wem das Ausfetten zu extrem ist, kann auch langsam die Intervalle zwischen den Haarwäschen verlängern. Die oben genannten Lösungsansätze helfen dabei ebenfalls, um die beste Haarpflege-Routine gegen fettige Haare zu finden.

Seite

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen