24.10.2018

Internet-Trend Haare laminieren mit Gelatine – ist das sinnvoll?

Haare laminieren mit Gelatine ist für eine einmalige Anwendung durchaus zu empfehlen, dauerhaft kann die Methode das Haar jedoch austrocknen.

Foto: iStock/puhhha

Haare laminieren mit Gelatine ist für eine einmalige Anwendung durchaus zu empfehlen, dauerhaft kann die Methode das Haar jedoch austrocknen.

Im Internet gibt’s immer wieder tolle Tipps und Tricks. Ein Trend: Die Haare mit Gelatine laminieren. Aber wie sinnvoll ist die Anwendung?

Strapaziertes und brüchiges Haar braucht viel Pflege. Haarkuren, Spülungen und ähnliches sind zwar eine große Hilfe, reichen aber oft nicht aus, um das Haar zum Glänzen zu bringen und es ausreichend geschmeidig zu machen. Eine Möglichkeit, um dem Haar einen Schutzfilm zu geben ist das Laminieren. Im Internet wird immer wieder empfohlen, dass Haare mit Gelatine laminiert werden können. Aber ist das auch sinnvoll? Schützt die Methode das Haar oder macht es sie kaputt?

Haare laminieren mit Gelatine: Ist das sinnvoll?

Die Proteine der Gelatine sollen die raue Haaroberfläche reparieren, glätten und so vor Frizz schützen – so die Theorie. Aber Achtung: Gelatine mag das Haar kurzfristig betrachtet glänzend und samtweich aussehen lassen, auf Dauer trocknet der Mix die Haare aus und macht sie rau anstatt sie zu glätten.

Die Erklärung: Proteine der Gelatine sind zu groß, um ins Haar einzudringen, außerdem sind sie fest in das Gelnetzwerk eingebunden und bleiben deshalb auf der Oberfläche liegen. Aus diesem Grund hat das Wasser in der Mischung keine Chance ins Haar zu gelangen.

Fazit: Für eine einmalige Anwendung ist Gelatine durchaus anwendbar, auf Dauer sollte man aber doch zu nachhaltigeren Mitteln greifen.

Wie sollte die Gelatine angewendet werden?

Zu Beginn das Haar waschen, danach das handtuchtrockene Haar gründlich durchkämmen und sorgsam von Knoten befreien. Einen halben Teelöffel Gelatinepulver in eine Tasse mit heißem Wasser geben und so lange verrühren bis sich die Klümpchen aufgelöst haben.

Danach kann die etwas abgekühlte, noch lauwarme Gelatine-Mischung mit einer Haarkur oder Spülung vermischt und anschließend ins Haar gegeben werden. Die Masse sollte mit einem groben Kamm vom Ansatz bis in die Spitzen verteilt werden. Nach 45 Minuten Einwirkzeit sollte die DIY-Kur ausgespült werden.

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Was sollte man beachten, wenn man Gelatine in die Haare gibt?

Die Mischung darf nicht auf dem Kopf abkühlen oder mit kaltem Wasser in Berührung kommen. Sie würde gelieren und ließe sich kaum noch ausspülen. Bei dieser Anwendung gilt auch "weniger ist mehr". Auf eine Tasse Wasser sollte maximal ein halber Teelöffel Gelatine verwendet werden, da die Mischung sonst das Haar verkleben lässt und eine weitere Nährstoffzufuhr verhindert.

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Was ist dauerhaft sinnvoller für die Haare?

Für die regelmäßige Anwendung sind professionelle Pflegeprodukte, die dem Haar alles geben, was es braucht, sinnvoller als Gelatine. Ist das Haar nicht mehr geschmeidig und glatt, kann ein Experte, zum Beispiel der Frisör zu Rate gezogen werden, um die passenden Produkte zu finden.

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