02.01.2018

Silikonfrei durchs Leben Haarpeeling: Frischekur für den Kopf

Haare waschen - aber richtig! Mit einem Haarpeeling von Zeit zu Zeit entfernen Sie Reste von silikonhaltigen Shampoos, aber auch Schmutz und alte Farbe.

Foto: iStock/Carol_Anne

Haare waschen - aber richtig! Mit einem Haarpeeling von Zeit zu Zeit entfernen Sie Reste von silikonhaltigen Shampoos, aber auch Schmutz und alte Farbe.

Ein neuer Trend oder eine sinnvolle Pflegebehandlung fürs Kopfhaar? Haarpeeling – der Begriff taucht immer häufiger auf. Aber was ist dran? Wir haben uns damit einmal etwas näher auseinandergesetzt – und geben Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg.

Ein Haarpeeling – was soll denn der Quatsch nun wieder? Diese Frage scheint im ersten Moment berechtigt. Denn wie war das noch gleich? Die Haare mit dem Frotteehandtuch trocken rubbeln tut der Haarstruktur gar nicht gut. Warum also peelen?

Haarpeeling: Schmutz und Rückstände besser entfernen

Nun, in Kombination mit der richtigen Pflege kann ein Haarpeeling die Haare durchaus gesünder machen. Vor allem, wer seinen Kopf mit silikonhaltigen Shampoos und Pflegeserien wäscht, sollte seiner Haarpracht hin und wieder ein wenig Luft zum Atmen gönnen. Denn Silikone legen sich zwar wie eine Schutzschicht um das Haar. Diese jedoch schützt nicht nur vor schädlichen Einflüssen, sondern hält auch nötige Pflegestoffe fern. Am Ende wird das Haar stumpf, schwer und hängt dann nur noch vom Kopf herunter. Denn je öfter Sie Ihr Haar mit silikonhaltigen Shampoos waschen, desto dicker wird diese Silikonschicht auf den einzelnen Haaren.

Ein Haarpeeling kann diese Schicht allerdings wieder herunterschrubben – und eignet sich daher ausgezeichnet, wenn Sie auf silikonfreie Shampoos umsteigen wollen. Passend zum Trend, auf silikonhaltige Shampoos zu verzichten, ist ein Haarpeeling also, gerade für den Anfang, keine schlechte Idee.

Als Vorbereitung für Farbe & Co.

Aber auch als kleine Kur zwischendurch kann sich ein solches Peeling lohnen, eben um die Haare immer mal wieder von ihrer Last zu befreien. Denn es löst auch hartnäckigere Verschmutzungen aus den Haaren und befreit sie (bei gefärbtem Haar) von Farbresten. Das trägt auch dazu bei, dass die Farbe beim nächsten Colorieren wesentlich besser hält und auch schöner aussieht.

Der Kopfhaut tut eine solche Rubbelpflege auch immer mal gut, um Schmutz und alte Schuppen zu entfernen. Aber hier gilt: Nicht zu oft anwenden, sonst fetten die Haare schneller nach. Einmal im Monat genügt völlig.

Wie funktioniert so ein Peeling für die Haare?

Wie bei einem Körperpeeling enthält das Haarpeeling kleine Partikel, die die Haarstruktur aufrauen. Dabei werden Verschmutzungen gelöst.

Am besten wenden Sie ein Haarpeeling mit lauwarmem bis warmem Wasser an. Zu heißes Wasser kann die Haare nämlich schädigen, was sie in Verbindung mit der aufgerauten Haarstruktur austrocknet und brüchig macht. Daher lieber vorsichtig vorgehen.

  1. Sie sollten das Peeling gleichmäßig auf dem feuchten Haar verteilen – aber nicht zu kräftig rubbeln. Das übernehmen die Partikel.
  2. Dann lassen Sie es kurz einwirken und spülen es im Anschluss sehr gründlich aus – wieder mit lauwarmem bis angenehm warmem Wasser. Bei Bedarf können Sie nun noch ein sanftes, silikonfreies Shampoo verwenden oder eine saure Rinse nachschütten. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.
  3. Tupfen Sie Ihr Haar vorsichtig mit einem weichen Handtuch trocken – es ist jetzt sehr empfindlich. Lassen Sie es im Anschluss am besten lufttrocknen.

Verwenden Sie ein Haarpeeling nur alle paar Wochen, denn die enthaltenen Körnchen entfernen nicht nur Schmutz und Pflegereste, sondern greifen auch die natürliche Schuppenschicht des Haares an. Zu häufiges Peelen macht die Haare daher brüchig und trocken und lässt sie glanzlos wirken. Auch laden sie sich schneller elektrisch auf. Eine gute Haarpflege ohne Silikone im Anschluss hilft.

Haarpeeling selber machen

Haarpeelings gibt es mittlerweile immer öfter zu kaufen. Es muss aber nicht unbedingt der Griff zum teuren Mittel sein: Ein Haarpeeling können Sie auch ganz leicht selber machen. Da diese Art der Haarpflege sowieso nicht allzu oft angewendet werden sollte, empfehlen sich hier kleine Mengen, die direkt angerührt werden.

  • Natron eignet sich sehr gut als Peeling. Vielleicht kommt es Ihnen als Haarwaschmittel bereits bekannt vor, denn Natron eignet sich ausgezeichnet als Grundlage für selbstgemachtes Shampoo. Sie können es einfach mit Wasser anrühren und die Haare damit waschen. Um die Haare danach geschmeidig zu halten, empfiehlt sich eine saure Rinse, beispielsweise mit Apfelessig und kaltem Wasser. Das Natron können Sie aber auch einem silikonfreien, sehr sanften Shampoo, beispielsweise Babyshampoo, zufügen und sich damit die Haare waschen.
  • Auch Lavaerde ist beliebt als Naturshampoo – und peelt die Haare ganz sanft. Dazu mischen Sie 3 EL Lavaerde mit 6 EL kochendem Wasser. Lassen Sie das Ganze ein wenig abkühlen und massieren Sie die Paste in die Haare. Kurz einwirken, aber nicht trocknen lassen und dann mit lauwarmem Wasser gründlich ausspülen.
  • Gemahlene Sonnenblumenkerne oder Walnüsse eignen sich, gemixt mit Wasser zu einer Paste, ebenfalls sehr gut als Haarpeeling, besonders für kurze Haare. Einmassieren und mit viel lauwarmem Wasser ausspülen.

Ein Haarpeeling hilft also von Zeit zu Zeit, den Haaren wieder etwas Luft zu geben. Denn mit gepflegten Haaren fühlen Sie sich gleich viel wohler. Und wenn Sie noch Inspiration benötigen: Diese Frisurentrends 2018 hat Udo Walz schon jetzt vorgestellt .

Mehr zum Thema Haarpflege gesucht? Schauen Sie auf unserer Themenseite vorbei.

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