Aktualisiert: 19.05.2020 - 10:01

Zurück zur Natürlichkeit Warum Sie graue Haare stylen und nicht färben sollten

Von der Redaktion

Graue Haare stylen

Graue Haare stylen

Irgendwann trifft es jeden: das Haar ergraut. Aber das sollte nicht Grund sein, das Grau zu färben. Wir geben Tipps, wie Sie es richtig stylen...

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Irgendwann trifft es jeden: Das Haar ergraut. Aber ist das ein Grund, zu färben? Nein! Wir geben Tipps, wie Sie graues Haar richtig stylen und zeigen tolle Frisuren!

Mit grauen Haaren verbindet man automatisch das Älterwerden. Seit letztem Jahr ist es jedoch der letzte Schrei, weiß-graue Haare zu tragen. Und spätestens seit Birgit Schrowange wissen wir auch: es sieht toll aus! Deshalb sollten Sie graue Haare stylen und nicht färben!

Letzlich sollte es ja jedem erlaubt sein, sich in seiner seiner Haut (samt Haar) einfach wohl zu fühlen, aber das Streben nach ewiger Jugend, für das nicht zuletzt die Werbeindustrie verantwortlich ist, macht die Situation eben nicht leichter.

Für mehr Natürlichkeit: Graue Haare stylen statt färben

Wenn Haare grau werden, bedeutet das, dass sie ihre Farbe verlieren. Die Haarwurzel stellt die Produktion des Pigments Melanin ein. Typischerweise passiert das erst im hohen Alter. Doch es kann auch junge Frauen treffen. Der Grund: Zum Beispiel Vitamin-B-Mangel. Stress verbraucht große Mengen von Vitamin. Die Folge: graue Haare.

Wirft man einen genaueren Blick auf die Thematik, so lässt sich feststellen, dass die grauen Haare, die ein Teil unseres natürlichen Alterungsprozesses sind, tatsächlich nicht das eigentliche Problem darstellen. Viel mehr sind es die gesellschaftlichen Assoziationen, die damit verbunden werden. Doch genau die weichen mehr und mehr auf. Denn auch junge Frauen entscheiden sich bewusst für graues Haar und färben.

Graues Haar, wunderbar – und besser als färben

Haare färben ist eine wunderbare Sache. Es ist ein vielseitiges Gestaltungsmittel, seinen persönlichen Stil nach außen zu tragen, um auf nonverbale Art und Weise seine Identität zu kommunizieren. Kritisch wird es jedoch dann, wenn Personen egal welchen Alters einen derartigen Gesellschaftsdruck verspüren, sodass sich der regelmäßige Friseurbesuch den Ansatz zu färben, nicht mehr wie ein Vergnügen anfühlt, sondern regelrecht zum reinsten Spießrutenlauf wird.

Wenn Sie also ohnehin schon mit dem Gedanken spielen, zu Ihrer silber-grauen Haarpracht zu stehen, ist jetzt dafür vielleicht der richtige Zeitpunkt.

Gute Gründe, graue Haare nicht zu färben, sondern zu stylen

Es ist allgemein bekannt, dass Haare färben das Haar beschädigen kann. Vor allem Blondierungen trocknen das Haar oftmals aus und machen es spröde. Zu häufiges Färben, kann das Haar ausdünnen, denn der chemische Färbeprozess kann im schlimmsten Fall die Haarwurzel irreparabel beschädigen. Spliss, abgebrochenes Haar oder Haarausfall können die Folgen sein.

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Leben findet nur mehr zwischen den Friseurterminen des Ansatzfärbens statt, dann sollten Sie sich überlegen, ob es nicht an der Zeit ist zu Ihren grauen Haaren zu stehen. Ständiges färben beschädigt nicht nur Ihr Haar, sondern kostet auch viel Zeit und Geld und sollte Sie keines Falls in Ihrem alltäglichen Leben einschränken.

Sie neigen ohnehin schon zu trockener oder gereizter Kopfhaut? Dann ist das letzte, das Ihre Kopfhaut braucht, ein weiterer chemischer Färbeprozess! Gönnen Sie sich und Ihrem Geldbeutel eine Erholungspause.

Im besten Fall sollte eine schöne Haarfarbe den eigenen Typ unterstreichen, dem Hautton schmeicheln und umgekehrt. Es gibt nichts Schlimmeres als seinem Haar einen Farbton zu verpassen, der unnatürlich wirkt. Dies hat nämlich den ungewünschten Umkehrschluss zufolge, dass es einen erst recht viel älter erscheinen lässt.

Mythen rund um graue Haare

Die Liste der bezaubernden Stars mit grauen Haaren ist lang – und nicht alle davon sind Ü50. Dass graue Haare hip sind, beweisen Stars wie die Sängerinnen Lady Gaga und Pink, die ihre Haare ganz bewusst im Silberlook tragen und damit ganz und gar nicht alt aussehen.

Dass graue Haare älter machen, ist ein Mythos. Das stellte auch TV-Moderatorin Birgit Schrowange fest. In "BILD" sagte sie über ihre grauen Haare: "Es sieht super aus. Und komischerweise macht es mich jünger und nicht älter. Der Jugend hinterherzulaufen, ist Blödsinn. Wir werden alle älter. Das ist nicht unbedingt schön, aber wir sollten dazu stehen."

Und ein weiterer Mythos muss entlarvt werden: Kurzhaarschnitte machen jünger. Haar-Experte Sacha Schütte empfiehlt: "Der Haarschnitt sollte vom Alter unabhängig immer zur Gesichtsform passen. Das Haar bildet einen Rahmen für das Gesicht, und je nach Gesichtsform sind verschiedene Looks empfehlenswert. Welcher Schnitt für Sie ideal ist, weiß der Friseur Ihres Vertrauens.

Ein sehr kurzer Kurzhaarschnitt (z.B. Pixie Cut, etc.) mit weniger Volumen am Oberkopf bei einem sehr runden Gesicht ist beispielsweise eher weniger schmeichelhaft. Allerdings sind einige Kurzhaarschnitte weniger pflege- und stylingintensiv, daher wählen einige Frauen mit zunehmendem Alter einen solchen.

Welche Frisur passt zu Ihnen? Lassen Sie sich von den Frisuren in unserer Bildergalerie inspirieren:

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