25.04.2017

Pflege für reife Haut Das hilft wirklich gegen Pigmentflecken

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Pigmentflecken loszuwerden.

Foto: iStock/Flamingo_Photography

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Pigmentflecken loszuwerden.

Pigmentflecken lassen sich unterschiedlich behandeln und entfernen. Lesen Sie, welche Behandlungen geeignet sind.

Pigmentflecken im Gesicht sind ein weit verbreitetes Phänomen und in den meisten Fällen ein Zeichen von zu sorglosem Umgang mit der Sonne. Bei Pigmentflecken handelt es sich um unregelmäßige Verfärbungen der Haut, die bräunlich, rötlich oder auch leicht ockerfarben in Erscheinung treten können.

Diese sogenannte Hyperpigmentierung entsteht, wenn spezielle Zellen in der Haut vermehrt den Hautfarbstoff Melanin freisetzen. Auch wenn das Problem rein kosmetischer Natur ist, leiden Betroffene unter dem vermeintlichen Makel. Wie man sich vor Pigmentflecken schützen kann, wir klären auf...

Pigmentflecken: Das sind die Ursachen

Pigmentflecken können eine ganze Reihe von Ursachen haben, sind jedoch meist auf die UV-Strahlung der Sonne zurückzuführen. Daher entstehen Pigmentflecken auch vor allem dort, wo die Haut am meisten dem Licht ausgesetzt ist – im Gesicht sowie auf dem Handrücken und dem Dekolleté.

Bei Frauen können Pigmentflecken auch durch hormonelle Veränderungen ausgelöst werden – zum Beispiel durch die Einnahme der Pille, während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren. In der Regel bildet sich die hormonell bedingte Hyperpigmentierung jedoch von alleine langsam zurück, wenn die Hormone wieder im Gleichgewicht sind.

Des Weiteren können bestimmte Arzneimittel Pigmentflecken begünstigen, indem sie die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Dazu zählen unter anderem einige Antibiotika, aber auch rezeptfreie Johanniskrautpräparate. Entzündliche Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Akne sollen die Haut ebenfalls anfälliger für Pigmentstörungen machen.

So kann man Pigmentflecken vorbeugen

Die wohl wichtigste Regel: Sonnenschutz. Und zwar konsequent – selbst im Winter sollte man eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor 30 benutzen. Menschen mit heller Haut sind im Sommer mit LSF 50 gut beraten, zumindest im Gesicht und auf dem Dekolleté. Das gilt auch für jene, die Hormonpräparate wie etwa die Pille einnehmen. Auf zu starke Sonneneinstrahlung und Solarienbesuche sollte der Haut zuliebe generell verzichtet werden, Pigmentstörungen werden dadurch direkt verschlimmert.

Pigmentflecken entfernen

Die gute Nachricht ist: Pigmentflecken lassen sich mit verschiedenen Methoden wieder loswerden. Dermatologe Dr. Welf Prager erklärt, wie sich Pigmentflecken am besten behandeln lassen und was für Kosten eine Pigmentflecken-Entfernung mit sich bringt.

Peelings gegen Pigmentflecken

Fruchtsäure-Peeling (AHAs) lösen abgestorbene Hautzellen, verfeinern den Teint und können Flecken zum Verblassen bringen. Aber: "Da diese Peelings nur die Hornschicht schälen, bringen sie auch nur bei sehr oberflächlichen Pigmentflecken etwas“, erklärt der Experte.

Tiefgreifender und effektiver wirkt ein chemisches TCA-Peeling beim Hautarzt. Je nach Konzentration der Trichloressigsäure bleibt die Haut mehrere Tage gerötet und schält sich heftig. Gleichzeitig wird ein starker Regenerations-Reiz ausgelöst, der zudem auch einen verjüngenden Effekt hat: Falten werden gemindert, Poren verkleinert, das Hautbild geebnet.

Laserbehandlungen

"Für punktuelle Altersflecken ist der Laser das Mittel der Wahl“, sagt Dr. Prager. Die Flecken werden per Lichtimpuls z. B. mit einem ND-Yag-Laser, der auch Tattoos entfernt, zerstört und vom Körper abgebaut. Nach der Behandlung schuppt sich die Stelle, es entstehen oberflächliche Krusten, die sich aber gut abdecken lassen.

Micro-Needling

Dabei wird die Haut mit einem Dermaroller behandelt, der mit sehr feinen Nadeln besetzt ist. Beim Einstechen in die oberste Hautschicht reizen sie bestimmte Hautrezeptoren und animieren wie bei einer Wundheilung Reparaturmechanismen. "Beim Needling können zudem Substanzen in die Haut geschleust werden, die gegen die Pigmentierung wirken und die Flecken aufhellen. Sinnvoll ist diese Methode bei großflächigeren, z. B. hormonell bedingten Farbverschiebungen.

Vorher Hautcheck!

Die Flecken vorab vom Hautarzt checken lassen, um sicherzugehen, dass es keine bösartigen Veränderungen sind. Nach der Behandlung sechs bis acht Wochen nicht in die Sonne – und künftig UV-Schutzfaktor 50 benutzen.

Aufheller aus dem Regal

Auch Cremes können Pigmentflecken leicht aufhellen. Achten Sie auf Wirkstoffe wie:

  • Hydrochinon
  • Lumicinol
  • Vitamin A-Säure (Retinol)
  • Vitamin C

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Wussten Sie, dass Ihre Haut während der Wechseljahre eine ganz besondere Gesichtspflege benötigt? All unsere Ratgeber rund um die Hautpflege finden Sie auf unserer Themenseite.

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