08.02.2019

Ungefährliche Hautzysten Milien entfernen: So werden Sie die kleinen "Pickelchen" los

Milien lassen sich unter anderem mit Laser entfernen. Was Sie sonst noch machen können...

Foto: iStock/andresr

Milien lassen sich unter anderem mit Laser entfernen. Was Sie sonst noch machen können...

Meist treten sie unter den Augen auf – und bleiben dort. Und das nervt ganz schön. Was Sie gegen Milien tun können.

Gefährlich sind sie nicht – aber sie verschwinden auch nicht so ohne weiteres. Und auch, wenn sie im Alltag nicht stören, gibt es eben Momente, in denen kann man mit den kleinen, meist im Gesicht auftretenden Pickelchen wirklich nichts anfangen. Wie Sie Milien entfernen können, OHNE daran herumzudrücken.

Milien entfernen: Vorsicht! Nicht drücken!

Bei Milien handelt es sich im Grunde um kleine Grießansammlungen, genauer gesagt um gutartige Zysten unter der Haut. Gefüllt sind sie mit Talg und vor allem Keratin – und sie entstehen durch abgestorbene Hautzellen, die unter der Haut verbleiben und sich dort ansammeln.

Milien können ein bis drei Millimeter groß werden – und sehen mit ihrer weißlich-beigen bis gelblichen Färbung leider aus wie Pickel. Im Gegensatz zu diesen sind sie aber nicht entzündet und verschwinden auch selten ohne weiteres. Mit der Zeit werden sie hart. werden sie aber mit der Zeit hart.

Ausdrücken lassen sie sich gar nicht erst so richtig, da sie unter der Haut stecken. Wer daran herumdrückt, macht sich eher die feine Gesichtshaut sowie die Äderchen kaputt. Im Schlimmsten Fall kann sich die Wunde entzünden – und tatsächlich einen Pickel oder Schlimmeres entstehen lassen.

Milien schmerzen zum Glück nicht

Wer Milien hat, merkt diese nur optisch. Sie tun nicht weh und drücken auch selten und wenn sie in Ruhe gelassen werden, entzünden sie sich auch nicht. Zwei Arten werden unterschieden:

  • Primäre Milien: Sie haben keine erkennbare Ursache und entstehen meist bei Frauen im Gesicht. Man vermutet, dass ihre Entstehung mit hormonellen Schwankungen zu tun hat. Sie bleiben und müssen daher professionell entfernt werden, wenn man sie loswerden will.
  • Sekundäre Milien: Die Grießkörnchen können aber auch nach Hautverletzungen entstehen, etwa nach zu viel Sonne ohne Hautschutz, Entzündungen oder auch Hautabschürfungen. Diese Form verschwindet aber wieder – meist dauert dies ein paar Wochen.

Entfernung nur beim Profi

Wer unter seinen Milien leidet, kann sie nicht auf eigene Faust loswerden. Milien entfernen lassen sollten Sie immer von einem Dermatologen oder Kosmetiker. Unterschiedliche Methoden kommen dabei zum Einsatz:

  • Skalpell: Kosmetiker oder Hautärzte nutzen die minimalinvasive Methode meist rund um die Augen und wenn es sich um mehrere handelt. Die Haut wird minimal mit einem Skalpell angeritzt und das "Grieß" entfernt. Kosten: 10-20 Euro pro Milie.
  • Laser: Relativ neue Methode – mit einem Laser werden Wasser und Inhalt der Hautzyste verdampft. Dabei wird nur die oberste Hautschicht angegriffen. Es bildet sich eine Kruste, die nach einigen Tagen abfällt. Narben entstehen dabei selten.

Übrigens: Auch an Pickeln sollten Sie nicht einfach so herumdrücken, diese können sich entzünden. Vor allem bei unterirdischen Pickeln können so schlimme Entzündungen entstehen. Lieber zu Hausmitteln gegen Pickel greifen oder bei schweren Problemen zum Hautarzt gehen.

Milien vorbeugen: Damit die Zysten gar nicht erst entstehen

Nicht immer kann man etwas dafür, dass Milien überhaupt entstehen – denn etwa gegen hormonelle Schwankungen lässt sich schwierig etwas ausrichten. Und manchmal ist die Ursache eben unbekannt. Aber wer seine Hautpflege etwas anpasst, kann das Entstehen der Knötchen zumindest versuchen einzuschränken. Die richige Pflege bei reifer Haut mit Unreinheiten ist sowieso wichtig.

  • Reinigen: Übermäßige Talgproduktion kann Milien begünstigen. Vor allem abends sollten Sie Ihr Gesicht gut reinigen mit sanften Reinigungsmethoden – so lassen Sie die Haut atmen. Auch Pickel haben es dann schwerer.
  • Peelen: Peelings helfen, abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Besonders effektiv sind sogenannte AHA-Peelings (Alpha-Hydroxysäuren) mit Frucht-, Milch-, Mandel und Glykolsäure. Peelings können Sie aber auch selber machen.
  • Pflegen: Eine gute an die Haut angepasste Feuchtigkeitspflege schützt die Haut vor Trockenheit. Zu fettig sollte die Creme aber nicht sein.
  • Regelmäßige Dampfbäder: Gegen abgestorbene Haut helfen Dampfbäder für das Gesicht, die die Poren öffnen. Besonders Kamille eignet sich.

Produkte mit Retinol (Axerophthol oder Vitamin A1) können gegen Milien vorbeugen, allerdings sollten Sie diese nur abends auftragen, da die Haut dadurch lichtempfindlicher wird.

Wie bereits gesagt, gefährlich und schmerzhaft sind die Grießkörner nicht. Aber wenn Sie Milien entfernen wollen, lassen Sie dies auf jeden Fall vom Profi machen.

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