19.10.2018

Richtige Hautpflege Q10 und seine Wirkung: Der Fitness-Trainer aus der Tube

Keine Lust auf Falten? Q10 kann dank seiner Wirkung einer frühzeitigen Hautalterung vorbeugen.

Foto: iStock/Ridofranz

Keine Lust auf Falten? Q10 kann dank seiner Wirkung einer frühzeitigen Hautalterung vorbeugen.

Q10 zählt zu den besten Anti-Age-Wirkstoffen. Was es mit der Substanz auf sich hat und welche Wirkung sie verspricht, erfahren Sie bei uns.

Das geschmacks- und geruchsneutrale Coenzym Q10 ist in der heutigen Kosmetikindustrie kaum wegzudenken. Durch die Q10-Wirkung wird der natürliche Alterungsprozess verlangsamt, da das Gleichgewicht im Körper durch die Anwendung der Substanz länger gehalten wird.

Q10: Seine Wirkung bringt Zellteilung und Stoffwechsel auf Trab

Q10 ist ein essenzielles Coenzym, das überall im Körper vorkommt. Die vitaminähnliche Substanz ist für die Energieversorgung und den Stoffwechsel verantwortlich – bis in jede Zelle. Bedenkt man, dass es ohne die fleißigen Enzym-Helfer keine Zellteilung und Zellerneuerung gäbe, so könnte auch die aufgenommene Nahrung im Körper nicht zu Energie umgewandelt werden. Q10 ist übrigens die Kurzbezeichnung für Ubiquinon-10 (lateinisch: ubique = überall).

Warum ist es für die Haut wichtig?

Das Wundermittel Q10 funktioniert nicht nur als Energie-Booster für unsere Zellen, denn es ist auch ein starkes Antioxidans, das die Haut vor freien Radikalen schützt. Es entschärft aggressive Moleküle, die Zellen und Bausteine wie Kollagen schädigen. Außerdem unterstützt das Coenzym den Blutkreislauf, transportiert Nährstoffe zu den Hautzellen und ist am Abbau von Abfallprodukten beteiligt. Darüber hinaus stärkt Q10 das Herz, die Nerven und auch das gesamte Immunsystem. Leider sinkt mit zunehmendem Alter der natürliche Q10-Spiegel. Bei 50-Jährigen liegt er ca. 25 Prozent niedriger als bei 20-Jährigen. Eine mögliche Folge: Die Haut verliert an Elastizität, Linien und Falten entstehen. Aus diesem Grund empfehlen Experten die zusätzliche Einnahme von Q10 etwa ab dem 30. Lebensjahr.

Herstellung des Wundermittels

Für die Herstellung werden drei Verfahren eingesetzt: Fermentation von Hefen, Bakterien oder chemische Synthese. Naturkosmetikhersteller bedienen sich auch der Fermentation aus Maisstärke. Bei seiner Entdeckung im Jahre 1957 wurde Q10 von US-Zellforscher Fred L. Crane noch aus Rinderherzen isoliert.

Das Allround-Talent – Wie können wir das Coenzym aufnehmen?

Etwa 10 Milligramm nehmen wir über die Nahrung auf. Eine besonders hohe Dosis des Antioxidans' steckt zum Beispiel in Sojaöl. Auch fetter Fisch wie Lachs, Sardinen, Thunfisch oder Makrele enthält es.

Ebenso steckt es in Rindfleisch und Walnüssen. Auch Gemüse wie Brokkoli enthält reichlich Q10 und Rosenkohl bleibt ebenfalls nicht verschont. Gleiches gilt auch für Spinat oder Paprika.

Abgesehen von der Nahrung macht aber auch die Anwendung von außen Sinn. Nivea war die erste Kosmetikmarke, die den Stoff und die Wirkung von Q10 vor 20 Jahren für die Cremetiegel entdeckte. "Mit Q10 setzten wir bei der Wurzel des Alterns an", erklärt Dr. Thomas Blatt, leitender Hautbiologe bei Nivea. Relativ neu ist die Anwendung im Haarpflegebereich. "Dort wirkt es in erster Linie auf die Kopfhaut und stimuliert die Haarwurzel, sodass das Haar von innen wieder aufgebaut werden kann", so Blatt.

Den Wirkstoff richtig erkennen

Ob Serum, Maske, Augencreme, Body-Lotion oder Make-up – die Auswahl an Produkten mit Q10 ist riesig. Grundsätzlich gilt: Je höher es bei den Inhaltsstoffen gelistet ist (zu erkennen an Bezeichnungen wie Ubiquinone, Ubichinon-10, Coenzym Q 10), desto höher die Konzentration. Auch die Farbe gibt Aufschluss: Da Coenzym in seiner natürlichen Form orange ist, verleiht es jeder Creme eine leicht gelbliche Färbung. Und je stärker diese ist, desto mehr steckt von der verjüngenden Substanz drin.

Q10 Mangel und seine Folgen

Grundsätzlich produziert der menschliche Körper genug eigenes Q10. Nichtsdestotrotz können gewisse Einflüsse dazubeitragen, dass eine ausreichende Versorgung mit dem Wirkstoff nicht mehr möglich ist. Bewegungsmangel, Stress und der Konsum von Alkohol und Nikotin können eine hohe Belastung für den Körper darstellen und das natürliche Gleichgewicht geht verloren. Eine frühzeitige Zellalterung und das altern der Haut sind Folgen, die sich daraus ergeben können. Neben der schnellen Hautalterung, können auch Symptome wie Ermüdungserscheinungen, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Versagen auftreten, weshalb es wichtig ist, diese frühzeitig zu bekämpfen.

Für welchen Hauttyp ist Q10 geeignet?

Ob normal, trocken oder fettig – Q10 eignet sich tatsächlich für jeden Hauttyp. Entscheidender ist hier vielmehr die Kombination mit weiteren Wirkstoffen. Je besser die zum Hautbedürfnis passen, desto effektiver das Pflegeergebnis. Im Allgemeinen sei es aber auch zu empfehlen, eine zusätzliche Versorgung in Betracht zu ziehen, damit der Bedarf stetig abgedeckt ist und das Q10 seine Wirkung entfalten kann.

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