06.07.2018

Mascara, Puder, Lippenstift... So verlängern Sie die Make-up-Haltbarkeit

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Ihr Lieblingsstift ist ranzig geworden, der schöne Lidschatten bröckelt auseinander? Erfahren Sie, wie Sie die Haltbarkeit von Make-up ganz einfach verlängern.

Foto: iStock/kitzcorner

Ihr Lieblingsstift ist ranzig geworden, der schöne Lidschatten bröckelt auseinander? Erfahren Sie, wie Sie die Haltbarkeit von Make-up ganz einfach verlängern.

Ja, Make-up kann schlecht werden. Manchmal geht das sogar schneller als gedacht. Mit diesen Tipps lässt sich die Haltbarkeit aber verlängern.

Was bei Nahrungsmitteln völlig selbstverständlich ist, wird bei Make-up gern außer Acht gelassen: das Verfallsdatum. Denn Kosmetik besteht aus verderblichen Inhaltsstoffen und wird insofern auch irgendwann schlecht. Flüssige Produkte können bereits nach wenigen Monaten zur Gesundheitsgefahr werden. Umso wichtiger ist es, das Beste aus den oft kostspieligen Anschaffungen herauszuholen. Wie aber lässt sich die Haltbarkeit von Make-up verlängern?

Auch bei diesem Thema gilt zunächst: immer das Kleingedruckte lesen. Nicht selten muss zwar eine Lupe zum Einsatz kommen, aber die Mühe ist notwendig. Auf der Verpackung von Kosmetikprodukten befindet sich ein Symbol in Form eines Tiegels. Hier ist die Zahl der Monate vermerkt, die das Produkt nach dem Öffnen mindestens haltbar ist.

Mit am schnellsten muss Mascara aufgebraucht werden. Eine Tube Wimperntusche ist maximal sechs Monate für die Verwendung am empfindlichen Auge geeignet. Danach drohen Entzündungen.

Make-up-Haltbarkeit verlängern: Der Einzelfall entscheidet

Leider gibt es bei Kosmetikprodukten meist kein festes Mindesthaltbarkeitsdatum wie bei Lebensmitteln. Denn hier beginnt der Countdown nicht bei der Herstellung, sondern erst mit dem ersten Öffnen der Verpackung. Sobald Pilze und Bakterien mit dem Produkt in Berührung kommen, tickt die Uhr.

Die seltene Ausnahme bilden Kosmetika mit schnell verderblichen Inhaltsstoffen. Sie tragen auf der Verpackung ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Auch auf einheitliche Fristen müssen Verbraucherinnen beim Verfallsdatum leider verzichten.

Wie schnell Kosmetik verdirbt, ist von Produkt zu Produkt und von Marke zu Marke unterschiedlich. Flüssiger Concealer bietet Keimen generell einen besseren Nährboden als Puder. Lidschatten werden von Herstellern oft mit einer Haltbarkeit von zwei Jahren versehen, Augenbrauenstifte dürfen bis zu 36 Monate benutzt werden. Auch die Art und Menge der eingesetzten Konservierungsstoffe spielen eine große Rolle. Sie zögern die Keimbildung hinaus, lösen dafür aber womöglich leichter allergische Reaktionen aus.

So geht’s!

Grundsätzlich gilt beim Thema „Make-up-Haltbarkeit verlängern“ die Devise: Hygiene ist Trumpf. Wer mit schmutzigen Fingern im Creme-Concealer rührt oder Lippenstifte gern geöffnet herumstehen lässt, verkürzt die Lebenszeit seiner Produkte erheblich. Das kann vom ranzigen Lippenstift bis hin zum mit Schimmel bedeckten Lidschatten reichen.

Grundsätzlich sollten diese Vorsichtsmaßnahmen zur täglichen Make-up-Routine gehören:

  • Schließen Sie Ihre Behälter so schnell wie möglich wieder.
  • Lagern Sie Ihr Make-up vorzugsweise dunkel und bei normaler Zimmertemperatur (also zum Beispiel nicht auf der Fensterbank oder im Auto).
  • Pinsel, Schwämme und Applikatoren sollten regelmäßig mit einem milden Reinigungsmittel ausgewaschen und anschließend sorgfältig getrocknet werden.
  • Hilfsmittel, die am Auge verwendet werden, dürfen gern nach jedem Durchgang gereinigt werden.
  • Benutzen Sie beim Abdecken von Pickeln nicht den Concealer-Applikator, sondern ein Wattestäbchen.
  • Greifen Sie bevorzugt zu Produkten mit Pumpspendern, engen Tüllen oder in Tuben. Hier gelangen weniger Sauerstoff und Krankheitserreger an das Make-up.
  • Kaufen Sie lieber kleinere Verpackungsgrößen. Bei großen Vorteilspacks – zum Beispiel bei flüssiger Foundation – kann es ratsam sein, das Make-up im Kühlschrank aufzubewahren und für den täglichen Gebrauch kleine Chargen abzufüllen.

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Make-up-Haltbarkeit im Auge behalten

Bei aller Sorgfalt ist es nicht immer leicht, bei der Haltbarkeit von Make-up den Überblick zu behalten. Wer weiß schon aus dem Kopf heraus genau, wann die Mascara angebrochen wurde? Da kann es helfen, auf einem kleinen Aufkleber das Datum zu vermerken, bis zu dem ein Produkt verwendet werden kann.

Am besten geht das mit einem Label-Maker, da hier die Schrift nicht so schnell verschmiert. Sie können die jeweiligen Daten auch separat notieren und die Liste alle paar Wochen nach neuen Papierkorb-Kandidaten überfliegen.

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Auch Pflegeprodukte verfallen

Die begrenzte Haltbarkeit im Bereich Kosmetik erstreckt sich auch auf die Gesichtspflege. Bakterien und Pilze fühlen sich in Cremes und Seren ebenfalls wohl. Hier gelten deshalb dieselben Hygieneregeln wie bei Make-up. Produkte in Tiegeln werden im Idealfall nicht mit dem Finger, sondern per Spatel entnommen.

Eine kühle und dunkle Lagerung hilft dabei, aktive Substanzen in der Gesichtspflege zu erhalten. Vitamin C zum Beispiel reagiert sehr empfindlich auf Sonnenlicht. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, den richtigen Sonnenschutz für Ihre Haut zu verwenden.

Fazit: Hygiene ist das A und O

Mit verdorbener Kosmetik ist nicht zu spaßen. Behalten Sie die von den Herstellern angegebenen Fristen Ihrer Produkte im Blick. Hygiene stellt sicher, dass sich die Haltbarkeit Ihres Make-ups verlängert und Sie möglichst lange Freude an Ihrem Make-up haben.

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