18.10.2018

Alternative zum Studio Gelnägel selbst machen: Die wichtigsten Tipps zur Modellage

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Schritt für Schritt erklären wir, wie Sie Gelnägel selbst machen können und geben außerdem Tipps, damit Ihre Naturnägel gesund bleiben.

Foto: iStock/simpson33

Schritt für Schritt erklären wir, wie Sie Gelnägel selbst machen können und geben außerdem Tipps, damit Ihre Naturnägel gesund bleiben.

Eine Gel-Maniküre ist praktisch, denn der glänzende Look kann bis zu zwei Wochen halten. Mit diesen Tipps können Sie Gelnägel selbst machen.

Gepflegte Hände gelten bei Frauen und Männern noch immer als visuelle Visitenkarte. Das bedeutet: Saubere Nägel und Hände sind sowohl im Job als auch privat unglaublich wichtig. Leider hat aber nicht jeder täglich Zeit, sich intensiv um seine Hände zu kümmern. Dass Gelnägel eine dauerhaft haltbare und praktische Alternative zur ständigen Maniküre sind, ist bekannt. Mittlerweile kann sich sogar jeder das Nagelstudio ins Wohnzimmer holen. Wir geben Tipps, damit Sie Ihre Gelnägel selbst machen können.

Gelnägel selbst machen: Die wichtigsten Tipps zur DIY-Nagelmodellage

Ein regelmäßiger Gang zum Nagelstudio kann ganz schön ins Geld gehen. Zum Glück gibt es immer mehr Hersteller, die Nagel-Kits mit UV-Lampen zur Modellage für Zuhause anbieten. Aber Vorsicht: Wenn Sie Ihre Naturnägel nicht dauerhaft schädigen wollen, sollten Sie die folgenden Tipps unbedingt beachten.

Die richtige Ausrüstung

Wenn Sie zum ersten Mal Gelnägel selbst machen, sollten Sie ein Set wählen, in dem mindestens folgende Utensilien enthalten sind:

  • UV-Lampe
  • Primer
  • Cleaner
  • UV-Gel oder Gellack in Form von Unter- sowie Überlack (meistens ein und derselbe Lack)
  • Farblack
  • Feilen
  • Buffer (sehr feine Feile)
  • Nagelhautschieber
  • Zelletten

Sollten sie im Starter-Set nicht vorhanden sein: Kaufen Sie unbedingt Zelletten, wenn Sie Gelnägel selbst machen wollen – sie fusseln nicht so unschön wie Wattepads.

Vorsicht ist auch bei der Qualität der UV-Lampe geboten. Achten Sie unbedingt auf eine vorhandene CE-Kennzeichnung. Außerdem sollten die Röhren des Geräts nicht alt und verbraucht aussehen.

Vorbereitung der Nägel

Halten Sie sich einfach an unsere Anleitung, um schöne Gelnägel selbst zu machen:

  1. Als erstes sollten die Naturnägel, die die Basis für Gelnägel bilden, in die gewünschte Form gebracht werden.
  2. Dann die Nagelhaut am besten mit einem Rosenholzstäbchen zurückschieben. Die Oberfläche der Nägel sollte mit dem Buffer mit leichten Bewegungen aufgeraut werden, damit der Lack besser haftet.
  3. Wichtig ist, dass die Nägel anschließend von allen Fettrückständen gereinigt werden. Mit einem Pinsel die letzten Staubreste entfernen – und ab jetzt die Nägel nicht mehr berühren!

Lesen Sie auch, welche Arbeitsschritte zu einer klassischen Maniküre gehören.

Lackieren und das Finish

Jetzt geht es ans Lackieren:

  1. Eine dünne Schicht Gellack auftragen und 120 Sekunden im UV-Licht aushärten lassen.
  2. Anschließend eine dünne Schicht des gewünschten Farblacks aufstreichen und wieder 30 Sekunden trocknen lassen.
  3. Dann eine zweite Schicht der Farbe auftragen, erneut 30 Sekunden aushärten lassen.
  4. Anschließend mit einer weiteren Schicht des Base- bzw. Top-Coats die Nägel versiegeln, dann wieder zwei Minuten unter die UV-Lampe zum Trocknen halten. Mit dem Cleaner und einer Zellette lässt sich die sogenannte Schwitzschicht wegwischen.

Wichtig: Die Nägel unbedingt gerade halten, damit das feuchte Gel nicht verläuft, den Daumen gegebenenfalls einzeln machen. Anschließend mit dem Cleaner und einer Zellette reinigen. Unbedingt checken, ob das Gel auch wirklich nur auf dem Nagel ist – ansonsten entfernen.

Übrigens: Die Modellage kann auf Naturnägeln oder auf eine Naturnagelverstärkung angewendet werden. Letztere kann durch Kunstnägel oder eine Schablonenmodellage, bei der die Nägel mithilfe einer Schablone verlängert werden, erfolgen. Oft sind beide Varianten in einem Nagel-Kit für Anfänger enthalten.

Entdecken Sie auch unsere Anleitung, um French Nails selbst machen zu können.

Da war doch noch… Shellack!

Shellack ist die kleine Schwester der UV-Gel-Variante, sie funktioniert nach fast demselben Schema. Allerdings wird hier mit LED-Lampen gearbeitet. Zudem sind die aufgetragenen Schichten dünner, sehen also natürlicher aus. Nachteil dieser Variante: Sie ist kostspieliger. Darüber hinaus kann das Abnehmen der Nägel dem Naturnagel extrem schaden, denn er muss für einige Zeit in einen Nagellackentferner mit Aceton gehalten werden. Dadurch kann der Nagel brüchig werden und anfälliger für Infektionen sein.

Vorsicht: Gelnägel nur in Maßen selbst machen

Wie mit allen schönen Dingen sollte man auch Gel-Nägel nur in Maßen selbst machen bzw. eine Nagelmodellage machen lassen, um dem Naturnagel auch mal ein bisschen Ruhe zu gönnen. Sowohl für die klassische Gel-Variante als auch für Shellack gilt nämlich: Die Gel-Maniküre kann zu gesundheitlichen Schäden führen.

Im Fachmagazin „Journal of the American Medical Association of Dermatology“ haben Forscher des „Medical College of Georgia“ und des „Georgia Regents Health System“ Ergebnisse veröffentlicht, die ihrer Meinung nach belegen, dass die ultravioletten Strahlen beider Licht-Geräte die Zellen verändern und so Hautkrebs verursachen können. Dermatologen warnen ebenso vor Nagelbettentzündungen oder Infektionen.

Unser Tipp: Befragen Sie einen Experten zur persönlichen Nagelbeschaffenheit, bevor Sie sich Gelnägel selbst machen. Bei ohnehin brüchigen Nägeln sollten Sie auf die Modellage lieber verzichten. Gel-Nägel nur für besondere Anlässe oder vor dem Urlaub zu tragen, kann die Lösung sein. Dann klappt’s auf lange Sicht auch mit den Naturnägeln.

Für schöne Nägel benötigen Sie nicht immer eine UV-Lampe. Erfahren Sie, wie gut herkömmlicher Gelnagellack für die Anwendung zu Hause ist.

Auf unserer Themenseite finden Sie weitere Pflegetipps für schöne Fingernägel.

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