07.09.2018

Präzise Nagelkunst Airbrush-Nägel: So machen Sie den Fingernagel-Trend selber

Von

Hier erfahren Sie, wie Sie mit Airbrush Ihre Nägel kunstvoll und wunderschön in Szene setzen.

Foto: iStock/Kharichkina

Hier erfahren Sie, wie Sie mit Airbrush Ihre Nägel kunstvoll und wunderschön in Szene setzen.

Airbrush-Fingernägel können zu wahren Kunstwerken der Maniküre werden, denn die Designtechnik verspricht Präzision. Die wichtigsten Fakten und Hinweise zu dem Nagel-Trend erhalten Sie hier.

Im Nageldesign gibt es mittlerweile unzählige Methoden, die Nägel nicht nur schön aussehen zu lassen, sondern daraus auch richtige Kunstwerke zu gestalten. Eine beliebte Technik, die auch hierzulande immer häufiger Anwendung findet, ist das Airbrush-Verfahren. Erfahren Sie, wie Sie mit Airbrush Ihre Nägel verschönern können.

Airbrush für die Nägel: So funktioniert das Designen mit Spritzpistole

Das Wort "Airbrush" stammt aus dem Englischen und bedeutet "Luftpinsel". Seit über 100 Jahren findet die Technik bereits in den verschiedensten Bereichen Anwendung. Heute wird Airbrush vor allem im Modellbau, Fahrzeugdesign, in der grafischen Kunst, aber auch in der Kosmetikindustrie angewendet. Dabei lassen sich alle möglichen Farben mit einer Spritzpistole, die nur etwas größer als ein Stift ist, filigran und ohne Berührung auf jede Fläche auftragen. Die Technik ermöglicht zudem feinste Farbverläufe und fotorealistische Motive.

Auch im Nageldesign lassen sich Nägel dank Airbrushing ganz individuell gestalten: Von einfachen Farbverläufen bis hin zu einer Strandkulisse mit Sonnenuntergang ist alles möglich. Die Fläche des Nagels wird hier zur Leinwand! Wie Die Farben werden mithilfe eines Luftstrahls aus einer Pistole aufgesprüht. Durch die Regulierung des Strahls kann die Intensität der Farbe variiert und so atemberaubende Effekte und Farbverläufe (z. B. Ombre) erzielt werden. Dafür wird jedoch eine professionelle Airbrush-Ausrüstung benötigt.

Airbrush-Nägel selber machen

Wer sich den Gang ins Kosmetikstudio sparen möchte, kann sich die Airbrush-Technik auch selbst aneignen. Dies braucht allerdings zu Beginn etwas Geduld und Übung. Hier ist es möglicherweise empfehlenswert, im Vorfeld einen Airbrush-Kurs zu belegen. Oft werden diese sogar in verschiedenen Nagelstudios angeboten. Dort können Sie auch gleich herausfinden, welche Technik Ihnen am ehesten liegt und welche Materialien Sie für ein kleines Studio zu Hause benötigen, denn die Auswahl ist auch hier unheimlich groß.

Welche Materialien werden benötigt?

Zugegeben, sich ein eigenes kleines Airbrush-Studio einzurichten, ist aufwendig und nicht ganz günstig. Zum einen benötigt wird ein Druckluft-Kompressor (ab ca. 100 Euro) sowie verschiedene Airbrush-Pistolen (pro Stück etwa 90 Euro) mit speziellen Zerstäubern bzw. Spritzdrüsen (Breite etwa 0,2 bis 0,3 mm). Außerdem werden für das Auftragen auf den Nagel spezielle Farben und mitunter auch Schablonen verwendet.

Die Farben sollten auf Acrylbasis sein, da sie geruchslos sind und sich mit Wasser ganz leicht verdünnen lassen – so lässt sich die Farbintensität nach Belieben ändern. Und auch hier ist die Auswahl beinahe grenzenlos: Von transparenten, deckenden, leuchtenden oder glitzernden Farben bis hin zu Neon oder Metallic. Wichtig ist allerdings die Farbe Weiß. Diese wird oft zum Anmischen oder Grundieren einiger Farben benötigt. Ein Fläschchen Farbe gibt's im Handel für etwa vier Euro. Außerdem empfiehlt es sich, einen Airbrush-Halter zum Ablegen der Pistole (für etwa 15 Euro) sowie leere Behälter zum Mischen bereitzustellen. Um die Pistole zu reinigen, sollte destilliertes Wasser verwendet werden.

Im Internet werden für Einsteiger auch ganze Sets inklusive Kompressor, Pistolen und Farbe angeboten. Darin dürfte dann alles enthalten sein, was zum Starten gebraucht wird.

Brüchig, verfärbt, trocken? Entdecken Sie auch diese 12 Tipps für schöne und gepflegte Nägel.

Airbrush-Fingernägel designen: So gehen Sie vor

Wenn Sie sich schlussendlich für geeignete Arbeitsgeräte entschieden haben und in der Farbpalette fündig geworden sind, kann es losgehen. Für ein perfektes Airbrush-Ergebnis empfehlen wir Ihnen vorab auch unsere Tipps für die klassische Maniküre. Wer unliebsame Flecken vermeiden möchte, sollte zudem den Arbeitsbereich vorher mit Küchenrolle auslegen.

  1. Zunächst benötigen die Nägel, wie bei jeder anderen Behandlung, eine gewisse Vorbereitung. Arbeiten Sie mit Ihrem Naturnagel, sollten Sie diesen entfetten, die Nagelhaut entfernen und die Nägel anschließend kürzen bzw. in die entsprechende Form feilen. Natürlich kann Airbrush aber auch auf Gelnägeln oder Shellac aufgetragen werden. Rauen Sie die Nägel in jedem Fall aber mit einem Buffer vorher an, damit die Farbe gut hält.
  2. Für das weitere Arbeiten empfiehlt sich eine weiße (oder auch farbige) Grundierung, damit die Farben und Motive bestmöglich zur Geltung kommen. Dann werden Schablonen auf jeden einzelnen Nagel aufgeklebt. Diese sind oft sogar wiederverwendbar.
  3. Jetzt kann es auch schon ans Sprühen gehen: Füllen Sie von der gekauften Farbe wenige Tropfen in den Fließbehälter der Pistole. Achten Sie darauf nicht allzu viel Farbe in die Pistole zu geben (etwa 4 bis 5 Tropfen für 8 bis 10 Nägel), damit Sie anschließend mit möglichst viel Luft, also trocken, sprühen. Der Vorteil ist hierbei, dass die Farbe dann nicht so leicht verläuft und die Airbrush-Fingernägel im Anschluss auch viel schneller trocknen. Jetzt können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und mit den Farben herumexperimentieren, tolle Muster sprühen und schöne Farbverläufe kreieren.
  4. Wenn Sie dann mit Ihrem Werk zufrieden sind, die Farbe an der Luft getrocknet ist und die Schablonen entfernt wurden, müssen die Nägel nochmals versiegelt werden, denn Acrylfarbe ist wasserlöslich! Auch hier gibt es spezielle UV-Gele oder aber Sie verwenden einen ganz normalen Top-Coat-Nagellack, der sich in jeder Drogerie findet. Für den Feinschliff um das Nagelbett noch etwas Nagelöl einmassieren und Ihre Airbrush-Nägel sind perfekt in Szene gesetzt.

Entdecken Sie weitere Pflegetipps für die Fingernägel auf unserer Themenseite.

Seite

Kommentare