Aktualisiert: 07.03.2021 - 11:43

Sechs sanfte Methoden Damenbart: Dieser Trick entfernt den lästigen Flaum

Etwa 20 bis 30 Prozent aller Frauen haben einen Damenbart – also einen echten. Doch er lässt sich entfernen oder zumindest unsichtbar machen.

Foto: Getty Images/Westend61

Etwa 20 bis 30 Prozent aller Frauen haben einen Damenbart – also einen echten. Doch er lässt sich entfernen oder zumindest unsichtbar machen.

Viele Frauen leiden unter einem Damenbart. Das Problem lässt sich aber gut und sogar recht einfach lösen. Wir zeigen sieben Methoden, um den Flaum auf der Oberlippe oder am Kinn loszuwerden.

Nicht nur Männer kämpfen gegen Haare im Gesicht. Auch viele Frauen haben einen Damenbart – und dieser gilt allgemein als unweiblich, unästhetisch und ist somit für viele ein absolutes No-Go. Aber was kann man tun gegen die ungeliebten Haare über dem Mund oder am Kinn?

Methoden gegen einen Damenbart
Methoden gegen einen Damenbart

Der Damenbart: Entfernen oder nicht?

In der Medizin gehört der Damenbart auch zum Krankheitsbild des Hirsutismus. Hier ist meist jedoch mehr als nur ein leichter Flaum auf der Oberlippe vorhanden. Der Damenbart selbst muss nicht krankhaft sein, sondern kann auch einfach an insgesamt vermehrter Körperbehaarung liegen. Manchmal kommt die vermehrte Körperbehaarung auch mit anderen Störungen wie Zyklusstörungen oder auch einem Ausfall des Kopfhaares daher.

Der Grund für das übermäßige Haarwachstum auch im Gesicht ist oft eine Hormonstörung oder eine genetische Veranlagung. In seltenen Fällen kann auch ein Tumor der Auslöser sein. Um das abzuklären ist ein Besuch bei einem Facharzt daher immer sinnvoll. Meist ist der Auslöser des Flaums aber harmlos – und die Behaarung einfach nur nervig.

Wer etwas gegen den Damenbart tun möchte, hat verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Welche die beste ist, hängt von vielen Faktoren ab. Hierzu zählen beispielsweise, wie dick die Haare sind, welche Farbe sie haben und wie viel Schmerz man bei der Entfernung in Kauf nehmen möchte. Wer die Haare nicht ganz entfernen möchte, kann es auch mit Aufhellern ausprobieren. Eines sollten Sie aber tunlichst vermeiden:

Vorsicht: Darum sollten Sie die Haare nicht rasieren

Die einfachste und schnellste Methode gegen einen Damenbart ist natürlich der Griff zum Rasierer. Allerdings werden die Haare beim Rasieren nur oberflächlich abgeschnitten und wachsen bald wieder nach. Außerdem kann nach dem Rasieren eines Damenbarts auch schnell einen bläulichen Schimmer auf der Haut zurückbleiben, der durch die abrasierten dunklen Haare entsteht. Zudem sehen glatt abgeschittene Haare meist kräftiger aus als solche mit natürlicher Haarspitze.

Sechs natürliche Methoden gegen einen Damenbart

Zum Glück gibt es ein paar Hausmittel, die bei leichtem Flaum rund um den Mund helfen können. Als Extratipp haben wir Ihnen dann noch die chemische Variante angehängt. Aber versuchen Sie es doch erst einmal mit den folgenden sechs Tipps.

1. Tipp: Zuckerpaste

Dies ist ein bewährtes Hausmittel zur Haar-Entfernung.

  1. Kochen Sie vier Esslöffel Zitronensaft, vier Esslöffel Wasser und eine viertel Tasse Zucker auf. Lassen Sie die Mischung unter Rühren zehn Minuten kochen, um eine zäh-klebrige Masse zu erhalten.
  2. Kneten Sie die Masse durch, sobald sie abgekühlt ist. Die Paste hat zunächst die Farbe von Honig und wird während des Knetens hellgelb.
  3. Spannen Sie die Haut mit Daumen und Mittelfinger, während Sie mit der anderen Hand die Zuckermasse oder das Wachs gegen die Wuchsrichtung anreiben und kurz antrocknen lassen. Dann schnell in der Wuchsrichtung abziehen.

Ähnlich funktioniert das Ganze übrigens auch mit Wachs, das Sie kaufen können. In der Drogerie gibt es Kaltwachsstreifen, die aber oft Rückstände hinterlassen. Sauberer ist das Arbeiten mit Warmwachs, das Sie entweder im Kosmetikstudio durchführen lassen können oder selbst zuhause anwenden.

Wichtig hier: Nachdem Sie das Wachs oder die Zuckerpaste vorsichtig erwärmt haben (Vorsicht: Es darf kein Wasser hineingelangen), müssen Sie die Masse erst so weit abkühlen lassen, dass Sie sich keine Verbrennungen zufügen, das Wachs oder die Paste aber noch weich genug ist, um die Haare zu umschließen.

Vorteil: Das Verfahren ist schonend, weil die Härchen sanft aus der Haut gezogen werden. Durch die Wärme werden die Poren erweitert und die Anwendung ist weniger schmerzhaft als etwa mit Pinzette oder Fadentechnik Außerdem sind im Falle der Zuckerpaste alle Zutaten 100 Prozent natürlich.

In der Regel brauchen die Härchen etwa vier Wochen, um nachzuwachsen. Wer unter einem schnelleren Haarwuchs leidet, muss allerdings früher wieder ran. Der Nachteil: Sie müssen immer etwas warten, bis Sie die Prozedur wiederholen können, denn die Haare müssen eine gewisse Mindestlänge erreicht haben, damit sie von der Masse richtig umschlossen werden.

2. Tipp: Fadentechnik

Mit dieser Technik schneiden Sie die Haare nicht ab, sondern zupfen sie mit der Wurzel heraus. Ein Faden wird mit den Fingern schnell gedreht und über die Haut geführt. Dabei werden die Haare aus der Haut "gezwirbelt“. Die Methode ist zwar schmerzhaft aber das Ergebnis ist sehr gut. Die Hautoberfläche ist nach der Anwendung glatt und das Nachwachsen der Haare dauert länger als etwa beim Rasieren. Nachteil: Die Fadentechnik selbst anzuwenden ist gar nicht so einfach – zumindest wenn man noch ungeübt ist. Mittlerweile bieten aber viele Kosmetikstudios und auch manche Friseurstudios die Fadenepilation an.

3. Tipp: Kartoffelsaft

Klingt komisch, aber hellen Sie die Härchen doch einfach mit einer Kartoffel auf. Kartoffeln enthalten ein Enzym namens Katecholase. Dieses wirkt wie ein Bleichmittel und kann dunkle Haut, Haare und Lippen aufhellen. Die Anwendung ist einfach: Sie schneiden eine Kartoffel auf und reiben mit der Schnittseite über die Haare. Bei regelmäßiger Anwendung lässt sich ein leichter Flaum so etwas aufhellen. Bei langen, dickeren Haaren ist diese Methode leider nicht so erfolgversprechend.

4. Tipp: Pinzette

Ein schwach ausgeprägter Damenbart lässt sich mit der Pinzette gut in den Griff bekommen. Meist reicht es nämlich schon, sich einfach nur von den stärkeren Härchen zu trennen und den dünnen, fast unsichtbaren Rest stehen zu lassen. Vorteil: Die Methode ist preisgünstig und unkompliziert. Nachteil: Die Härchen können bei der nicht schmerzfreien Prozedur leicht abbrechen. Achten Sie hier auf eine gut schließende Pinzette, die nicht zu scharf ist. Sonst könnten Sie die Haare damit auch "abschneiden".

5. Tipp: Zitronensaft

Zitronensaft gehört zu den Hausmitteln, die die Haare aufhellen. In Zitronensaft steckt jede Menge Zitronensäure – und die ist ein natürliches Bleichmittel. Sie können den am besten frisch gepressten Zitronensaft entweder mit ein wenig Wasser verdünnen und auf die behaarten Stellen auftragen oder Sie mischen ihn mit etwas Honig. Das hält zum einen besser und schützt die behandelte Haut auch vor dem Austrocknen, denn die Zitronensäure entzieht der Haut viel Feuchtigkeit.

Wichtig hierbei ist daher, dass Sie nach jeder Anwendung das Gesicht mit einer guten Feuchtigkeitspflege eincremen. Je regelmäßiger Sie die Anwendung durchführen, desto heller werden die Haare übrigens.

6. Tipp: Eiweiß

Auch in Eiweiß stecken Stoffe, die die Haare bleichen. Trennen Sie das Eiweiß von einem Ei ab, fügen Sie einen halben Esslöffel Maismehl und und einen Esslöffel Zucker hinzu und verrühren Sie alles gut. Tragen Sie die Masse auf die Haut und die Haare auf. Lassen Sie das ganze 30 Minuten einwirken, anschließend können Sie es abwaschen.

Zusatztipp: Wasserstoffperoxid

Zugegeben, nicht ganz das natürlichste Hausmittel, aber in Sachen Aufhellung die erfolgreichste Lösung. Hier sollten Sie jedoch größte Vorsicht walten lassen, denn bei Wasserstoffperoxid handelt es sich um eine Chemikalie. Entfernen können Sie den Damenbart so nicht, aber aufhellen. Bei kürzeren Härchen fallen diese dann zumindest nicht mehr so auf.

Wasserstoffperoxid-Lösung bekommen Sie beispielsweise in der Apotheke oder im Friseurfachhandel. Blondiercremes aus der Drogerie eignen sich auch. Bei allem wichtig: Nicht zu starke Mischungen verwenden! Die Wasserstoffperoxid-Lösung sollte eine Konzentration von drei Prozent nicht übersteigen! Testen Sie das Ganze im Vorfeld an einer kleinen Hautstelle, etwa am Unterarm, und warten Sie danach 24 Stunden lang, um allergische Reaktionen auszuschließen.

Anwendung: Die Haut muss hierfür gut gereinigt und getrocknet werden. Dann tragen Sie die Lösung oder die Mischung auf die entsprechende Stelle auf. Vorsicht: Sobald die Haut brennt, waschen Sie alles mit lauwarmem Wasser so schnell wie möglich gründlich ab und belassen Sie es dabei! Ansonsten können Sie das Bleichmittel etwa 20 bis 30 Minuten einwirken lassen und dann mit kaltem bis lauwarmem Wasser abspülen.

Aber Vorsicht: Wasserstoffperoxid reizt nicht nur die Haut. Wenn Sie einen Damenbart damit behandeln wollen, kommt die Mischung an eine empfindliche Stelle, die darüber hinaus direkt unterhalb der Nase liegt. Empfindliche Personen können durch die Dämpfe Kopfschmerzen bekommen. Achten Sie darauf, dass nichts von der Lösung in die Nase oder in den Mund gerät. Tipp: Lippen vorher mit Fettcreme schützen.

Am Ende gilt: nicht von angeblichen Mängeln das Leben schwer machen lassen

Womit auch immer Sie arbeiten, Sie können es auch mit einer Mischung aus Bleichen und Zupfen versuchen. So können Sie etwa die Übergangszeit gut überstehen, die es braucht, bis die Härchen zum Entfernen mit Zuckerpaste oder Pinzette wieder lang genug sind.

Und wenn es doch alles nichts bringt? Dann haben wir für Sie zumindest noch die Ode an das Körperhaar. Denn wir dürfen nicht vergessen: Es kommt am Ende doch nicht darauf an, was andere denken. Wir selbst haben in erster Linie mit uns zu tun – und wenn wir uns selbst akzeptieren, wie wir sind, lässt sich das Leben auch gleich viel unbeschwerter bestreiten. Und dann können uns nagende Selbstzweifel und Bauchschmerzen aufgrund angeblicher optischer Makel gar nichts mehr. Denn Makel sind weder der Damenbart noch andere Stellen an uns, die den von den Medien vorgelebten Schönheitsidealen nicht entsprechen.

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