Aktualisiert: 27.11.2019 - 11:00

Tipps vom Dermatologen Schützen Sie sich mit der richtigen Hautpflege im Winter!

Die richtige Hautpflege im Winter

Die richtige Hautpflege im Winter

Die Hautpflege muss in der kalten Jahreszeit angepasst werden: Wind, Frost, Regen und Schnee machen unserer sensiblen Haut nämlich zu schaffen.

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Die Hautpflege muss in der kalten Jahreszeit angepasst werden: Wind, Frost, Regen und Schnee machen unserer sensiblen Haut nämlich zu schaffen. Lesen Sie, worauf Sie bei der Hautpflege im Winter achten sollten.

Die richtige Hautpflege im Winter, aber auch schon im Herbst, ist oft ziemlich unterschätzt. Denn gerade dann hat die Haut mit den verschiedensten Wetterverhältnissen zu kämpfen. Dermatologe Dr. Thomas Eberlein erklärt: "Das Wechselspiel von eisigen Temperaturen und trockener Heizungsluft lässt vor allem unsere empfindliche Gesichtshaut schnell austrocknen und macht sie spröde und rau."

Doch wie wird die Haut im Winter richtig gepflegt? Was braucht sie, um einen strahlend frischen und vor allem gesunden Teint auch in der kalten Jahreszeit zu behalten?

Unser ausführlicher Ratgeber informiert Sie über die richtige Hautpflege in der kalten Jahreszeit. Erfahren Sie wertvolle Tipps für ein gesundes Hautbild von Haut-Experte Dr. Thomas Eberlein.

Die richtige Hautpflege im Winter – Expertentipps

Die Pflegeroutine anpassen

Dr. Eberlein: "Um eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr der Gesichtshaut zu gewährleisten, sollten Cremes und Lotionen mit reichhaltigen Inhaltsstoffen verwendet werden, da diese der natürlichen Lipidschicht der Haut ähneln. Dazu gehören pflanzliche Öle wie z.B. Oliven-, oder Arganöl, aber auch Sheabutter und Linolsäure."

Da der Wasseranteil in Feuchtigkeitscremes auf der Haut gefrieren kann, ist bei Kälte fetthaltige Pflege angeraten. Deshalb wird empfohlen ein Creme mit mindestens 50 Prozent Fettanteil oder Lipidanteilen zu benutzen.

Und auch wenn heiße Duschen und Bäder jetzt angenehm sind: Leider entziehen sie der Haut Feuchtigkeit. Wählen Sie darum die Wassertemperatur so niedrig wie möglich und baden Sie höchstens einmal in der Woche. Höchstens einmal am Tag sollten Sie unters Wasser springen. Statt Seife verwenden Sie milde, rückfettende Duschöle. Aber Vorsicht: Öle hinterlassen einen Film in der Wanne, rutschen Sie nicht aus.

Auch Ihre Hände benötigen besondere Pflege. Durch die zunehmende Kälte entstehen kleine Risse an Ihren Händen. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Hände und Nägel mit Beauty-Ölen aus der Natur zu pflegen.

Lippenpflege nicht vergessen

Der Wechsel von warmen und kalten Temperaturen setzt der besonders empfindlichen Lippenhaut ganz schön zu und die Mundwinkel reißen schneller ein als gewohnt. Wichtig ist, die Lippen mit Feuchtigkeit zu versorgen, zum Beispiel mit Produkten, die Shea-Butter, hochwertige Öle oder Bienenwachs enthalten.

Auch ein Peeling kann helfen Ihre Lippen zu pflegen, und das können Sie zuhause ganz einfach selber machen. Alles was Sie dazubrauchen ist Öl, Zucker und Honig. Geben Sie zu nächst 3 Teelöffel Öl in eine kleine Schüssel und vermischen Sie dieses mit 2 Teelöffeln Honig. Anschließend verrühren Sie die Mischung mit 2 Teelöffeln Zucker. Die fertige Paste vereiben Sie sorgfältig auf Ihren und Lippen und spülen Sie anschließend ab.

Hautpflege ohne Alkohol verwenden

Viele Pflegeprodukte enthalten Alkohol oder andere chemische Inhaltsstoffe aufgrund der antibakteriellen Wirkung Unser Experte betont aber: "Es ist empfehlenswert, eine Gesichtsreinigung ohne Alkohol zu verwenden, denn dieser kann unsere Haut reizen und trocknet sie zusätzlich aus – gerade in der kalten Jahreszeit, in der die Gesichtshaut schon mit den verschiedenen Witterungsbedingungen und der austrocknenden Heizungsluft zu kämpfen hat, stellt dies eine zusätzliche Belastung für unsere Haut dar.

Die Prontomed-Hautpflegeprodukte kommen alle ohne Alkohol oder andere austrocknende Inhaltsstoffe aus. Dennoch wirken sie pflegend, wie beispielsweise das antibakterielle Gesichtswasser im Sortiment, dass die Gesichtshaut porentief und dennoch sanft reinigt. Oder das Sprühgel, das Hautunreinheiten und Akne auf Basis der natürlichen Ausgangsstoffe Wasser und Salz den Kampf ansagt. Die Produkte sind alle parfümfrei und dermatologisch getestet."

Außerdem gibt es Naturalternativen: Kokosöl und Kokosfett sind in Sachen intensive Hautpflege ein echter Allrounder. Wir zeigen Ihnen praktische DIY's für eine gepflegte Haut, strahlenden Teint und glänzende Haare. Und das Beste daran ist: Sie brauchen nur eine einzige Zutat!

Wie vielseitig das Öl ist, erfahren Sie mit unseren 10 Tipps für Kokosnussöl:

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Leider gibt es noch mehr Stoffe, die Sie nicht unbedingt an Ihre Haut lassen sollten. Zum Glück lassen sich giftige Inhaltsstoffe in Cremes und Lotionen entlarven.

Die richtige Luft

Drinnen sollte stets für eine optimale Luftfeuchtigkeit gesorgt werden. "Dafür kann beispielsweise durch regelmäßiges Lüften oder durch eine ausreichende Luftbefeuchtung gesorgt werden. Da hilft es auch schon, ein nasses Handtuch auf den Heizkörper zu legen. Lüften Sie außerdem die Wohnung regelmäßig", erklärt Dr. Eberlein.

Für ein angenehmes Raumklima sorgen zusätzlich auch die richtigen Zimmerpflanzen, z. B. Grünlilie oder Zimmerlinde. Diese benötigen zwar viel Wasser, geben aber auch wieder viel an die Luft ab. Somit befeuchten und reinigen die Pflanzen die Luft in den Räumen – und gut sehen sie auch noch aus.

Sich auch im Winter vor der Sonne schützen

Das A und O ist es, der Haut frische Luft zu gönnen. Werden Sie also nicht zum Stubenhocker! Aber: Bei Kälte wird die Sonne unterschätzt. "Winterhaut ist deutlich empfindlicher als die gebräunte Sommerhaut", erklärt der Dermatologe, "der Grund dafür ist, dass die schwache Wintersonne zu einer Verminderung der Melaninkonzentration in unserer Haut, also zu einer schwächeren Pigmentierung, führt. Diese Pigmentierung, die wir als Bräune wahrnehmen, schützt im Sommer die Zellen vor schädlicher UV-Strahlung. Ist sie geringer, so ist gleichzeitig natürlich die Haut weniger geschützt." Achten Sie also auf bei der Wahl Ihrer Tagescreme bei der Hautpflege im Winter auf einen hohen Lichtschutzfaktor.

"Gerade im Winterurlaub in den Bergen ist trotz schwächerer Sonne die Strahlenbelastung sehr hoch", führt Dr. Eberlein weiter aus, "denn mit den Höhenmetern steigt auch die UV-Intensität der Sonne. Gleichzeitig reflektieren Schnee und Eis die UV- Strahlen, was zu einer Verstärkung der Strahlung von 80 bis 90 Prozent führen kann." Vergessen Sie deshalb nicht während des Ski-Urlaubs regelmäßig Sonnencreme aufzutragen.

Die richtige Kleidung

Die Körperhaut wird aber auch durch mechanische Einflüsse schnell gereizt. Vermeiden Sie wollige und kratzende Kleidung direkt auf der Haut. Tragen Sie lieber glatte Stoffe und mehrere Lagen im Zwiebellook. Wählen Sie Funktionsunterwäsche. Sie ist extra warm, da darf das Darüber auch mal etwas leichter ausfallen. Und sie hat den Vorteil, dass Schweiß nach außen geleitet wird, statt auf der Haut zu bleiben und sie zu reizen.

Ausreichend trinken

Der menschliche Körper besteht hauptsächlich aus Wasser, ein Flüssigkeits-Defizit wird auch äußerlich sichtbar, denn wird zu wenig getrunken, trocknet der Körper aus. Das gilt übrigens nicht nur für die Hautpflege im Winter und die Hautpflege im Herbst, sondern das ganze Jahr über.

Machen Sie den Kneif-Test: Zupfen Sie mit Daumen und Zeigefinger am Handgelenk eine kleine Hautfalte hoch. Bleibt sie kurz sichtbar stehen, fehlt Feuchtigkeit. Mindestens anderthalb Liter am Tag trinken. Wählen Sie Kräuter- und Früchtetees und natürlich Wasser.

Die richtige Ernährung

Eine gesunde Ernährung spiegelt sich immer im Hautbild wieder – "Es ist immer ratsam, auf Nikotin und Alkohol zu verzichten, denn der Konsum kann zu einem fahlen Teint und Hautunreinheiten führen", betont der Experte. Doch gerade im Winter, insbesondere in der Weihnachtszeit, lauern weitere (leckere) Fallen. Auf eine vitaminreiche Ernährung zu achten, ist vor allem im Winter wichtig um die körpereigene Abwehr zu schützen.

"Der erhöhte Konsum von Zucker kann unter Umständen zu einer erhöhten Ausschüttung talgdrüsenstimulierender Stoffe, die Pickel und Pusteln erzeugen, führen", erklärt Dr. Eberlein. Er rät: "Greifen Sie deshalb lieber auf Obst oder Nüsse zurück – ein mit einer Prise Zimt garnierter Bratapfel ist beispielsweise ein wunderbarer und wärmender Wintergenuss für die Seele."

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Erfahren Sie außerdem, wie wir unsere Haut am besten schützen , was wir zu ihrem Schutz und ihrer Gesundheit tun können.

Die kalten Temperaturen im Winter setzen auch den Haaren zu. Doch es gibt Tipps und Tricks, wie die Mähne auch in dieser Zeit kraftvoll glänzt. Lesen Sie, wie Haarpflege im Winter aussehen sollte.

Diese Tipps waren Ihnen noch nicht genug? Lesen Sie weitere Beauty-Tipps für kalte Tage oder stöbern Sie in unserer umfangreichen Ratgeber-Sammlung mit hilfreichen Tipps zur richtigen Hautpflege..

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