Aktualisiert: 05.11.2020 - 15:52

Aus Blüten, Kräutern, Aromen... Wunderbar duftende Badezusätze zum Selbstmachen

Von

Redaktion

Einfach abtauchen – und zwar in die eigene Wanne. Am besten mit selbstgemachten Badezusätzen, die uns so gut tun! Wir haben tolle Ideen für Sie.

Foto: iStock.com/PeopleImages

Einfach abtauchen – und zwar in die eigene Wanne. Am besten mit selbstgemachten Badezusätzen, die uns so gut tun! Wir haben tolle Ideen für Sie.

Sie riechen nicht nur gut, sondern lösen Spannungen, heben die Stimmung – und sind ganz schnell selbstgemacht: Wie Sie Badezusätze aus Blüten, Aromen, Kräutern, Salz herstellen.

Kerzenlicht, angenehme Musik, vor allem aber duftende Badezusätze verwandeln das eigene Badezimmer in einen Wellness-Tempel. Im wohligen Nass lösen sich Verspannungen, Stressgefühle fallen ab. Ganz nebenbei pflegen Schaum, Salz & Co. die Haut und sind wahre Wundermittel für einen strahlend schönen Teint. Wie Sie Badezusätze selbst machen, lesen Sie hier.

Badezusätze selbst machen: In einem Meer von Blüten baden

Jasmin, Gardenie, Iris, Hibiskus, Geranie, Magnolie, Rose, Malve, Bougainvillea – und jetzt einfach hineintauchen! Ein Bad in duftenden Blüten symbolisiert in Asien nach religiöser Überlieferung die Reinigung von irdischen Makeln. In vielen Spas bildet es den sinnlichen Ausklang einer Wellness-Behandlung, die Verlängerung von Entspannung und Genuss.

Ähnlich wie Aromaöle beeinflussen Blüten ganz individuell die Stimmung. Darüber hinaus laden die Naturschönheiten durch ihre Optik und die Berührung mit der Haut in grenzenlose Traumwelten ein. Bei der Gestaltung eines hauseigenen Blütenteppichs sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Dazu lässt man sich einfach vom Duft leiten. Blüten können alle Arten von Bädern verschönern. Ob sie nun auf klarem Wasser schwimmen, in Milch oder in Öl: In jedem Fall verkörpern sie die Quintessenz tropischen Badegenusses.

So wird's gemacht: Für ein filmreifes Rosenblüten-Bad löst man 5 Tropfen Rosenöl in einem Becher Sahne auf oder gibt zwei Tassen Rosenwasser ins warme Badewasser. Dann mehrere Hände voll Rosenblätter hineinstreuen.

Tipp: Ideal sind Blüten aus dem eigenen Garten oder von Bio-Gärtnereien. Es können auch getrocknete sein.

Meersalz strafft die Haut

Wer regelmäßig im Meer schwimmt oder zur Thalasso-Kur geht, kann bestätigen: Die Haut wird deutlich straffer und rosiger, selbst lästige Orangenhaut glättet sich. Der Grund: Salzwasser lässt die Haut nicht so stark aufquellen wie normales Wasser. Dennoch löst es Verhornungen und Unreinheiten und zieht außerdem überflüssiges Gewebewasser aus den tieferen Hautschichten nach oben.

Gleichzeitig werden Mineralstoffe und Spurenelemente eingeschleust. Denn das salzige Nass ist in Zusammensetzung und Gehalt an Nähr- und Mineralstoffen dem menschlichen Blutplasma ähnlich. Darum können diese Substanzen auch über die Haut ausgetauscht werden. Als besonders reich an glättenden und heilenden Mineralstoffen gilt Totes-Meer-Salz. Es hilft bei Hautproblemen wie Schuppenflechte und reguliert die Talgdrüsenproduktion – durch seinen hohen Anteil an Magnesium und Brom strafft es das Gewebe, hilft sogar bei Muskelkater. Auf eine Wanne rechnet man 1/2 bis 1 Kilo Salz.

So wird's gemacht: Erfrischend und hautaktivierend wirkt ein Bad auf der Basis von naturreinem Meersalz. Verrühren Sie zunächst in einer kleinen Tasse 30 Tropfen ätherisches Öl mit 20 ml reinem Alkohol aus der Apotheke, bis sich das Öl löst. Dann vermischen Sie das Ganze in einem größeren Gefäß unter kräftigem Rühren mit 500 g Salz und lassen die Mischung etwas "atmen". So verflüchtigt sich der Alkohol, die ätherischen Substanzen bleiben jedoch erhalten.

Tipp: Weil Salz dem Körper Wasser entzieht, nach dem Bad mindestens ein großes Glas Mineralwasser trinken. Und: Auch wenn sich die Haut jetzt schön straff anfühlt, muss sie dennoch eingecremt werden.

Kräuter

Gesundheitsfördernde Wirkung von Kräutern:

  • Baldrian: beruhigt allgemein.
  • Ingwer und Cayennepfeffer: regen die Schweißbildung an. Helfen dem Körper zu entgiften, Fieber und Infektionen zu überwinden.
  • Holunderblüten: helfen dem Organismus bei Fieber und infektiösen Erkrankungen.
  • Kamille: klärt, reinigt, beruhigt und lässt Entzündungen der Haut abklingen.
  • Salbei: lindert Hautausschläge.
  • Thymian: Thymian regt Durchblutung und Kreislauf an und lindert bei Muskel- oder Ischiasschmerzen.
  • Rosmarin: bringt den Kreislauf auf Touren und lindert rheumatische Beschwerden.
  • Eukalyptus- und Thymianblätter: helfen bei Erkrankungen der Atemwege. Lösen Schleim und erleichtern das Abhusten.

So wird's gemacht: Die Kraft der Kräuter können Sie auf verschiedene Weise nutzen: Entweder Sie brühen aus ca. 100 g (für 1 Vollbad) getrockneten Kräutern einen kräftigen Sud, den Sie ungefähr eine halbe Stunde sieden lassen. Dann den Extrakt abgießen und ins Bad geben. Oder Sie hängen einfach einen Teefilterbeutel mit der entsprechenden Kräutermenge (ca. 100 g) ins Badewasser.

Ein Bad aus Milch und Honig

Von Kleopatra weiß man, dass sie in Eselsmilch mit Honig und Salz badete. Auch javanesische Prinzessinnen schätzen seit Jahrtausenden die weichmachenden Milchproteine als Elixier ewiger Jugend. Heutzutage bietet jedes Wellness-Hotel seine ganz spezifische Version des Kleopatrabades an – mal als Körperpackung, mal als Bad.

Allerdings ersetzt man die Milch meist durch Molke. Sie hat die gleiche Wirkung und begeistert auch moderne Hautforscher. Die fanden in der Milch so genannte Wachstumsfaktoren, die Hautzellen dazu anregen, sich öfter zu teilen. Das hält die Haut jung und rosig. Darüber hinaus stabilisiert Milchfett den Säureschutzmantel der Haut und glättet Trockenheitsfältchen. Milchsäure bindet Feuchtigkeit und wirkt wie ein Peeling. Die in ihr enthaltenen Mineralstoffe und Vitamine regen den Stoffwechsel an.

Milch enthält eine natürliche Mischung aus Fett, Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen, die für die Haut sehr verträglich ist und zusätzlich pflegend wirkt. Nicht umsonst tauchen Milchbestandteile immer öfter in Kosmetika auf.

So wird's gemacht: Das Milchbad können Sie leicht selbst machen: 1 Liter Milch erwärmen, 1 Tasse Honig (enzymreicher Hautschmeichler) darin auflösen und dem Badewasser zugeben. Für die Rückfettung noch einen Teelöffel Weizenkeimöl zufügen. Wer sehr trockene Haut hat, kann auch Sahne verwenden, bei fetter Haut (und im Sommer) empfiehlt sich eher ein Bad mit Buttermilch.

Tipp: Bäder mit echter Milch pflegen zwar die Haut superweich, können aber unangenehme Gerüche verbreiten. Empfindliche Nasen geben noch 10 Tropfen ihres Lieblings-Aromaöles mit in die Wanne.

Speziell trockene und sehr trockene Haut freut sich über ein Ölbad. Im Gegensatz zu Schaumbädern dienen Ölbäder nicht der Reinigung, sondern sind reine Pflegerituale. Darum: Vorher duschen und Seifen- oder Gel-Reste sorgfältig abspülen. Dann die Wanne mit warmem Wasser füllen. Basisöle aus Soja, Weizenkeimen, Mandeln, Avocado und Jojoba regenerieren intensiv. Zusätze von Vitamin C und E fungieren als Radikalenfänger. Essentielle Fettsäuren, auch Vitamin F genannt, wirken besonders feuchtigkeitsbindend und rückfettend, so dass man sich schon das Eincremen nach dem Bad gespart hat.

Ein Öl-Bad für die reife Haut braucht 4 Tropfen Sandelholzöl, 4 Tropfen Jasminöl und 2 Esslöffel Weizenkeimöl. Alles wird verrührt und ins warme Badewasser gegeben. Alternativ: Den Körper oder besonders trockene Stellen mit Weizenkeimöl einölen und dann ca. 15 Minuten bei 36 Grad in der Wanne relaxen.

Tipp: Nach dem Ölbad auf keinen Fall die Haut trocken rubbeln. Besser: ganz vorsichtig abtupfen.


Stimmungsaufheller Aromaöl-Bad

Ist die Laune auf dem Nullpunkt, kann ein warmes Aroma-Bad wahre Wunder wirken. Denn nichts beeinflusst unsere Stimmung schneller als ein Duft. Aroma-Öle werden – meist durch Dampfdestillation – aus Blüten, Blättern oder Wurzeln gewonnen. Mit normalen Pflege- oder Speiseölen haben sie nichts gemeinsam: Sie sind nämlich nicht fettig, sondern flüchtig – und heißen darum ätherische Öle.

Als Badezusatz üben sie eine enorme Wirkung auf Gemüt und Wohlbefinden aus. Während das Wasser die Poren öffnet, wird ein Teil des Öles mit der Haut aufgenommen, der Rest verdunstet in Wärme und Dampf und wird inhaliert.

Und so wirken die verschiedenen Extrakte:

  • Lavendel, Rose und Kamille wirken ausgleichend und entspannend
  • Neroli, Ylang-Ylang, Sandelholz und Geranie steigern die Sinnlichkeit
  • Ingwer und Limone haben belebenden Effekt
  • Zitrone, Mandarine und Pfefferminze erfrischen und fördern die Kreativität
  • Bergamotte sowie Grapefruit sind als Stimmungsaufheller bekannt
  • Kampfer und Rosmarin lösen Verspannungen und Muskelschmerzen
  • Granatapfel wirkt stimulierend, anregend und gefäßstärkend

So wird's gemacht: Grundlage ist ein gutes Trägeröl – empfehlenswert ist zum Beispiel Jojoba- oder Mandelöl. Sie bekommen die Öle in Reformhäusern oder Bioläden mit Kosmetikabteilung. Für ein Vollbad geben Sie zwei Esslöffel des Öls in eine Tasse. Je nachdem, was Sie mit Ihrem Bad erreichen möchten, mischen Sie dann zehn Tropfen eines ätherischen Öls dazu. Ätherische Öle mit guter Qualität erhalten Sie zum Beispiel in der Apotheke.

Achtung: Ätherische Öle nicht auf die pure Haut geben. So können sie eventuell Allergien auslösen. Damit sie sich gut im Wasser verteilen und ihre Wirkung voll entfalten können, vorher mit einer halben Tasse Pflegeöl, Sahne oder Körpermilch verrühren.

Für das berühmte Aphrodite-Bad verrühren Sie 3 Tropfen Neroli, 2 Tropfen Ylang-Ylang und 1 Tropfen Bergamotte mit einer halben Tasse Sahne und geben alles ins fertig eingelassene Badewasser.

Tipp: Ideale Mixtur für den Winter 15 Tropfen wärmendes Zedernöl plus 15 Tropfen harmonisierendes Orangenöl. Für ein Vollbad verwenden Sie etwa 1 Tasse Salzmischung.

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So macht das Badezimmer ganz viel Spa(ß): Vier weitere duftende Badezusätze gibt's hier. Elna-Margret Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt ist Moderatorin, Bloggerin – und eine echte Beauty-Expertin. BILD der FRAU hat sie tolle Rezepte, u.a. für selbstgemachte Badekugeln verraten.

Abschalten und entspannen: Tipps für Wellness zu Hause haben wir ebenfalls für Sie. Und auf unserer Themenseite finden Sie viele Tipps und Anregungen rund um die Hautpflege.

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