Aktualisiert: 23.07.2021 - 20:50

Note ungenügend Farbschutz-Shampoo im Ökotest: So viele Produkte sind durchgefallen

Von der Redaktion

Viele der von Ökotest geprüften Farbschutzshampoos verwenden Schadstoffe wie Silikone oder PEG-Verbindungen.

Foto: Getty Images/Mayara Klingner / EyeEm

Viele der von Ökotest geprüften Farbschutzshampoos verwenden Schadstoffe wie Silikone oder PEG-Verbindungen.

Das Verbrauchermagazin Ökotest untersuchte 20 Farbschutz-Shampoos auf schädliche Inhaltsstoffe. Nur wenige der getesteten Produkte schnitten mit der Note "sehr gut" ab.

Gefärbtes Haar bedarf einer besonderen Pflege. Durch Farbschutz-Shampoos versuchen viele die Farbbrillanz ihrer colorierten Mähne beizubehalten und das strapazierte Haar mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen. Doch welche Stoffe verbergen sich tatsächlich in den Produkten? Ökotest nahm 20 Farbschutz-Shampoos genauer unter die Lupe. Das Ergebnis: nur drei der getesteten Produkte bekamen die Note "sehr gut", von einigen Shampoos wurde sogar abgeraten.

Farbschutz-Shampoo im Ökotest: Die Ergebnisse

Ingesamt überprüfte das Verbrauchermagazin 20 Produkte innerhalb einer Preisspanne von 0,99 Euro bis 16 Euro pro 250 Milliliter. Untersucht wurden die Inhaltsstoffe der Shampoos, sowie deren Verpackung. Dabei schnitten vor allen Naturkosmetikprodukte gut ab.

Die drei Sieger im Ökotest mit der Note "sehr gut" sind:

  • Lavera Pflegeshampoo Farbglanz & Pflege, Laverana
  • Nature Box Color Shampoo, Schwarzkopf & Henkel
  • Terra Naturi Color & Glanz Shampoo, Müller Drogerie

14 der getesteten Produkte bewegten sich im Feld zwischen "gut" und "mangelhaft". Hier wurde wieder einmal bewiesen, dass ein hoher Preis nicht immer mit guter Qualität einhergeht. Das teuerste Produkt von der Marke "Rausch" wurde mit "mangelhaft" benotet. Fünf Farbschutzshampoos konnten als "gut" eingestuft werden, drei mit "befriedigend".

Von gleich vier Produkten rät Ökotest ab. Sie wurden mit der Note "ungenügend" bewertet:

  • Guhl Color Schutz & Pflege Shampoo
  • Hair Biology Full & Shining Shampoo, Procter & Gamble
  • Pantene Pro-V Vita Glow Color Protect, Procter & Gamble

So viele Schadstoffe verbergen sich in Farbschutzshampoos

Die Pflegeprodukte wurden auf PEG-Verbindungen, bedenkliche Duftstoffe und Silikone untersucht. Besonders PEG-Verbindungen wurden in zahlreichen Farbschutzshampoos gefunden. Die chemischen Verbindungen sind für die Reinigungswirkung eines Shampoos verantwortlich, doch gleichzeitig greifen sie die Kopfhaut stark an. PEG stehen zudem im Verdacht, allergische Kontaktreaktionen auszulösen, wenn man immer und immer wieder damit in Berührung kommt.

Zudem bemängelte Ökotest den Gebrauch von schädlichen Duftstoffen, wie künstliche Moschusdüfte. Auf der offiziellen Seite des Verbrauchermagazins heißt es dazu: "Diese synthetischen Duftstoffe verbreiten sich überall in der Umwelt, reichern sich im menschlichen Fettgewebe an und sind sogar in der Muttermilch zu finden."

Mehr als die Hälfte der Produkte verwendet außerdem Silikone, die einen Schutzfilm um die Haare bilden sollen. Jedoch gelangen diese Stoffe in die Umwelt, wo sie nur schwer wieder abgebaut werden können. Zudem stumpfen sie das Haar mit der Zeit ab, da durch die teilweise schwer abspülbare Ummantelung keine Pflege mehr ans Haar herankommt.

Ökotest stellt Wirkung der Produkte in Frage

Auch die Wirkung der Farbschutzshampoos wurde beim Test genauer untersucht. Hierzu forderte Ökotest Belege für die auf der Packung gemachten Versprechen an, die leider nicht von den Herstellern eingereicht wurden.

Die Inhaltsstoffe der Farbschutzshampoos unterscheiden sich bei genauerer Betrachtung kaum von herkömmlichen Produkten. "Bis zu zwölf Wochen Farbschutz" oder "14 Wochen gesunde Farbbrillanz" erweisen sich demnach als Verkaufsstrategie. Der stellvertretende Chefredakteur von Ökotest hält die Farbschutzshampoos für eine "Erfindung der Marketingabteilung" der Hersteller, heißt es auf der Seite von Ökotest.

Quellen: Ökotest.de, RTL.de

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