Aktualisiert: 10.07.2021 - 14:01

Beauty-Tipp zum Wochenende Primer und Make-up: Ist Sonnenschutz in Kosmetik sinnvoll?

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sk

Foto: Getty Images [M]

Wie wichtig der Schutz der Haut vor den Einflüssen von UV-Strahlung ist, weiß inzwischen wahrscheinlich jeder. Aber ist der Sonnenschutz in Kosmetik ausreichend?

Hautexperten weisen immer wieder darauf hin, dass Hautalterung und Sonnenstrahlung in direktem Zusammenhang stehen. Dass das Problem auch wirklich bei den Verbrauchern angekommen ist, beweisen zahlreiche Kosmetikprodukte, bei denen UV-Schutz schon integriert ist. Im Beauty-Tipp zum Wochenende beantwortet Dr. med. Jens Altmann, leitender Arzt der Bodenseeklinik und Generalsekretär der Internationalen Gesellschaft für Ästhetische Medizin (IGÄM e.V.), wie sinnvoll Sonnenschutz in Kosmetikprodukten ist.

"Mittlerweile weiß man, dass die Gefahren der Sonneneinstrahlung ganzjährig nicht unterschätzt werden sollten. Vorzeitige Hautalterung ist das eine – deutlich gefährlicher für unser Wohlbefinden wird es, wenn es um Hautkrebs geht", sagt Dr. Altmann. "Aus diesem Grund setzen immer mehr Kosmetikhersteller auf integrierten Lichtschutzfaktor in ihren Produkten, was meiner Einschätzung nach eine sinnvolle Ergänzung darstellt."

Sonnenschutz in Kosmetik: Hat die Sonnencreme ausgedient?

Früher gab es einfach eine Sonnenmilch und fertig. Heute ist ein Lichtschutzfaktor auch in Primern, Tagescremes und Make-up zu finden. Das wirft allerdings die Fragen auf, ob es Unterschiede gibt und welcher Sonnenschutz empfehlenswert ist? Dr. Altmann erklärt: "In der Regel enthalten die Kosmetikprodukte einen niedrigeren LSF, als klassische Sonnencremes. Zudem neigen Anwender dazu bei Kosmetikprodukten weniger Textur aufzutragen, weshalb der Schutz nochmal reduziert wird. Dennoch sind solche Produkte für den Alltag eine gute Basis. Ist man aber Sonneneinstrahlung direkt ausgesetzt, sollte zwingend ein klassischer Schutz verwendet werden. Denn: der in den Kosmetikprodukten enthaltende LSF schützt meist lediglich vor UVB-Strahlen, die für den Sonnenbrand verantwortlich sind, oft aber nicht vor UVA-Strahlen, die tief in die Haut eindringen."

Wer verschiedene Produkte miteinander kombiniert, muss laut Experte in der Regel nicht mit Wechselwirkungen rechnen. Besser geschützt ist man jedoch auch nicht. "Eine Vermischung von Produkten führt nicht zu einem besseren Schutz", sagt der Hautexperte. "Ist man der Sonne direkt ausgesetzt, empfiehlt sich die Verwendung einer klassischen Sonnencreme."

Ausschlaggebend bleibt die Höhe des Lichtschutzfaktors. "Genau wie bei klassischem Sonnenschutz gilt auch bei Multitasking-Produkten: je höher der angegebene Lichtschutzfaktor desto besser", sagt Dr. Altmann. "Um welche Art von Kosmetikprodukt es sich dann letzten Endes handelt, macht keinen Unterschied. Generell reicht die Verwendung aber nur für den normalen Alltag, bei dem man keiner großen Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist."

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Nicht nur die Haut muss vor der Strahlung der Sonne geschützt werden. UV-Strahlung kann auch Schäden an der Haarstruktur und Feuchtigkeitsverlust verursachen. Stumpfes, trockenes und glanzloses Haar sind die Folge. Haarexperte Sacha Schütte erklärt, warum Sonnenschutz für die Haare nicht minder wichtig wie eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor ist.

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