Aktualisiert: 02.07.2021 - 18:23

Lippenstift und Mascara Studie zeigt: Jedes zweite Kosmetik-Produkt enthält krebserregende Stoffe

Von der Redaktion

Mehr als die Hälfte der getesteten Produkte enthielten sogenannte PFAS, chemische Verbindungen, die als gesundheitsschädigend gelten.

Foto: Getty Images, Canva.com [M]

Mehr als die Hälfte der getesteten Produkte enthielten sogenannte PFAS, chemische Verbindungen, die als gesundheitsschädigend gelten.

Einer US-amerikanischen Studie zufolge finden sich in etwa der Hälfte der getesteten Kosmetik-Produkte kreberregende Stoffe, etwa PFAS.

Schminken ist für viele Frauen ein tägliches Ritual, das eigentlich Spaß machen sollte. Mit einem neuen Lippenstift oder einem trendigen Nagellack tun sie sich etwas Gutes und bringen Schwung in die alltägliche Beauty-Routine. Doch beim Kauf der Produkte sollten Sie in Zukunft genauer hinschauen. Wie eine Studie aus den USA nun bestätigte, finden sich in jedem zweiten Kosmetik-Produkt krebserregende Stoffe.

Ergebnis der US-Studie: PFAS finden sich in gut der Hälfte der Beauty-Produkte

Forschende an der University of Notre Dame überprüften im Rahmen der Beauty-Studie etwa 230 Produkte, die in den USA und Kanada verkauft werden. In 52 % alles Foundations und Augenprodukte fanden die Wissenschaftler große Mengen an Fluor-Verbindungen. Diese gelten als Indikator für sogenannte PFAS.

Nach weiteren Untersuchungen fanden die Forschenden zwischen vier und 13 verschiedene PFAS-Chemikalien. Besonders hohe Konzentrationen der krebserrgenden Stoffe wurden in Lippenstiften (62 %) und in wasserfesten Mascaras (82 %) nachgewiesen.

Das Forschungsteam war nicht nur wegen der hohen Menge der PFAS betroffen, sondern auch wegen fehlender Kennzeichnungen dieser Stoffe. Nur ein Kosmetikprodukt aus mehr als 230 nannte die Stoffe auf der Verpackung des Produktes.

Deshalb sind PFAS so schädlich

Das Kürzel PFAS steht für "per und polyfluorierte Alkylsubstanzen" und bezeichnet circa 4.700 verschiedene Stoffe. Besonders wegen ihrer wasser-, fett- und schutzabweisenden Eigenschaften werden die Stoffe häufig in Haushaltsprodukten verwendet.

Da PFAS chemisch und thermisch stabil sind, werden sie zudem häufig für Beauty-Produkte genutzt. Doch die chemischen Verbindungen wirken in hoher Konzentration umwelt- und gesundheitsschädigend.

Langkettige PFAS können von der Umwelt nicht abgebaut werden und sind auch im Körper nach vielen Jahren noch nachweisbar. Arlene Blum von der University of California erklärte laut natur.de: "PFAS finden sich heute in Innenräumen und in der Umwelt, in Wildtieren, menschlichem Gewebe und Blut – und das auf dem gesamten Globus."

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Quellen: Stylebook.de, Yahoostyle.de, Wissenschaft.de

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