Aktualisiert: 04.06.2021 - 19:02

Akzeptanz und Schönheit "Show Me!" – Ein Appell an die Modewelt

Von Nadja von Bossel

"Show Me!" ist ein Appell an die Modewelt! Denn Schönheit ist so vielfältig wie unsere Gesellschaft.

Foto: Dr. Yvonne Sophie Thöne

"Show Me!" ist ein Appell an die Modewelt! Denn Schönheit ist so vielfältig wie unsere Gesellschaft.

Die Fotografin Yvonne Sophie Thöne möchte mehr Models sehen, die nicht den Maßen 90-60-90 entsprechen. Deshalb veröffentlichte sie jetzt das Projekt "Show Me!", eine Fotoserie, in der sie zeigt, wie Diversität und Inklusion in der Modewelt umgesetzt werden kann.

Es ist eine spannende Zeit für die Welt der Mode. Schönheitsnormen,

die vor 10 Jahren noch als selbstverständlich galten, werden heute hinterfragt. Der weibliche Körper ist nun mal diverser als es uns die Modewelt in der Vergangenheit weismachen wollte. Darum ist es umso wichtiger, dass verschiedene Körper auch in den Modezeitschriften gezeigt werden. Die Fotografin Yvonne Sophie Thöne macht mit dem Projekt "Show Me!" vor, wie schön Vielfältigkeit in der Modewelt aussehen kann.

"Show Me!" – Ein Projekt für mehr Diversität in der Mode

Dr. Yvonne Sophie Thöne ist promovierte Theologin, arbeitet seit 2018 als Fotografin und setzte sich für mehr Repräsentation verschiedener Körperformen in der Modewelt ein. "Wir sind immer noch zu wenig divers, obwohl die Gesellschaft doch eigentlich viel diverser ist. Und das müssen wir ändern", sagt Thöne gegenüber der "hessenschau". Das jüngste Fotoprojekt der Kasseler Fotografin stellt konkrete Forderungen an die Welt der Schönheit: Zeig mich! Zeig uns! Zeig mir echte Vielfalt!

An dem Projekt "Show Me!" beteiligen sich sechs unterschiedliche Models – dunkelhäutig, mehrgewichtig, transgender oder mit Handicap. Darunter befinden sich bekannte Gesichter, wie die "GNTM"-Gewinnern 2018 Oluwatoniloba Dreher-Adenuga, das Plus-Size-Model Tanja Marfo oder Model und Schauspielerin Tamara Röske.

Deshalb ist Veränderung so wichtig

Unsere Sehgewohnheiten ändern sich nur schleichend. Noch immer sind wir an schlanke, blonde, weiße Frauen gewöhnt, die uns von Werbeplakaten anlächeln. Doch die Darstellungen sind fernab von jeglicher Realität und vermitteln ein überholtes Frauenbild, das mit Projekten wie "Show Me!" neu formuliert werden kann.

Model Oluwatoniloba Dreher-Adenuga sagt

dazu: "Ich finde es schön, dass es Projekte gibt, die sowas machen. Gleichzeitig finde ich es auch schade, dass es so nötig ist, weil Vielfältigkeit noch nicht richtig in den Köpfen der Menschen verankert ist."

Eine größere Sichtbarkeit führt zur Normalisierung von verschiedenen Körpertypen, findet Fotografin Yvonne Sophie Thöne. Model Nina Wortmann betont im Interview mit der "hessenschau": "Ich möchte als Mensch wahrgenommen werden, auch als Mensch mit Behinderung. Mich dürfen die Leute anschauen. Nur so schaffen wir die Barrieren aus dem Weg!"

"Show Me!" macht einen ersten Schritt in Richtung Sichtbarkeit und Normalität, der lange überfällig ist. Denn Diversität ist kein Trend, kein Hype, sondern Realität in unserer Gesellschaft, die nun endlich auch Einzug in die Modewelt finden sollte.

Credits: Konzept & Fotografie: Dr. Yvonne Sophie Thöne, Conceptual Consulting: Levi Gräff Styling: Suzan Ismailoglou, Styling Assistenz: Irina Wins, Haarstyling & Makeup: Anissa Al-Jay, Sabine Bierschenk, Hanna Göbel, Models: Noa Sofia Boehmer (Modelwerk), Oluwatoniloba Dreher-Adenuga (OneEinsFab), Lucy Hellenbrecht (OneEinsFab), Tanja Marfo (360°), Tamara Röske (Walcher), Nina Wortmann (Bühnenkind), Assistenz: Heiko Thöne-Schaub, TV-Begleitung: Isabell Kramer/HR-Fernsehen.

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