Aktualisiert: 08.04.2021 - 21:12

Der unendliche Kleiderschrank Mode leihen statt kaufen: Weil Nachhaltigkeit Spaß macht

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sk

Leihen ist das neue Kaufen: Der Gedanke daran, regelmäßig neue Teile geschickt zu bekommen, lässt Modeherzen höher schlagen, denn das klingt nach einem übervollen Kleiderschrank...

Foto: GettyImages/Maryna Andriichenko

Leihen ist das neue Kaufen: Der Gedanke daran, regelmäßig neue Teile geschickt zu bekommen, lässt Modeherzen höher schlagen, denn das klingt nach einem übervollen Kleiderschrank...

Für alle, die von Mode nicht genug bekommen, haben verschiedene Anbieter eine wunderbare Lösung gefunden. Wir stellen Plattformen vor, auf denen man Mode leihen bzw. leasen statt kaufen kann.

Neue Klamotten machen immer besonders viel Spaß, doch in Zeiten, in denen der Minimalismus groß geschrieben und Nachhaltigkeit gefeiert wird, fühlt man sich fast ein bisschen schuldig, wenn man zu den Ladies gehört, die ständig neue Teile haben wollen. Kein Problem! Es gibt Plattformen, auf denen man Mode leihen statt kaufen kann.

Keine Frage, im Laufe der Jahre entwickeln wir unseren eigenen Stil und ein gutes Gefühl dafür, was uns steht. Doch aktuelle Trends sind immer wieder eine Quelle für Inspiration – es gibt sogar Experten, die behaupten, dass sich unsere Modevorlieben alle sieben Jahre ändern.

Aber nur, weil sich Trends – inzwischen schneller, als einem lieb ist – ändern, heißt das nicht, dass wir uns gleich komplett neu ausstatten. Vielmehr machen wir mal mit diesem Teil, mal mit einem anderen ein Upgrade unserer Garderobe.

Für mehr Nachhaltigkeit Mode leihen statt kaufen

Das Thema Nachhaltigkeit hält auch Einzug in die Modebranche. Dank der Plattformen, auf denen wir Mode leihen können, anstatt sie gleich zu kaufen, müssen wie uns jedoch nicht einschränken.

Für Frauen, die gern experimentieren und ihr Outfit jeden Tag mit viel Kreativität neu zusammenstellen, ist dieses Konzept ein besonderer Segen, denn beim Kaufen kommt das Ausprobieren zwangsläufig zu kurz.

Hinzu kommt, dass uns möglicherweise unser Budget Grenzen setzt – oder der Kleiderschrank, der bis oben hin voll ist und auseinanderzubrechen droht.

Besitzen war gestern: Leihen ist das neue Kaufen

In seinem Minimalismus-Buch "Das kann doch weg!" weist Autor Fumio Sasaki darauf hin, dass es genug Dinge gibt, an denen wir uns jederzeit erfreuen können, ohne sie besitzen zu müssen. So muss nicht jeder Mensch, der gern in der Natur ist, unbedingt einen eigenen Garten haben. In Städten gibt es ausreichend Parkanlagen, die ebenfalls das Bedürfnis nach Natur stillen. Sein Tipp: Sie können ja einfach so tun, als wäre es Ihr Park, den Sie freundlicherweise mit Ihren Mitmenschen teilen.

Es gibt genug Beispiele, die beweisen, dass das Teilen von Gegenständen ganz wunderbar funktioniert. In Großstädten ist das Car-Sharing-Konzept bereits Normalität geworden. Inzwischen kann man außerdem Fahrräder leasen. Seit Jahrzehnten funktionieren Bibliotheken, und das Wachstum von Plattformen wie Momox und Medimops zeigt, dass viel Bewegung in den Bücher-"Besitz" gekommen ist. Nicht zuletzt sind wir sogar bereit, unsere Wohnung kurzfristig mit anderen Menschen zu teilen.

Warum sollte nicht auch Mode zu den Dingen gehören, an denen wir eine Zeit lang Freude haben, die wir aber nicht besitzen müssen? Mal ehrlich: Die meisten Klamotten üben ihren größten Reiz sowieso dann aus, wenn sie neu für uns sind. Wir tragen sie, und auch unserem Umfeld fällt auf: "Hey, das Stück kenne ich ja noch gar nicht an Dir. Ist das neu? Sieht gut aus..."

Immer wieder neue Mode ordern zu können – das hört sich nach den unwiderstehlichen Verlockungen eines unendlichen Kleiderschrankes an.

Flatrate für Mode

Einige von uns werden sich die Chanel-Tasche oder das Balenciaga-Kleid nie leisten können – die 39 Euro für eine Mode-Flatrate aber vielleicht schon. Drei verschiedene Flatrates für Mode und Accessoires bietet die Plattform "Myonbelle" an. Die ausgewählten Stücke kommen als Modebox ins Haus geflattert und können versandkostenfrei zurückgeschickt werden.

Was, wenn ich mein Lieblingsstück finde und es nicht mehr hergeben möchte? Bei extremen Verlustängsten besteht die Möglichkeit, das Stück aus der Modebox herauszukaufen.

Cost per Wear (nicht nur für Bloggerinnen ein heißer Tipp)

Bloggerinnen kennen das Problem: Sie suchen etwas Passendes für einen ganz speziellen Post. Für das Konzept von "Unown" dürften sich nicht nur Bloggerinnen begeistern. Reinigung, Versand und Versicherung sind hier inklusive. Die Kosten für ein Teil hängen davon ab, wie oft man es trägt, aber auch eine Membership ist möglich.

Für den besonderen Anlass

Apropos ganz besonderer Anlass: Anlässe, die nach einem Abendkleid schreien, sind derzeit leider rar gesät. Deshalb gibt es bei "Dresscoded" nicht nur Abendgarderobe, sondern auch Dirndl, Sommerkleider und sexy Jumpsuits. Wer sich hier sein Traumkleid ausgesucht hat, darf es vier bis acht Tage behalten und schickt es danach mit dem beiliegenden Retourenlabel ganz einfach wieder zurück. Übrigens: Die heißen Fummel, die hier auszuleihen sind, haben es sogar schon auf den roten Teppich geschafft.

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Es gibt natürlich auch modische Klassiker, die jede Frau im Kleiderschrank haben sollte. Dazu gehören der Bleistiftrock, ein Blazer und das weiße T-Shirt . Und natürlich müssen Sie auf das Shopping nicht komplett verzichten. Stylistin Martina Reuter verrät, bei welchen Schnäppchen Sie im Wintersale zuschlagen sollten, weil sie uns auch noch im Jahr 2021 erhalten bleiben.

Manchmal ein schönes Styling auch gar keine neue Mode. Niemand wacht morgens auf und sieht aus wie aus dem Ei gepellt. Hinter dem schönen Schein von stylischen Frauen steht oft ein Konzept, das etwas Planung erfordert und natürlich auch ein Händchen für individuellen Stil. Wir haben die Tipps der größten Fashionistas für Sie zusammengetragen und verraten Ihnen 6 Dinge, die jede stylische Frau tun sollte.

Weitere Styling-Ideen und Modetrends finden Sie auf unserer Themenseite.

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