Aktualisiert: 23.02.2021 - 19:03

Minirock und Puffärmel Trends im Wandel: So war die Mode in Ihrem Geburtsjahr

Von Nadja von Bossel

Hätten Sie gewusst, welcher Trend in Ihrem Geburtsjahr besonders angesagt war?

Foto: Getty Images/Barcroft Media

Hätten Sie gewusst, welcher Trend in Ihrem Geburtsjahr besonders angesagt war?

Mode lebt vom stetigen Wandel. Manche Trends aus vergangenen Jahrzehnten gelten heute als wahre Modesünden. Wir zeigen, welcher Trend in Ihrem Geburtsjahr besonders angesagt war.

Hätten Sie gewusst, welcher Trend in Ihrem Geburtsjahr besonders angesagt war? Manchmal verrät ein Blick auf die Mode vergangener Jahre viel über die Zeit, in der sie getragen wurde.

Eine modetheoretische Regel besagt, dass sich Trends alle 20 Jahre wiederholen. Tatsächlich sind breite Schulterpolster oder ausladende Ärmel wieder oft auf den zeitgenössischen Laufstegen zu sehen. Und auch der grungige Look der 90er Jahre erlebt zurzeit ein Revival. Doch würde Sie den angesagtesten Modetrend aus Ihrem Geburtsjahr heute noch tragen?

Neue Freiheit: 1960-1965

In den 60er-Jahren sorgten vor allen Dingen Frauen für einen gesellschaftliche Umschwung. Ein besonderes Kleidungsstück verbreitete sich rasant und empörte die gutbürgerliche Gesellschaft der 1960er-Jahre: der Minirock! Die britische Modedesignerin Mary Quant gilt als Schöpferin des gewagten Rocks und setzte so einen Meilenstein für die zukünftige Mode.

Auch wenn die kurzen Röcke am Anfang für Skandale sorgten, konnte sich der Trend in der Jugend- und Frauenbewegung durchsetzen. Die neue Beinfreiheit wurde gleichgesetzt mit einem neuen Selbstverständnis der Frau, die ihr Recht auf Selbstbestimmung mit diesem Kleidungsstück zur Schau stellte.

Das Space Age: 1965-1970

Das Ende der 60er-Jahre war geprägt vom Wettrennen zum Mond, das 1969 mit der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 seinen Höhepunkt erreichte. Gebannt schaute die Welt auf diesen geschichtlichen Meilenstein, der großen Einfluss auf die popkulturelle Industrie hatte.

Futuristische Ästhetiken prägten die Film-, Kunst- und Modebranche. Pierre Cardin oder Paco Rabanne waren die Designer der Stunde, die ihre Kleider aus neuartigen Materialien schneiderten und mit grafischen Mustern versahen.

Liebe und Frieden: 1970-1975

Anfang der 70er-Jahre breitete sich die Hippie-Bewegung rasant über den Erdball aus. Grund für den Aufschwung war der Vietnamkrieg, der bei vielen Jugendlichen der USA Widerstand auslöste. Mit der Bewegung kamen neue modische Eigenarten, die bis heute geblieben sind.

Das Motto der Hippies war: Natürlichkeit und Individualität. Lange Haare, große Brillen und Schlaghosen gehörten zum modischen Repertoire der Friedensbewegung. Statt neue Kleidung zu kaufen, bedienten sich die Hippies häufig an Second-Hand-Mode oder Klamotten aus anderen Ländern, etwa Indien. Somit setzten sie den Grundstein des heutigen "Bohemian-Looks".

Die Ära des Punks: 1975-1980

Fast zeitgleich zu den Hippies bildete sich eine weitere Jugendbewegung, deren Credo ein ganz anderes war als das der Friedensbewegung. Der Punk war lauter, rebellischer und machte keine Kompromisse, was sich auch in der Kleidung der Punker ausdrückte.

Die britische Designerin Vivienne Westwood prägte Ende der 70er-Jahre maßgeblich die Ästhetik des Punks. Sie zerschnitt Kleidung, bedruckte sie mit politischen Statement-Sprüchen oder interpretierte das Schotten-Karo neu.

Schriller, schriller, 80er: 1980-1985

Die 80er-Jahre stehen für ein modische Zeitalter, das vielleicht viele lieber vergessen würden. Nie war die Mode so schrill wie in diesem Jahrzehnt. Puffärmel, Rüschen, eine Dauerwelle und viel Glitzer gehörten zum guten Ton der Nightfever-Ära.

Auch das Aufkommen von Aerobic sorgte für so manch neuen Trend. Der Gymnastik-Look samt Body und Stulpen mit Neonfarben wurde zum modischen Liebling der 80er-Jahre.

Neue Looks für Frauen in der Arbeitswelt: 1985-1990

Immer mehr Frauen fanden im Laufe der 1980er ihren Weg in die männerdominierte Arbeitswelt. Dieser Fortschritt drückte sich auch in Form von neuen Trends aus. Elegante Kostüme mit breiten Schulterpolstern waren an die Anzugmode der Männer angelehnt und signalisierten eine gewünschte Gleichstellung der Geschlechter im Job.

Der "Skirt Suit" war DER Trend der späten 80er-Jahre. Er bestand aus einem knielangen Rock und einem Blazer mit breiten Schulterpolstern, der über den Rock ragte. Oftmals wurden die Anzüge in monochromen Farben getragen und mit schlichten Pumps kombiniert.

Girlpower: 1990-2000

Die 90er-Jahre standen ganz im Zeichen der "Girlpower". Die Spice-Girls eroberten die Charts und setzten modisch Statements mit knappen Röcken, Plateau-Boots und Spaghettiträger-Tops.

Das "Slip-Dress" war besonders beliebt bei vielen Frauen und ist bis heute ein modischer Klassiker. Häufig wurde das Kleid mit dünnen Trägern aus Seide oder Satin gefertigt und mit einer Hochsteckfrisur getragen.

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Manche dieser Trends sind bis heute geblieben. Raten Sie mal, welches Trendteil der 80er jetzt total angesagt ist!

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