Aktualisiert: 08.10.2020 - 18:13

Missglückter Friseur-Besuch Verbrennungen nach Blondierung: Frau erhält Schmerzensgeld

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Autsch: Beim Frisörbesuch erlitt eine Frau schwere Verbrennungen als Folge einer Blondierung. Jetzt erhielt sie Schmerzensgeld. (Symbolfoto)

Foto: iStock.com/wundervisuals

Autsch: Beim Frisörbesuch erlitt eine Frau schwere Verbrennungen als Folge einer Blondierung. Jetzt erhielt sie Schmerzensgeld. (Symbolfoto)

Dieser Friseur-Besuch ging schief. Eine Blondierung führte bei einer Frau zu gravierenden Verletzungen, sodass sie jetzt sogar Schmerzensgeld kriegt.

Eigentlich besucht man einen Friseur, um danach mit neuem Schnitt, gepflegten Haaren und einem guten Gefühl wieder nach Hause zu gehen. Nicht immer sind Kunden aber zufrieden – und manchmal passieren Haar-Profis sogar grobe Patzer.

Diese sind in seltenen Fällen so gravierend, dass es zu Verletzungen kommen kann. So erging es einer Frau, die nach einem Friseurbesuch sogar Verbrennungen am Kopf hatte. Jetzt hat sie dafür Schmerzensgeld vom Oberlandesgericht Köln zugesprochen bekommen.

Friseur patzt bei Blondierung: Frau kriegt Schmerzensgeld

Doch was genau war passiert? Das Rechtsportal „anwaltauskunft.de“ des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hat berichtet, dass die Klägerin sich im Dezember 2016 blonde Strähnen färben lassen wollte. Was nach einem normalen Friseurbesuch aussah, geriet zum Fiasko: Der Friseur verwendete eine Blondiercreme, die bei der Frau aber zu Verbrennungen bzw. Verätzungen ersten und sogar zweiten Grades führte.

Wir klären hier auf, was sich generell besser eignet: Profi-Haarfärbemittel oder doch Produkte aus dem Drogeriemarkt?

Die Folgen waren für die Kundin heftig: Durch die Kopfhaut-Verletzungen musste sie monatelang medikamentöse Schmerz- und Infektionsbehandlungen durchstehen. An einer Stelle wächst außerdem kein Haar mehr.

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5000 Euro Schmerzensgeld für die Kundin

Für die Kundin ein Fall fürs Gericht: Sie verlangte vom Friseur Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Euro sowie Schadenersatz. Doch darauf wollte der Friseur nicht eingehen und bot lediglich einen Gutschein an.

Schließlich kam es aber doch zum Prozess – mit einem Teil-Erfolg für die Klägerin. Zunächst verurteilte das Landgericht den Friseur zu Schadenersatz und einer Schmerzensgeld-Zahlung von 4000 Euro. Die Frau ging daraufhin in Berufung, woraufhin das Oberlandesgericht diese Summe auf 5000 Euro aufstockte.

Frau musste Schmerzmittel und Antibiotika nehmen

Die Begründung ist nachvollziehbar. Zu berücksichtigen seien die Folgen der Blondierung mit zahlreichen Arztbesuchen und die erheblichen Beeinträchtigungen: Die Klägerin leide unter Schmerzen, habe eine bakterielle Infektion gehabt mit mehrwöchiger regelmäßiger Einnahme von Schmerzmitteln, Antibiotika und Kortikoiden. Dazu komme der Dauerschaden am Hinterkopf.

Ein missglückter Friseurbesuch mit heftigen Folgen – sowohl für die Kundin als auch für den Dienstleister …

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