05.08.2020 - 09:25

Intensive Hautpflege Gesichtsöle eigenen sich auch für unreine, fettige Haut

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Kleine Menge, große Wirkung: Nur wenige Tropfen Gesichtsöl täglich reichen aus, um die Haut vor einem Feuchtigkeitsverlust zu schützen.

Foto: Shutterstock/Shift Drive

Kleine Menge, große Wirkung: Nur wenige Tropfen Gesichtsöl täglich reichen aus, um die Haut vor einem Feuchtigkeitsverlust zu schützen.

Grundsätzlich spricht nichts gegen die Verwendung eines Öls bei einer fettigen Haut. Es ist eher ein psychologisches Problem, wenn jemand kein Gesichtsöl mag. Vielmehr wirken die pflanzlichen Wirkstoffe in einigen Gesichtsölen sebumregulierend, wovon das Hautbild und die Schutzbarriere der Haut profitieren.

Dass sich die Gesichtsöle nach wie vor so großer Beliebtheit erfreuen, ist aus Sicht der Fachkosmetikerin Elena Helfenbein kein Wunder: "Dieser Trend hält sich schon sehr lange und zurecht, denn natürliche Öle machen schön. Durch den Lipidanteil in Ölen bleibt die Barrierefunktion der Haut intakt, sodass diese vor Feuchtigkeitsverlust und Stressfaktoren von außen geschützt ist." Was viele Frauen nicht wissen: Gesichtsöle eigenen sich auch für die unreine, fettige Haut.

Warum eignen sich Gesichtsöle auch für unreine, fettige Haut?

Da fettige Haut einen Überschuss an Talg – auch Sebum oder Talgfett genannt – produziert, sollten Pflegeprodukte keinesfalls die Fettmenge auf der Hautoberfläche weiter steigern. Obwohl der produzierte Talg eine Schutzfunktion für die Haut hat, kann die Schutzbarriere gestört sein. Für die Haut bedeutet das, dass sie zu mehr Hautunreinheiten neigt.

Besonders bei unreiner, fettiger Haut können einige pflanzliche Öle durch ihre antiseptischen und sebumregulierenden Wirkstoffe helfen, das Hautbild zu verbessern. Ist die Hautbarriere wieder intakt, kann die Haut Feuchtigkeit besser speichern, Falten werden minimiert und die Haut ist besser gegen den Stress, den Umwelteinflüsse auslösen, geschützt.

Von Ölen auf der Basis von Paraffinum Liquidum raten Experten ab. Diese sorgen eher für eine Beeinträchtigung der Barriere und verstopfen die Follikel.

Wirkung der Inhaltsstoffe von Gesichtsölen

Unabhängig davon, welcher Hauttyp vorliegt, sollte bei der Wahl des Gesichtsöles auch auf die derzeitigen Umwelteinflüsse auf die Haut geachtet werden. Elena Helfenbein: "Auch die Wirkstoffe müssen zum jeweiligen Hautzustand passen. So kann konkret auf das Pflegeziel des Verwenders gepflegt und gecremt werden."

  • Mandelöl ist der Alleskönner, gut verträglich und vielseitig zu verwenden. Es eignet sich sowohl für den Körper als auch für die empfindliche Gesichtshaut. Die enthaltenen Vitamine E, A, D und B sowie die Fettsäuren stärken die Barrierefunktion, beugen Falten vor und können trockene Stellen lindern.
  • Macadamianuss- und Olivenöl versorgen trockene Haut.
  • Jojobaöl ist sogar für Mischhaut geeignet. Es zieht schnell ein und fettet nicht, da es sich hierbei um einen "Wachsester" – Fettsäure mit Alkohol – handelt. Zudem wird ihm eine entzündungshemmende und beruhigende Wirkung nachgesagt.
  • Insbesondere Kokos- und Arganöl sind derzeit sehr beliebt. Kokosöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren. Viele mögen den exotischen Duft und den leicht kühlenden Effekt. Arganöl punktet ebenfalls mit vielen ungesättigten Fettsäuren und zieht zudem gut in die Haut ein. Weil es viel Linolsäure und Antioxidantien enthält, gilt es als effektiver Anti-Aging-Stoff.
  • Nachtkerzenöl enthält Gamma-Linolensäure, die den Lipid-Schutzmantel der Haut regenerieren kann, indem sie die hauteigene Ceramidbildung anregt, und gute entzündungshemmende Eigenschaften vorweist – hervorragend für Neurodermitiker während der symptomfreien Zeit geeignet.
  • Teebaumöl wird wegen seiner antiseptischen Wirkung speziell bei zu Akne neigender und bei fettiger Haut eingesetzt. Hanf-, Thymian-, Schwarzkümmel- und Traubenkernöl sind ebenfalls für ihre antiseptische und sebumregulierende Wirkung bekannt und sehr gut für fettige Haut geeignet.

Aber: Zu Rosacea neigende Haut ist im Allgemeinen empfindlich und mag keine Fette. Sie benötigt eine besonders leichte Pflege ohne Duft- und Parfümstoffe und alkoholische Zusätze. Eine beruhigende Spezialpflege mit wenigen Lipiden kann "de-sensibilisieren" und die Hautbarriere stärken.

Anwendung des Gesichtsöls

Eine optimale Gesichtspflege besteht nicht nur aus einer Tages- und einer Nachtcreme. Um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Haut zu stillen und vor allem um sein jugendliches, frisches Aussehen möglichst lange zu bewahren, braucht es Spezialisten, die mehr Wirkstoffe haben, in einer höheren Konzentration.

Die ideale Beauty-Routine sieht folgendermaßen aus: erst die Haut gründlich reinigen, dann drei bis fünf Tropfen Gesichtsöl auf Gesicht, Hals und Dekolleté auftragen und danach die Gesichtscreme. Durch die Gesichtsreinigung kann die Haut die höchsten Wirkstoffkonzentrationen in Kombination aufnehmen. Deshalb sollte die Haut noch zusätzlich nach dem Öl eingecremt werden.

Oft sind Öle und Seren bereits auf die hautspezifische Creme angepasst, um den positiven Effekt auf die Haut zu verstärken. Es kann also von Vorteil sein, Gesichtsöl und Hautcreme derselben Pflegeserie zu verwenden, auch um die Haut vor Irritationen zu bewahren.

Das Zauberwort heißt übrigens Regelmäßigkeit. Erst wenn man am Ball bleibt, ist die Wirkung der Pflegeprodukte sichtbar. Wie oft ein Gesichtsöl eingesetzt wird, ist dennoch von Zustand der Haut abhängig. Je nach äußeren Einflüssen kann die manchmal die tägliche Anwendung (sogar morgens und abends) sinnvoll sein, während in anderen Phasen eine gelegentliche Anwendung ausreicht.

Wichtig: Sollte sich das Hautbild nach der Anwendung des Gesichtsöles nicht normalisieren oder wider Erwarten sogar verschlechtern, ist eine Dermatologin oder Fachkosmetikerin zu Rate zu ziehen.

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