06.07.2020 - 18:36

Wegen Mundschutz-Pflicht Mini-Facelift und Fettabsaugung am Kinn sind sehr beliebt

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Ob Facelift oder Fettabsaugung am Kinn: Wer jetzt eine Schönheits-OP im unteren Gesichtsbereich vornehmen lässt, kann die sichtbaren Folgen des Eingriffes unter dem Mundschutz verbergen.

Foto: iStock/RobertoDavid

Ob Facelift oder Fettabsaugung am Kinn: Wer jetzt eine Schönheits-OP im unteren Gesichtsbereich vornehmen lässt, kann die sichtbaren Folgen des Eingriffes unter dem Mundschutz verbergen.

Dank Mundschutz bleiben schönheitschirurgische Eingriffe wie Mini-Facelift und Fettabsaugung am Doppelkinn vor neugierigen Blicken verschont.

Nachbarn und auch die neidische Kollegin bekommen dank Homeoffice nicht mit, dass der Beauty-Doc nachgeholfen hat. Professor Dr. Mang bestätigt, dass sich die Nachfrage nach Schöhnheits-OPs in Corona-Zeiten vervielfacht hat: Besonders beliebt sind das Mini-Facelift und die Fettabsaugung bei Doppelkinn.

Je nach Lebensstil werden etwa ab einem Alter von 40 Jahren die ersten Zeichen der Hautalterung sichtbar. Ein klassisches, also komplettes Facelifting ist mit 40 noch nicht notwendig, kleinere Eingriffe ziehen jedoch einige Frauen schon jetzt in Erwägung. So können die Folgen eines leicht erschlafften Gewebes mit kleineren Eingriffen der plastischen Chirurgie behoben werden, zum Beispiel mit dem Mini-Facelift, mit dem der Hautüberschuss im Mund- und Wangenbereich entfernt wird.

Hängewangen führen zu einem verhärmten Gesichtsausdruck und machen betroffenen Frauen sehr zu schaffen. Betrifft die Erschlaffung auch den Hals, reicht das oberflächliche Mini-Facelift nicht mehr aus. Das Mid-Facelift ist dann der nächste Schritt. Hierbei werden nicht nur der Hautmantel, sondern auch das Muskelgewebe und die restlichen subkutanen Strukturen gestrafft.

Das Mini-Facelift erfreut sich derzeit besonderer Beliebtheit, denn die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hat den praktischen Nebeneffekt, dass die Anzeichen von Beauty-Eingriffen oder Treatments in der Mund- und Kinnregion neugierigen Blicken verborgen bleiben.

Auch Treatments wie die Behandlung eines Doppelkinns, des Damenbartes oder der Raucherfältchen werden derzeit von Schönheitschirurgen häufig vorgenommen, bestätigt Prof. Dr. med. Werner Mang. "Bereits bevor die Bodenseeklinik Mitte Mai den Normalbetrieb wieder aufgenommen hat, häuften sich Anfragen nach Behandlungen im unteren Gesichtsbereich. Die Nachfrage reißt nicht ab, was einen simplen Grund hat. Aufgrund der Mundschutzpflicht können Rötungen oder Schwellungen, die eine Behandlung meist im Nachhinein verraten, zurzeit 'inkognito' abheilen. Das finden viele Patienten komfortabel, weshalb sie sich gerade jetzt behandeln lassen möchten", sagt der Experte.

Ablauf eines Mini-Faceliftings

Ein Mini-Facelifting kann in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Allerdings ist auf Patientenwunsch auch eine Vollnarkose denkbar. Der Eingriff ist je nach Aufwand innerhalb von ein bis zwei Stunden abgeschlossen, sodass die Klientin die Klinik noch am selben Tag wieder verlassen kann.

  • Der Schnitt zur Ablösung des Hautmantels erfolgt nicht wie beim klassischen Facelift von den Schläfen bis zum Nacken, sondern wird versteckt vor und über dem Ohr vorgenommen.
  • Anschließend wird die Haut vorsichtig gelöst und vertikal in Richtung der Ohren glattgezogen. Der Hautüberschuss wird entfernt und am Ohr vernäht. Das geschient möglichst spannungsfrei, um die Narbenbildung zu minimieren.
  • Zum Abschluss des Eingriffs wird ein Kopfverband angelegt, der nach einem Tag bereits entfernt werden kann. Die Narben lassen sich dann geschickt unter Kopfbedeckung und Mundschutz verbergen.

Dr. Mang: "Nach der Behandlung sollten die Patienten sich und ihren Gesichtsmuskeln etwas Ruhe gönnen. Auf herzliches Lachen sollte also einige Tage verzichtet werden. Im Nachgang können zwar Blutergüsse sichtbar werden, welche in der Regel aber schnell abklingen."

Die Kosten des Eingriffes liegen zwischen 2.000 und 8.000 Euro.

Fettabsaugung am Doppelkinn

Um ein Doppelkinn auszubessern, wird häufig die Tumuszenz-Technik eingesetzt. Dabei profitieren Betroffene ebenfalls von der aktuellen Mundschutzpflicht, denn im Anschluss an die Behandlung können kleinere Blutergüsse und die Pflaster auf den Einstichstellen durch die Maske verdeckt werden.

Um den Eingriff durchzuführen, zeichnen Schönheitschirurgen am Kinn des Patienten die Stellen an, die abgesaugt werden sollen. Danach wird eine Tumeszenzlösung – eine Mischung aus Kortison, Adrenalin und Kochsalzlösung – gespritzt, die die Fettzellen vorbereitet und sie innerhalb von 30 Minuten aus dem Bindegewebe herauslöst. Dabei schwillt die Kinnpartie stark an. Mittels einer millimeterdünnen Kanüle wird danach das Fett möglichst gewebeschonend abgesaugt. Die Einstichstellen werden mit einem Pflaster verklebt und heilen innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen narbenfrei ab.

Die Fettabsaugung am Doppelkinn schlägt mit mindestens 1.500 Euro zu Buche.

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Es gibt Frauen, die überzeugt davon sind, dass sie schon zunehmen, wenn Sie einen Kuchen nur anschauen. Und Fettpolster scheinen die Angewohnheit zu haben, dort zu entstehen, wo man sie am wenigsten gebrauchen kann: am Bauch. Kavitation soll Fettzellen zerstören und die Fettpolster zum Schmelzen bringen. Bauchfett weg mit Ultraschall, geht das? Die Experten sind sich uneinig.

Noch mehr Tipps rund um Schönheit und Hautpflege finden Sie auch auf unserer Themenseite.

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