Aktualisiert: 17.06.2020 - 20:14

Kleidung und Pflege Kleine Löcher in T-Shirt, Pullover & Co.: Der Grund dafür ist nicht, was Sie denken!

Schade um das gute Stück. Wissen Sie eigentlich, woher die Minilöchlein in T-Shirts und Pullovern kommen?

Foto: iStock / na Gorbunova

Schade um das gute Stück. Wissen Sie eigentlich, woher die Minilöchlein in T-Shirts und Pullovern kommen?

Sie sind unnötig und ruinieren das Lieblingsteil im Handumdrehen: Woher kommen diese kleinen nervigen Löcher in Shirts und anderen Oberteilen eigentlich? Und was kann man dagegen tun?

Jeder von uns kennt das Problem. Sie ziehen Ihr Lieblings-T-Shirt aus dem Schrank und trauen Ihren Augen nicht. Winzige Löchlein haben den Stoff zertsört. Aber wer oder was ist schuld daran? In der Regel haben wir gleich die Kleidermotten im Verdacht, ihr Unwesen im Schrank getrieben zu haben. In den meisten Fällen ist der Grund für die kleinen Löcher in T-Shirts aber tatsächlich ein anderer.

Schuld an den Mini-Löchern in T-Shirts ist...

Klitzkleine Löcher im Bauchbereich, vor allem bei leichtem T-Shirt-Stoff, sind einfach zum Verzweifeln. Denn sie können aufgrund der ungünstigen und sehr exponierten Lage nicht einfach zugenäht werden. Wir sagen Ihnen, woher sie kommen und was sie dagegen tun können.

Um es vorwegzunehmen: Der häufigste Grund für kleine Löcher im Lieblingsshirt sind nicht die Motten. Auch die Waschmaschine hat nur einen eher geringen Anteil an der Zerstörung der Fasern.

Das sind die Gründe für die kleinen Löcher im T-Shirt

Schuld ist die niedrige Baumwoll-Qualität der T-Shirts und die Reibung, die in Kombination damit zu den kleinen Löchlein führen kann.

  • 1. Gürtelschnalle: Sind die Mini-Löcher im unteren Bauchbereich zu finden, ist der Grund dafür fast immer Reibung. Die Gürtelschnalle reibt durch das Sitzen am Schreibtisch zum Beispiel am Tisch, das T-Shirt klemmt zwischen Schnalle und Tisch. Der empfindliche Stoff gibt dann einfach nach.
  • 2. Reißverschluss: Auch Reißverschlüsse können T-Shirt-Stoff beschädigen. Nämlich dann, wenn der Zipper nicht komplett unter der Stoffleiste verborgen ist. Der Öffner ist mit Widerhaken ausgestattet, das killt natürlich auf Dauer die empfindlichen Fasern.
  • 3. Hosenknopf: Wenn weder Gürtel noch Reißverschluss schuld sein können, kommt noch der Knopf, vor allem der Metallknopf an Jeans als Übeltäter in Frage. Und zwar mit dem identischen Reibungsprinzip.
  • 4. Die Waschmaschine kann schuld sein, wenn sich die kleinen Löcher nicht nur am Bauch und in Ihren T-Shirts finden, sondern auch an anderer Kleidung und anderen Stellen der Klamotten. Abstehende Ecken im Inneren der Waschmaschinentrommel sorgen für Reibung oder Verhaken und beschädigen den Stoff.
  • 5. Auch ein klassicher Mottenbefall kann Schuld an den Löchern sein. Die Kleidermotte liebt Schränke und sorgt dort für Nachwuchs. Tierische Fasern wie Wolle und Seide stehen bei Motten ganz hoch im Kurs.



So verhindern Sie die Löcher in T-Shirts

Wenn Sie zum Beispiel die Sitzhöhe verstellen, bleibt der Kontakt zwischen Schnalle und Tisch aus und das Kleidungsstück ganz.

Styling-Varianten als Option

Wer seine T-Shirts nicht über dem Hosenbund trägt, riskiert weniger Reibung an Knopf, Gürtel oder Reißverschluss. Crop Tops zum Beispiel sind eine Möglichkeit, sie sind stylisch und lassen sich bestens kombinieren.

Auch das Tragen von Leggings kann, aber muss keine Variante sein, denn hier wird auf Knopf und Reißer verzichtet. Wie Sie Leggings aus (Kunst-)Leder stylen, verrät Ihnen unsere Kolumnistin Renate Zott.

Mechanischer Schutz vor Stoffbeschädigung

Wer sich weder mit dem Crop Top noch mit der Leggingsvariante anfreunden kann, und sein Shirt gern über dem Bund trägt, kann sich an mechanischen Schutz wagen. Ob auf den Knopf geklebtes Tape oder spezielle Stoffklammern: Die Reibung von Metall auf Stoff ist dann kein Thema mehr.

Waschmaschine checken und Wäsche schützen

Überprüfen Sie die Trommel Ihrer Waschmaschine mit der Hand. Befindet sich irgendwo ein abgebrochenes oder herausstehendes Teil, liegt eine minimale Unebenheit vor? Dann können die Löcher im T-Shirt auch auf Kosten der Waschmaschine gehen.

Auch wenn Kleidung mit Reißverschlüssen und Schnallen zusammen gewaschen wird, kann die Faser Schaden nehmen. Die Lösung: Drehen Sie betreffende Kleidung auf links, schließen Sie Reißverschlüsse und Knöpfe und waschen Sie die derberen Fasern nicht mit empfindlichen T-Shirts. Auch ein zusätzlicher Schutz durch ein Wäschenetz kann Abhilfe schaffen. Wussten Sie eigentlich, welches geniale Hausmittel gegen schlechte Gerüche wirkt? Bakterienkiller Mundspülung ist DER Geheimtipp für duftende Wäsche.

Das können Sie gegen Mottenbefall tun

Um gegen Kleidermotten vorzugehen, brauchen Sie nicht die Chemiekeule rauszuholen. Gesünder und sparsamer geht das mit folgenden Hausmitteln: Lavendel eignet sich hervorragend zur Bekämpfung des Mottenbefalls, denn was wir als duftend empfinden, ist den Motten ein Graus. Ob in Form von Stoffbeutelchen oder ätherischen Ölen ist dabei Ihnen überlassen. Lavendel hilft übrigens ebenso gegen Spinnen in der Wohnung.

Auch Gerüche wie Zedernholz und Essig vertreiben Motten. Dazu genügt es in der Regel, die Schübe und Ablagen mit einem Gemisch aus Wasser und diesen Hausmitteln abzuwischen.



Und wie wird man eigentlich Mehlmotten los? Wir verraten es Ihnen hier.

Quellen: smarticular, stylevamp,

Sie suchen noch weitere Haushaltstipps ? Dann schauen Sie sich gern auf unserer umfangreichen Themenseite um.

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