26.03.2020 - 19:20

Bildaufbau, Licht, Make-up Im Homeoffice? So sehen Sie in Videokonferenzen gut aus

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Auf Erfolgskurs: Um in einer Videokonferenz punkten zu können, müssen verschiedene Parameter stimmen.

Foto: imago images/Westend61

Auf Erfolgskurs: Um in einer Videokonferenz punkten zu können, müssen verschiedene Parameter stimmen.

Im Homeoffice arbeiten zu können, ist für viele ein Segen. Die neuen Kanäle zu nutzen, ist aber auch eine Herausforderung, gerade für die Damen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in Videokonferenzen gut aussehen.

Es gibt Krisen im Leben, die die Menschen und die Gesellschaft nachhaltig prägen. Eine Veränderung, die aller Voraussicht nach nicht rückgängig zu machen ist, ist die technische Veränderung, die die Corona-Krise mit sich bringt. Wer die Möglichkeit hat, arbeitet im Homeoffice und nutzt virtuelle Kanäle, um sich mitzuteilen und auszutauschen. Damit Sie gut aussehen in einer Videokonferenz und Ihr Gegenüber für sich gewinnen, sollten einige Regeln beachtet werden.

Sobald eine Videokonferenz läuft, musst man sich darüber bewusst sein, dass das Gegenüber einen sieht. Wer dann noch in der Nase bohrt oder erst noch den richtigen Standort für die Kamera sucht, sammelt Minuspunkte.

Der größte Fehler, den man machen kann: die Videokonferenz zu unterschätzen. Aus dem, was wir von uns zeigen, kann unser Gegenüber viele Schlüsse ziehen. Immerhin gestatten wir einen Blick in unser Privatleben, der unter anderen Umständen verwehrt bliebe. Diese Informationen haben Einfluss auf die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung.

Gut aussehen in einer Videokonferenz – das beginnt mit dem Bildaufbau und der Beleuchtung

Der Abstand zwischen Kopf und oberer Bildbegrenzung, der auf dem Monitor zu sehen ist, wird Headroom gennant. Abgeschnittene Köpfe gilt es zu vermeiden. Ist der Abstand dagegen nicht groß genug, führt das dazu, dass das Gesicht bildausfüllend ist. Augenbewegungen und Mikromimik sind nun im Detail zu sehen. Das wirkt auf den Menschen am anderen Bildschirm sehr befremdlich.

Zwischen Kopf und oberen Bildrand sollte etwa eine Handbreit passen, vom Oberkörper sollte man die Schultern sehen können, etwa bis zu den Achseln oder etwas mehr.

Wer seinen Laptop zu tief positioniert, schaut von oben herab auf. Aus psychologischer Sicht, hat das eine negative Wirkung, denn wir erheben uns über die anderen Teilnehmer der Konferenz. Auch der Blick in die Nasenlöcher sollte dem Kollegen erspart werden. Die Kamera bzw. den Computer zu weit oben zu positionieren ist das andere Extrem, das ebenfalls nicht zu empfehlen ist.

Angenehm ist die Wirkung, wenn die Kameralinse auf einer Höhe mit den Augen ist, dann sind wir auch mit den anderen Teilnehmern auf Augenhöhe.

Zum Schluss muss die Ausleuchtung des Raumes überprüft werden. Da Schatten unvorteilhaft wirken, ist Licht von vorn am besten. Grundsätzlich gilt, dass natürliches Licht künstlichem vorzuziehen ist. Wer also die Möglichkeit hat, sich vor einem Fenster zu platzieren, sollte diese nutzen.

Für künstliches Licht muss die richtige Dosierung gefunden werden. Bei zu wenig Licht wird das Gesicht nicht ausreichend ausgeleuchtet, zu viel Licht nimmt ihm jede Kontur, was ebenfalls unnatürlich aussieht.

Virtuelle Interaktion

Wer eine Beziehung zu seinem Gegenüber aufbauen will, schafft das nur, wenn er direkt in die Kamera schaut. Dabei ist es natürlich unmöglich, die Reaktion der anderen Teilnehmer wahrzunehmen. Den Wechsel zwischen Blick in die Linse und Blick auf den Monitor kann man üben. Wichtig ist, beides zu kombinieren und nicht nur auf den Monitor zu schauen.

Make-up & Garderobe

Es mag verführerisch sein, den Dresscode mal nicht ganz so eng nehmen zu müssen – Homeoffice sollte dennoch nicht bedeuten, im Pyjama oder der Jogginghose zu arbeiten. Schon gar nicht, wenn eine Videokonferenz ansteht. Auch wenn das Gegenüber die Jogginghose nicht sehen mag, weil sie außerhalb des Bildausschnittes liegt, in Wohlfühlklamotten verändern wir unsere Körpersprache – und diese Änderung wird wahrgenommen.

In puncto Make-up ist bei Videokonferenzen vor allem darauf zu achten, dass das Gesicht nicht glänzt. Alle glänzenden Stellen lenken von den Augen ab und stören die Interaktion. Auch wenn unser Gegenüber nur einen Moment lang abgelenkt ist (weil es vielleicht kurz darüber nachdenkt, dass Sie schwitzen und überlegt, ob er möglicherweise auch selbst schwitzt), reicht das schon aus und Sie haben seine Aufmerksamkeit verloren. Was Sie sagen, verpufft.

Gegen glänzende Stellen hilft Puder oder Blotting Paper, das wie ein Löschblatt für feuchte Stellen im Gesicht wirkt.

Gerade weil das Gesicht im Zentrum einer Videokonferenz steht, sollte hier alles perfekt sein. Wichtig zu wissen ist, dass die Kamera Make-up schluckt. Wenn Sie sich eher dezent schminken, könnte es sein, dass Sie auf dem Monitor "ungeschminkt" aussehen. Vor der Kamera darf etwas mehr Mehr Make-up aufgetragen werden.

Videokonferenz üben

Wer noch nie an einer Videokonferenz teilgenommen hat, hier aber dennoch eine gute Figur machen will, sollte vorher üben. Entweder testen Sie Ihre Wirkung vor der Kamera zusammen mit ihrer besten Freundin, die Sie zu einem Testlauf einladen. Oder Sei zeichnen ein kleines Video auf, das Sie sich danach anschauen und auswerten.

Achten Sie auch auf Ihre Körpersprache. Es macht einen großen Unterschied, ob man aufrecht sitzt oder die Schultern zusammenfallen lässt. Ein Geheim-Tipp: ein gewinnendes Lächeln.

Wer die Videokonferenz gut vorbereitet, muss sich währenddessen keine Gedanken darüber machen, wie er vor der Kamera wirkt, und kann sich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren. Vielleicht fühlt sich das am Anfang noch ungewohnt an, aber mit Ihren Bedenken sind Sie ganz sicher nicht allein – und Übung macht bekanntlich den Meister.

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