Aktualisiert: 26.11.2019 - 09:30

Hausmittel für weiche Haut Trockene Hände: Im Winter sind diese Cremes der größte Fehler!

Von Stephanie Brümmer

Trockene Hände werden in der Coronazeit und durch den Winter zusätzlich strapaziert: Das müssen Sie jetzt vermeiden!

Foto: iStock.com / alvarez

Trockene Hände werden in der Coronazeit und durch den Winter zusätzlich strapaziert: Das müssen Sie jetzt vermeiden!

Trockene Hände und trotz Eincremen wird’s kaum besser? Dann liegt das auch an der falschen Creme und Pflege. Wir zeigen Ihnen, was Sie vermeiden müssen und wie es besser geht...

Wie wichtig die richtige Händehygiene ist, wissen wir inzwischen alle. Nun ist aber auch noch die kalte Jahreszeit da und unsere Haut leidet doppelt: Unter Kälte, Heizungsluft und Desinfektion. Der Grund für trockene Hände ist eine gestörte Fett- und Feuchtigkeitsregulierung. Trockene Haut kann zwar auch genetisch bedingt sein, in der Regel sind aber äußere Einflüsse die Ursache. Die Hände verfügen leider über wenig Talgdrüsen und kaum Fettgewebe, vor allem an den Handrücken. Das ist irgendwie ungerecht, denn gerade unsere Hände sind tagtäglich hautschädigenden Einflüssen ausgesetzt und kaum geschützt. Zum Glück gibt's aber ein paar Hausmittel gegen trockene Hände. Und meiden Sie bitte diese Cremes!

Trockene Hände: Diese Cremes schädigen die Haut

Der Winter ist prädestiniert für trockene Haut. Heizungsluft und extreme Kälte strapazieren die dünne Haut an den Händen. Die wichtige Händehygiene nicht nur während der Corona-Pandemie, ausgiebiges Waschen und desinfizieren, trocknen unsere Hände ebenfalls aus.

Die Hausarbeit gibt ihr dann noch den Rest. Sie cremen Ihre Hände regelmäßig ein? Gut so. Aber es geht noch besser, denn mit dem richtigen Schutz, brauchen Sie gar nicht so viel Pflege.

Hausmittel gegen trockene Hände: Händewaschen unbedingt, aber lieber SO

Natürlich muss man sich angesichts vieler Bakterien und Viren häufig die Hände waschen. Seife und heißes Wasser weichen allerdings die äußere Schutzhülle auf und schädigen den Säureschutzmantel der Haut. Die Folge: Die Haut wird spröde oder sogar rissig.

Die Lösung: Waschen Sie Ihre Hände anstatt mit heißem, lieber mit lauwarmem Wasser und mit einer ph-neutralen Seife. Die Bezeichnung "pH-hautneutral" oder "pH 5,5" auf der Verpackung geben Aufschluss. Trocknen Sie die Hände danach gut ab, damit sich die anschließende Pflege gleichmäßig verteilen lässt.

Hausarbeit ja, aber nur mit Handschuhen

Da sich Hausarbeit nun einmal nicht vermeiden lässt, sollten Sie währenddessen darauf achten, Ihre Hände vor aggressiven und austrocknenden Substanzen zu schützen. Tipp: Tragen Sie deshalb bei der Hausarbeit, vor allem beim Putzen und Abwaschen IMMER Gummihandschuhe. Allerdings ist hier zwischendurch "lüften" angesagt, sonst schwitzen die Hände und weichen auf.

Beim Frostschutz die Hände nicht vergessen

Oft vergessen wir beim Warmanziehen unsere Hände. Natürlich sind Handschuhe unpraktisch und hindern am Feinhandling. Da aber Kälte einer der ärgsten Feinde der Haut unserer Hände ist, sind sie in der kalten Jahreszeit so wichtig. Investieren Sie in atmungsaktive Materialien, die Feuchtigkeit wie Schweiß nach außen lassen. Modelle aus Schurwolle zum Beispiel halten im Gegensatz zu Baumwolle die Hände besser warm und schützen somit die Haut.

Im Winter: Diese Cremes sind ein NoGo!

Hauptsache schön viel cremen? Das stimmt so nicht! Wer auf diese Cremes setzt, schadet der Haut mehr, als er denkt: Gerade im Winter sind Pflegeprodukte mit hohem Wasseranteil genau das Falsche für sehr trockene Haut. Sie verschärfen den schlechten Zustand sogar!

Der Hintergrund: Die Kälte draußen und die trockene Heizungsluft drinnen sowie die dadurch bedingten starken Temperaturunterschiede, strapazieren die natürliche Hautbarrierefunktion, die Haut kann das Wasser nicht speichern und verliert nur noch mehr Feuchtigkeit. Das Schlimmste aber ist: Das in den Cremes enthaltene Wasser kann bei Minusgraden sogar gefrieren, und die Haut Frostschäden davontragen.

Greifen Sie also im Winter unbedingt zu fetthaltigen Cremes, je niedriger der Wasseranteil der Creme, umso besser!

Geheimrezept 1: Einmal in der Woche Verwöhnprogramm

Gönnen Sie Ihren Händen regelmäßig eine Extraportion Pflege. Einmal in der Woche ist ausreichend, damit Ihre Haut auch ihr Selbsthilfeprogramm wieder ankurbeln kann. Lassen Sie Ihre Hände vor dem Zubettgehen für 10 Minuten in einem Ölbad z. B. aus Oliven-, Jojoba- oder Mandelöl einweichen.

Reiben Sie Ihre Hände anschließend mit einer fetthaltigen Creme oder Salbe ein, ziehen Sie dünne Baumwollhandschuhe (aus Apotheke oder Drogerie) darüber und lassen Sie alles über Nacht einwirken. Das macht traumhaft zarte und bei regelmäßiger Anwendung vor allem dauerhaft geschmeidige Haut.

Wer seinen Händen on top eine kleine Massage gönnt, regt die Durchblutung an und wird mit streichelzarter Haut belohnt.

Geheimrezept 2: Handpeeling gegen trockene Hände

Ob vorbereitend für die wöchentliche Nachtkur oder einfach mal zwischendurch: Ein Handpeeling wirkt Wunder. Es befreit die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen und macht sie besonders aufnahmefähig für die anschließende Pflege. Außerdem kurbelt das Peeling die Durchblutung der Haut an, das wiederum begünstigt die Bildung frischer Hautzellen.

Das Peeling können Sie auch ganz einfach selbst machen – mit Hausmitteln gegen trockene Hände.

Eine Möglichkeit, hin und wieder mal mit Peeling-Effekt die Hände zu waschen, ist Backpulver als Beauty-Hack. Statt Seife waschen Sie die Hände einfach mal mit Backpulver. Aber: nicht übertreiben. Einmal die Woche reicht auch hier.

UV-Schutz nicht vergessen!

Natürlich cremen wir uns im Sommer mit Sonnenschutzmitteln ein. Leider vergessen wir neben Schultern, Gesicht, Armen und Beinen seltsamerweise vor allem die Körperteile, die der Sonne permanent ausgesetzt sind. Die Rede ist von unseren Händen. Sie sind in der Regel immer an der frischen Luft, die Haut der Hände ist dünn, somit sind sie besonders empfindlich gegen die aggressive UV-Strahlung der Sonne. Gönnen Sie trocknen Händen eine Extraportion Sonnencreme, gern mit einem möglichst hohen Öl- und geringen Wasseranteil.

Gegen trockene Hände: Nägellackieren nicht übertreiben

Lackierte Nägel sind zugegebenermaßen hübsch, allerdings sollten Sie exzessives Nägellackieren vermeiden, wenn Sie zu trockenen Händen neigen. Es ist zwar an sich nicht schädlich, das Lackentfernen dagegen schon. Nagellackentferner enthalten Inhaltstoffe, die die ohnehin schon empfindliche Nagelhaut extrem austrocknen. Gönnen Sie Ihren Nägeln und vor allem der Haut regelmäßig eine lackfreie Zeit. Und wenn's doch mal ein Lack sein soll, haben wir ein paar Tipps für die klassische Maniküre für Sie.

Sie habenFingernägel-Rillen? Lesen Sie, was Sie dagegen tun können.

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Mehr Tipps finden Sie auch auf unserer Themenseite Hautpflege.

Insbesondere bei regelmäßigem Händewaschen heißt es, Hände richtig zu pflegen, wenn sie zu trocken werden. Das kann schnell passieren. Dennoch: Für die AHA-Regeln ist es das wert.

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