18.02.2019

Auch ohne ständiges Cremen Trockene Hände: So überstehen sie den Winter!

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Trockene Hände benötigen im Winter extraviel Schutz und liebevolle Pflege.

Foto: iStock/Nastco

Trockene Hände benötigen im Winter extraviel Schutz und liebevolle Pflege.

Trockene Hände und trotz Eincremen wird’s kaum besser? Dann liegt das vielleicht am mangelnden Schutz? Wir sagen wie es geht!

Der Grund für trockene Hände ist eine gestörte Fett- und Feuchtigkeitsregulierung. Trockene Haut kann zwar auch genetisch bedingt sein, in der Regel sind aber äußere Einflüsse die Ursache. Die Hände verfügen leider über wenig Talgdrüsen und kaum Fettgewebe, vor allem an den Handrücken. Das ist irgendwie ungerecht, denn gerade unsere Hände sind tagtäglich hautschädigenden Einflüssen ausgesetzt und kaum geschützt. Zum Glück gibt's aber ein paar Hausmittel gegen trockene Hände.

Der Winter ist prädestiniert für trockene Haut. Heizungsluft und extreme Kälte strapazieren die dünne Haut an den Händen. Hausarbeit und häufiges Händewaschen geben ihr den Rest. Sie cremen Ihre Hände regelmäßig ein? Gut so. Aber es geht noch besser, denn mit dem richtigen Schutz, brauchen Sie gar nicht so viel Pflege.

Hausmittel gegen trockene Hände: Händewaschen ja, aber umsichtig

Natürlich muss man sich angesichts vieler Bakterien und Viren häufig die Hände waschen. Seife und heißes Wasser weichen allerdings die äußere Schutzhülle auf und schädigen den Säureschutzmantel der Haut. Die Folge: Die Haut wird spröde oder sogar rissig.

Tipp: Auch wenn es im Winter so schön wärmt, waschen Sie Ihre Hände lieber mit lauwarmem Wasser und mit einer milden und ph-neutralen Seife. Die Bezeichnung "pH-hautneutral" oder "pH 5,5" auf der Verpackung geben Aufschluss. Trocknen Sie die Hände danach gut ab, damit sich die anschließende Pflege gleichmäßig verteilen lässt. Verzichten Sie da, wo es geht, ab und zu auf Desinfektionsmittel. Meint, Desinfektion ist wichtig, aber übertreiben Sie es Ihrer Haut zuliebe nicht mit der Anwendung.

Hausarbeit ja, aber nur mit Handschuhen

Da sich Hausarbeit nun einmal nicht vermeiden lässt, sollten Sie währenddessen darauf achten, Ihre Hände vor aggressiven und austrocknenden Substanzen zu schützen. Tipp: Tragen Sie deshalb bei der Hausarbeit, vor allem beim Putzen und Abwaschen IMMER Gummihandschuhe. Allerdings ist hier zwischendurch "lüften" angesagt, sonst schwitzen die Hände und weichen auf.

Beim Frostschutz die Hände nicht vergessen

Oft vergessen wir beim Warmanziehen unsere Hände. Natürlich sind Handschuhe unpraktisch und hindern am Feinhandling. Da aber Kälte einer der ärgsten Feinde der Haut unserer Hände ist, sind sie in der kalten Jahreszeit so wichtig. Investieren Sie in atmungsaktive Materialien, die Feuchtigkeit wie Schweiß nach außen lassen. Modelle aus Schurwolle zum Beispiel halten im Gegensatz zu Baumwolle die Hände besser warm und schützen somit die Haut.

Einmal in der Woche ein Verwöhnprogramm

Gönnen Sie nicht nur Ihren Haaren, sondern auch Ihren Händen regelmäßig eine Extraportion Pflege. Einmal in der Woche ist ausreichend, damit Ihre Haut auch ihr Selbsthilfeprogramm wieder ankurbeln kann. Lassen Sie Ihre Hände vor dem Zubettgehen für 10 Minuten in einem Ölbad z. B. aus Oliven-, Jojoba- oder Mandelöl einweichen.

Reiben Sie Ihre Hände anschließend mit einer fetthaltigen Creme oder Salbe ein (der Wasseranteil der Pflege sollte möglichst gering sein, da Wasser der Haut weitere Feuchtigkeit entzieht), ziehen Sie dünne Baumwollhandschuhe (aus Apotheke oder Drogerie) darüber und lassen Sie alles über Nacht einwirken. Das macht traumhaft zarte und bei regelmäßiger Anwendung vor allem dauerhaft geschmeidige Haut.

Wer seinen Händen on top eine kleine Massage gönnt, regt die Durchblutung an und wird mit streichelzarter Haut belohnt.

Handpeeling gegen trockene Hände

Ob vorbereitend für die wöchentliche Nachtkur oder einfach mal zwischendurch: Ein Handpeeling wirkt Wunder. Es befreit die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen und macht sie besonders aufnahmefähig für die anschließende Pflege. Das Peeling können Sie auch ganz einfach selbst machen – mit Hausmitteln gegen trockene Hände.

Eine Möglichkeit, hin und wieder mal mit Peeling-Effekt die Hände zu waschen, ist Backpulver als Beauty-Hack. Statt Seife waschen Sie die Hände einfach mal mit Backpulver. Aber: nicht übertreiben. Einmal die Woche reicht auch hier.

UV-Schutz nicht vergessen!

Natürlich cremen wir uns im Sommer mit Sonnenschutzmitteln ein. Leider vergessen wir neben Schultern, Gesicht, Armen und Beinen seltsamerweise vor allem die Körperteile, die der Sonne permanent ausgesetzt sind. Die Rede ist von unseren Händen. Sie sind in der Regel immer an der frischen Luft, die Haut der Hände ist dünn, somit sind sie besonders empfindlich gegen die aggressive UV-Strahlung der Sonne. Gönnen Sie trocknen Händen eine Extraportion Sonnencreme, gern mit einem möglichst hohen Öl- und geringen Wasseranteil.

Gegen trockene Hände: Nägellackieren nicht übertreiben

Lackierte Nägel sind zugegebenermaßen hübsch, allerdings sollten Sie exzessives Nägellackieren vermeiden, wenn Sie zu trockenen Händen neigen. Es ist zwar an sich nicht schädlich, das Lackentfernen dagegen schon. Nagellackentferner enthalten Inhaltstoffe, die die ohnehin schon empfindliche Nagelhaut extrem austrocknen. Gönnen Sie Ihren Nägeln und vor allem der Haut regelmäßig eine lackfreie Zeit. Und wenn's doch mal ein Lack sein soll, haben wir ein paar Tipps für die klassische Maniküre für Sie.

Sie habenFingernägel-Rillen? Lesen Sie, was Sie dagegen tun können. Auch bei Verfärbungen können Sie etwas tun. So bleiben die Nägel gesund.

Der Winter ist eine Herausforderung für unsere Haut. Lesen Sie welche Hautpflege bei Kälte die richtige ist.

Mehr Tipps finden Sie auch auf unserer Themenseite Hautpflege.

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