Aktualisiert: 05.10.2019 - 15:45

Frühaufsteher vs. Morgenmuffel Morgens oder abends duschen: Gibt’s da Unterschiede?

Von der Redaktion

Der gesamte Organismus reagiert ganz unterschiedlich auf die Dusche zu unterschiedlichen Tageszeiten. Duschen Sie lieber morgens oder abends?

Foto: iStock/vgajic

Der gesamte Organismus reagiert ganz unterschiedlich auf die Dusche zu unterschiedlichen Tageszeiten. Duschen Sie lieber morgens oder abends?

Da scheiden sich die Geister: Wann ist es eigentlich besser zu duschen – morgens oder abends? Wo die Vor- und Nachteile liegen und warum die Tageszeit tatsächlich eine Rolle spielt.

Die tägliche Dusche gehört für viele von uns einfach dazu – aber tatsächlich aus unterschiedlichen Gründen. Klar, die Hygiene haben wir alle gemein. Aber nutzen die einen das Duschprogramm lieber am Abend, um den Dreck des Tages abzuwaschen und sauber ins Bett zu schlüpfen, gehören die anderen eher zur Kategorie: morgens unter der Dusche erst in die Gänge kommen. Da scheiden sich die Geister. Morgens oder abends duschen: Was ist denn nun besser?

Morgens oder abends duschen – warum das nicht nur eine Typfrage ist

Prinzipiell gilt: Hygiene ist wichtig, aber der Haut tut übermäßiges Waschen nicht gut. Eigentlich würde es auch reichen, nur alle zwei Tage oder noch seltener zu duschen – oder einfach mal nur mit klarem Wasser. Aber wir können das selbst verstehen, die tägliche Dusche tut ja auch dem Wohlbefinden gut.

Wann Sie nun duschen, mag im ersten Moment völlig banal und egal sein – ist es aber nicht unbedingt. Denn mit der Dusche beeinflussen Sie nicht nur Ihre Hygiene, sondern auch Muskulatur und Kreislauf. Und auch die Haut reagiert zu jeder Tageszeit etwas anders auf Wasser und Seife.

Der Morgenduscher: Fit und frisch in den Tag

Fühlen Sie zuerst einmal in sich hinein. Gehören Sie eher zum Typ, der morgens nicht so gut aus dem Bett kommt? Dann sollten Sie es mal mit der morgendlichen Dusche probieren. Zwar bedeutet das, dass Sie eventuell ein paar Minuten früher aufstehen müssen. Kühleres Wasser aber bringt den Kreislauf in Schwung und vertreibt die Müdigkeit.

Kalt abbrausen brauchen Sie sich dabei nicht. Aber es darf ruhig eher lau sein, nicht total heiß. Oder aber Sie versuchen es mit einer Wechseldusche: im Wechsel kalt und heiß abbrausen. So starten Sie frisch und mit angekurbelter Durchblutung in den Tag.

Auch, wenn Sie nachts stark schwitzen oder zu fettigen Haaren neigen, lohnt sich die Dusche am Morgen, um den nächtlichen Schweiß abzubrausen und das Haar vom Kopfhautfett zu befreien (aber nicht zu oft Haare waschen, sonst fetten sie schneller nach!). Es muss dann auch nicht jeden Tag Duschgel sein. Und generell gilt hier: Weniger ist mehr! Um Ihrer Haut, aber auch der Umwelt etwas Gutes zu tun, nehmen Sie immer nur eine kleine, etwa haselnussgroße Menge – oder verzichten Sie alle zwei Duschen darauf.

Der Abendduscher: Entspannt schlafen und Haut schützen

Duschen Sie aber lieber heiß, sei bei der Frage "Morgens oder abends duschen?" ganz klar der Abend genannt. Der Vorteil – zumindest am Abend – am heißen Wasser ist nämlich: Im Gegenteil zu kaltem Wasser entspannt heißes Wasser die Muskulatur nämlich. Außerdem weiten sich die Gefäße, was den Blutdruck senken kann. All das entspannt und lässt uns leichter einschlafen. Wenn Sie dann noch bei gedämmtem Licht duschen oder gar ganz entspannt baden, wird umso mehr des Schlafhormons Melatonin ausgeschüttet – und das macht müde.

Abends duschen hat aber noch mehr Vorteile:

  • Wer unter trockener Haut leidet, kann dieser nach der abendlichen Dusche und Hautpflege-Routine über Nacht ein wenig Ruhe gönnen. Denn Umwelteinflüsse sowie scheuernde Kleidung verlangen unserer Haut tagsüber einiges ab. Nachts hingegen kann sie sich regenerieren.
  • Auch Beine rasieren und Co. lassen sich so gut auf abends verlegen. Der Vorteil: Die rasierte Haut kann sich beruhigen, Rötungen verschwinden, Rasierpickel haben keine Chance – und Deo zum Beispiel kann nicht über kleine Hautverletzungen in den Körper eindringen.
  • Allergiker können die Frage "morgens oder abends duschen" ganz klar beantworten: Abends lassen sich so die am Körper haftenden Pollen abduschen – und es gelangt nichts mit ins Bett. Die Nachtruhe profitiert trotz Heuschnupfen davon ungemein! Und wo wir schon beim Duschen sind: Eine abendliche Nasendusche spült die Allergieverursacher auch noch aus den Nasenschleimhäuten.

Und noch ein Vorteil: Wer abends duscht, kann morgens länger liegen bleiben. Dann müssen Sie nur schauen, ob Ihnen dann am Morgen ein kühler Spritzer Wasser ins Gesicht genügt, um in die Gänge zu kommen.

Morgens oder abends duschen ist also auch eine Typfrage – aber eben nicht nur. Nur eines sollten Sie möglichst selten machen: gleich zweimal am Tag duschen. Klar, Dreck muss weg, aber wer regelmäßig unters Wasser springt, zerstört damit den Säureschutzmantel der Haut – wie viel Duschen ist also gesund? Und Wasser wird so auch noch verschwendet. Also lieber zweimal überlegen, statt zweimal zu duschen.

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