19.08.2018

Hyperpigmentierung Melasma: So werden Sie die Pigmentflecken los

Melasmen treten oft im Gesicht auf.

Foto: iStock/peeterv

Melasmen treten oft im Gesicht auf.

Vor allem im Sommer treten Melasmen, starke Pigmentflecken, häufiger auf bzw. werden dunkler. Woran das liegt und was Sie tun können.

Pigmentflecken – viele haben sie. Im Alter treten sie als Altersflecken auf, aber auch junge Menschen können solche Pigmentierungsstörungen aufweisen. Sommersprossen seien genannt – aber auch größere stärker pigmentierte Areale. Was genau ein Melasma ist und wie die Behandlungsmöglichkeiten aussehen.

Wo kommt das Melasma eigentlich her?

Melasmen sind nichts Gefährliches. Im Grunde ist die Hyperpigmentierung aber ein Symptom, das bei verschiedenen Hauterkrankungen auftreten kann. An bestimmten Stellen wird mehr Melanin eingelagert als an anderen, diese Stellen erscheinen dadurch dunkler. Nach Sonneneinstrahlung kann ein Melasma dunkler werden, daher haben manche Menschen besonders in den Sommermonaten damit zu kämpfen.

Interessant ist, dass ein Melasma sich über Monate entwickeln, aber auch plötzlich über Nacht entstehen kann. Unter anderem können hormonelle Schwankungen der Auslöser sein.

Auftreten können Melasmen als Pigmentstörung…

  • Als Folge eines Sonnenbrandes
  • Als Folge einer Hormonumstellung (Schwangerschaft, Wechseljahre…)
  • Aufgrund von Vererbungen
  • Nach Entzündungen
  • Im Alter

Der Grund: Der Körper setzt zu viel Melanin frei – es entstehen Dunkelfärbungen, häufig im Gesicht.

Die Formen der Hyperpigmentierung

Drei Formen der Hyperpigmentierung gibt es:

  • Das epidermale Melasma: Wenn die obere Hautschicht eine Pigmentstörung aufweist, bilden sich braune Flecken.
  • Das dermale Melasma: es ist bläulich-grau gefärbt und sitzt in tieferen Hautschichten.
  • Die Mischform: Wenn sowohl in oberen als auch in tieferen Hautschichten zu viel Melanin auftritt, färbt sich die Hautstelle braungrau.

Das Gegenteil einer Hyperpigmentierung gibt es übrigens auch. Wenn helle bis weiße Flecken auftreten, weil zu wenig Melanin gebildet wird, spricht man von einer Hypopigmentierung.

Behandlungsmöglichkeiten: Was kann ich tun (lassen)?

Melasmen selbst müssen nicht behandelt werden, verschwinden dann in der Regel aber nicht ohne weiteres. Es gibt aber verschiedene Therapiemöglichkeiten:

  • Peeling: Ein Peeling löst lediglich die obersten Hautschichten. Es gibt die Möglichkeit, ein chemisches Peeling – am besten im Herbst oder Winter – gegen epidermale Melasmen anzuwenden. Mehrere Sitzungen sind notwendig.
  • Micro-Needling/Plasma-Behandlung. Mit winzigen Nadeln und Eigenplasma wird die Hautstelle bearbeitet, damit das Melasma verblasst. Es verschwindet aber nicht komplett.
  • Microdermabrasion: Ähnlich wie beim Peeling werden abgestorbene Hautschuppen entfernt – hier mithilfe von feinen Kristallen, einer Art Micro-Needling, chemischem Peeling und Blitzlicht in Kombination. Auch tiefere Hautschichten können erreicht werden.

Wichtig: Bevor Sie ein Melasma behandeln (lassen), fragen Sie auf jeden Fall bei Ihrem Hautarzt nach. Dieser kann Ihnen sicher sagen, ob es sich überhaupt um ein Melasma handelt, wo es herkommen könnte und ob nicht etwas anderes dahinter steckt.

Gegen Pigmentflecken allgemeingibt es übrigens verschiedene Behandlungs- und Abdeckmöglichkeiten.

Kritik an Behandlungsmöglichkeiten: Nebenwirkungen und Rückfälle

Therapieformen gibt es also – allerdings sind diese zuweilen starker Kritik ausgesetzt. Denn es gibt hohe Rückfallquoten bei den Lichtverfahren. Und ein chemisches Peeling kann schwere Nebenwirkungen mit sich bringen.

Gerade beim Peeling reagieren manche Menschen mit Unverträglichkeiten. Nicht jeder verträgt die eingesetzten Stoffe wie Azelainsäure. In manchen Fällen kann dadurch sogar eine weitere Hyperpigmentierung auftreten. Unter Umständen sind sogar Verbrennungen und Blutungen möglich. Beim Peeling werden die oberen Hautschichten abgetragen. Käme jetzt Sonne auf die Stelle, könnte das die Haut nachhaltig schädigen.

Auch beim Micro-Needling sollten Sie darauf achten, die frisch behandelte Haut nicht der direkten Sonne auszusetzen.

Beim IPL-Verfahren (intense pulsed light, es wird mit Blitzlicht gearbeitet) liegt die Rückfallquote dagegen sehr hoch. Und auch bei den Methoden mit Licht kann es dadurch zu weiteren Melasmen kommen – also würde genau das Gegenteil erreicht.

Laserbehandlungen sind bei diversen Pigmentstörungen wie Altersflecken recht beliebt und hilfreich. Bei Melasmen allerdings sollte man vorsichtig sein. Durch die Laserbehandlung wird die Haut noch lichtempfindlicher – und würde daher ebenfalls stärkere Hyperpigmentierung hervorrufen.

In jedem Fall sollten Sie sich individuell von Ihrem Hautarzt beraten lassen, um zu schauen, welche Art der Behandlung für Sie infrage kommt.

Leichte Mittel gegen Melasmen: Das können Sie selbst machen

Melasmen lassen sich zumindest ganz gut minimieren. Vitamin-C-haltige Pflegeprodukte helfen, ebenso wie solche mit Nicotinamid. Beide Stoffe hemmen nämlich den Transport von Pigmentzellen.

Zum Aufhellen bestehender Verfärbungen gibt es Beachingcremes mit Hydrochinon. Dieser Stoff kann auch durch Micro-Needling in die Haut eingebracht werden – und wirkt dabei effektiver. Cremes sollten mit Bedacht verwendet werden. Der Hautarzt kann hier beraten.

Egal ob als vorbeugende Maßnahme, ohne weitere Behandlung oder nach einer Behandlung eines Melasmas: Sonnencreme ist eine gute Wahl, um UVA- und UVB-Strahlung gerade an der Stelle des Melasmas abzuwehren. Am besten greifen Sie hier zu verträglichen Cremes aus der Apotheke. Unsere Expertentipps zeigen Ihnen den perfekten Sonnenschutz für Ihre Haut. Und auch wenn Sie sich für eine der oben genannten Melasma-Behandlungen entscheiden, ist eine sorgfältige, sanfte Hautpflege wichtig.

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