13.06.2018

Pflegetipps, Denim-Trends... Schonender geht's nicht: Jeans einfach an der Luft waschen

Von

Jeans sind eigentlich recht robust. Doch das Waschen in der Maschine kann für sie gefährlich werden.

Foto: iStock/aimy27feb

Jeans sind eigentlich recht robust. Doch das Waschen in der Maschine kann für sie gefährlich werden.

Die perfekte Jeans zu finden, ist keine leichte Aufgabe. Umso wichtiger ist die richtige Pflege, damit das Schmuckstück lange hält. Wir zeigen Ihnen Pflegetipps wie das "Luftwaschen" – und außerdem auch die neuesten Jeans-Trends.

Jeans gelten als äußerst robust, und das sind sie auch. Dennoch verlieren die Fasern bei jedem Waschen ihre Festigkeit, die Farbe ihre Strahlkraft, und der Sitz bleibt auf der Strecke. Als Geheim-Tipp gilt das sogenannte "Air-Washing – die Luftwäsche".

Jeans waschen: am besten einfach an der Luft

Textil-Experten empfehlen gar, Raw-Denim-Modelle, also Hosen, die nach dem Färben nicht weiter behandelt wurden, für mindestens sechs Monate gar nicht in der Maschine zu waschen. Durch die Körperwärme und den Abrieb beim Tragen wird der Stoff an verschiedenen Stellen heller, während er sonst seine tiefe, dunkelblaue Farbe behält.

Gerüche und Bakterien werden bei diesem "Waschvorgang" an der Luft abgetötet. Besonders gut funktioniert das bei kalten Temperaturen. Im Herbst und Winter können die Hosen einfach nach draußen gehängt werden, im Sommer wandern sie über Nacht ins Gefrierfach – z.B. in einem sauberen Stoffbeutel. Bakterien und Keime haben bei diesen Temperaturen wirklich keine Chance.

Wenn die Jeans doch mal richtig gewaschen werden muss

Natürlich eignet sich diese Art des Waschens nicht für alle Flecken: bei Gras, Rotwein oder Soßen hilft nur die Waschmaschine. Damit der Stoff nicht komplett ausblutet, wird die Hose am besten auf links gedreht.

Außerdem sollten Sie kein Vollwaschmittel verwenden, da die enthaltene Bleiche der Farbe extrem zusetzet. Raw-Denim-Jeans sollten immer allein in die Schonwäsche wandern, weil sie ihre Farbe verlieren und in einer vollen Trommel unschöne Waschstreifen entstehen. Zusätzliches Wasser in der Maschine sorgt dafür, dass die Hose sich frei bewegen kann.

Achtung: Wird die Hose über 40 Grad gewaschen, geht sie ein – auf jeden Fall wird sie kürzer. Deshalb sollte eine Raw-Denim-Hose nie vor dem ersten Waschen gekürzt werden!

Tipp: Wenn Sie wollen, dass die Hose eingeht, weichen Sie sie ohne Waschmittel in 40 bis 50 Grad heißem Wasser für etwa 30 Minuten in der Badewanne ein. Danach nicht auswringen und möglichst glatt am Bügel zum Trocknen über die Wanne hängen.

Natürlich können Jeanshosen auch von Hand gewaschen werden – am besten in der Badewanne. Der Schmutz wird so aus dem Material geweicht, mechanische Verletzungen der Fasern werden minimiert. Auch hier wichtig: So wenig Waschmittel wie möglich verwenden, um die Farbe zu schützen.

Pflege-Tipps für Ihre Lieblings-Jeans

  • Trocknen
    Egal für welche Form der Wäsche Sie sich entschieden haben: Raw-Denim-Hosen haben nichts im Wäschetrockner verloren. Die Temperaturen sind zu hoch, die Farbe verblasst. Ideal: Hängen Sie die feuchte Hose mit einem verstellbaren Hosenbügel an die Luft und vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, da die Farbe sonst ausbleicht.
  • Bügeln
    Das Plätten mit dem Eisen können Sie sich eigentlich sparen, da Denim beim Tragen nach kürzester Zeit faltenfrei wird. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, sollte die Hose unbedingt auf links gedreht werden, um die Farbe zu schützen.
  • Flecken
    Ein kleines Malheur auf der Hose bedeutet nicht, dass sie sofort eine Runde in der Maschine drehen muss. Meist reicht es, den Fleck mit Wasser, etwas Spülmittel und einer kleinen Bürste zu behandeln – nicht zu fest rubbeln, damit keine hellen Stellen entstehen.

Jedes Jahr erfinden Designer die Jeans neu. Im Sommer 2018 sind Dark-Denim-Modelle – also Hosen, Röcke, Kleider oder Jacken aus besonders dunklen Stoffen – maximal in. Der Stoff wird mehrmals gefärbt, um den besonders dunklen Farbton zu erzielen. Auf Verzierungen haben die Designer verzichtet, da der Fokus auf dem Material liegen soll.

Besonders auffällig – und seit vielen Jahren nicht mehr gesehen – sind Hosen im Patchwork-Look. Dabei werden verschiedenfarbige Materialen verarbeitet, um ein besonders extravagantes Endprodukt zu erzielen. Dazu: Schlichte Oberteile und elegante Accessoires sorgen für einen modernen Look.

Ein großes Thema spielen Unisex-Schnitte – also Modelle, die Männern und Frauen gleichermaßen stehen. Die klassischen Schnitte sorgen dafür, dass sich die Hosen jeder Figur perfekt anpassen.

Nicht totzukriegen sind Hochwassserhosen. Im Sommer 2018 enden sie kurz über oder direkt am Knöchel – ein tolle Länge, um den Fokus auf schicke Schuhe zu lenken.

Wer Denim mag, wird diesen Trend lieben: coole All-Over-Looks. Um den Trend nachzustylen, werden Unter- und Oberteile mit der gleichen Farbe kombiniert. Dazu: schlichte Accessoires und wenig Schmuck – der Stoff soll im Vordergrund stehen.

Auch das Drunter ist wichtig: Erfahren Sie hier, ob Tangas wirklich Ihre Gesundheit gefährden können.

Weiß, Jumpsuit und Badeanzüge mit Mesh-Einsätzen: Ein Stylistin erklärt, was diesen Sommer bei kurvigen Frauen angesagt ist. . Noch viel mehr rund um Modetrends erfahren Sie auf unserer Themenseite.

Seite

Kommentare