01.07.2019

Was Mode-Expertinnen raten Rund um Sommermode: Styling-Tipps für kurvige Frauen

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Di, 23.01.2018, 13.50 Uhr

Mode Tricks gegen Problemzonen

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Trendfarbe Weiß, Jumpsuit und Badeanzüge mit Mesh-Einsätzen: Was bei kurvigen Frauen angesagt ist, zeigen die bekanntesten deutschen Bloggerinnen auf Instagram. BILD der FRAU hat eine Stylistin gebeten, die Plus-Size-Looks zu analysieren. Lesen Sie hier ihre Styling-Tipps.

Sitzt, schmeichelt, passt und lässt strahlen: Sommermode für kurvige Frauen heißt vor allem: sich wohlfühlen, den hohen Temperaturen strotzen, Trends setzen und zu sich stehen: Bekannte deutsche Bloggerinnen stellen hier vor, was angesagt ist – und eine Expertin beantwortet die wichtigsten Fragen zu den jeweiligen Trends.

"Den perfekten Körper gibt es sowieso nicht, und Schönheit kommt von innen", schreibt Plus-Size-Model Stella Sieger, die für Lovelycurves.de bloggt. Sieger trägt Konfektionsgröße 44 und fackelt bei Temperaturen jenseits der 30 Grad nicht lange: "Bei solchen Temperaturen ist für mich klar, dass ich kurze Hosen und Kleider trage, auch mit einer Konfektion 44. Ich überlege gar nicht erst, ob das irgendwer als unangemessen empfinden könnte, oder ob es sich ‚gehört‘, kurze Kleider zu tragen, wenn man Cellulite oder dickere Beine hat."

Styling-Tipps für kurvige Frauen: Badeanzüge und Bikinis

Genauso selbstverständlich wie das Tragen von kurzen Hosen und Kleidern ist es für das Model, sich in Bikinis zu zeigen. Stella Siegers Styling-Tipp: Badeanzüge mit Mesh-Einsätzen (luftdurchlässige Textilnetzgewebe) bewirken Wunder. High-Waist-Badehosen sind eine schöne Alternative dazu.

Zu ihrem Bikini im Leo-Print hatte das Model aber eine eher schwierige Beziehung. Sie schreibt selbst, dass sie den Bikini eigentlich sehr mag, aber lange nicht mehr angezogen hatte, weil eine einzige Person einmal zu ihr meinte, er sei für ihre Brustform ungeeignet. Doch die Bloggerin findet mittlerweile klare Worte: "Es ist wirklich unfassbar, was die Aussage eines einzelnen, oft fremden Menschen mit uns machen kann!" Und weiter: "Ja ok, es gibt Bikinis, die besseren Halt geben oder meine Brüste schöner formen, aber ich finde mich mit gepushtem Dekolleté schön und auch ohne. Alles an mir ist okay, also was stört es mich denn, wenn mal ein Teil nicht gut sitzt?" Recht hat sie!

Unsere Expertin ist da ein wenig strenger...

Expertin Carola Voosen, Stylistin bei Zalon, zum Thema Bademode

Worauf sollten kurvige Frauen beim Kauf eines Bikinis achten?

Für mich als Stylistin ist die Passform das Wichtigste. Die Hose sollte hoch geschnitten sein, denn somit kaschiert man wunderbar den Bauch. Das Oberteil sollte am besten mit Schalen sein, denn Plus-Size-Frauen haben ein tolles Dekolleté, was gerne gezeigt werden kann. Breite Träger sind für den Sitz des Oberteils sehr gut.

Was raten Sie denjenigen, die sich nicht trauen, einen Bikini anzuziehen?

Ein Badeanzug mit Shaping-Effekt ist mein Favorit. Diese sitzen einfach gut und haben tolle Einsätze, welche Figur-formend wirken. Ebenfalls empfehlenswert sind Tankinis, d.h. ein Oberteil im Stil eines Tops und eine Hose. Meist haben sowohl Badeanzüge als auch Tankinis raffinierte Wickeloptiken, welche geschickt kleinere Problemzonen kaschieren.

Welcher Schnitt ist besonders empfehlenswert – und warum?

Für mich ganz klar ein Bügelbikini mit passender Hose. Die Cups stützen die Brust, heben sie an und zaubern ein tolles Dekolleté. Die passende Hose darf nicht zu hoch geschnitten sein. Dabei ist es gut, dass man das Oberteil und die Hose in verschiedenen Größen bestellen oder kaufen kann.

Doppelter Kurvenschmeichler: Wickelkleid mit V-Neck

Bei Plus-Size-Bloggerin Cécile müssen die Details stimmen. Auf ihrem Blog Theodora-flipper.de schreibt sie: "Ist ein V-Ausschnitt vorhanden schlage ich bei dem Objekt der Begierde meist sofort zu. Der Blick wird sofort auf den Ausschnitt gelenkt, was nicht heißt, dass man viele Einblicke ins Dekolleté gewähren muss. Es verlängert den Hals optisch und wirkt sanft & edel."

Sie betont immer wieder, dass sie luftige Sommerkleider absolut liebt. Ob nun mit süßen Polkadots wie auf ihrem Instagram-Bild oder aber Kleider mit Wickeloptik, die immer eine schöne Silhouette zaubern.

Stylistin Carola Voosen zum Thema Wickelkleid

Wann lohnt es sich, das Dekolleté (mit einem V-Ausschnitt) zu betonen?

Eigentlich immer! Wenn man ein schönes Dekolleté hat, sollte man dies auch immer zeigen.

Wer sollte keinen V-Ausschnitt wählen?

Frauen mit wenig Busen sollten auf einen V-Ausschnitt verzichten, da der Busen sonst noch kleiner wirkt.

Sind Wickelkleider per se Kurvenschmeichler? Wem stehen sie nicht?

Wickelkleider sind optimal für Plus-Size-Frauen. Denn damit werden genau die richtigen Kurven betont: Busen und Taille! Auch hier ist es so, dass Wickelkleider Frauen mit wenig Busen nicht stehen.

Was sollten kurvige Frauen beim Styling beachten?

Das Wickelkleid sollte immer bis mindestens zum Knie gehen, oft sind Ärmel von Vorteil, und schöne Muster können auch gut kaschieren.

Auf die Länge kommt es an!

Beerentöne stehen hoch im Kurs von Bloggerin Katha. Auf ihrem Blog Kathastrophal.de stellte sie vergangenes Jahr ein Jerseykleid vor, das ihr sofort Komplimente einbrachte – und das auch heute noch topaktuell ist. Aktuell ist die süße Bloggerin schwanger, weshalb sie ihre Sommeroutfits entsprechend anpasst.

"Ich liebe die Farbe, den lockeren Schnitt, die Länge und die Länge der Ärmel, dass es mit Bio-Baumwolle hergestellt wurde… ganz ehrlich, ich will es gar nicht mehr ausziehen“, schreibt Katha.

Dass es sich um ein Kleid ohne Ärmel und mit kurzem Rock handelt, was einige kurvige Frauen niemals anziehen würden, tut Kathas Begeisterung keinen Abbruch. Wie bewertet die Expertin ihren Styling-Tipp?

Stylistin Carola Voosen zum Thema optimale Länge

Ärmelloses Kleid vs. Kleid mit Ärmeln: Welche Ärmellänge ist optimal aus Sicht des Stylisten?

Für mich als Stylistin sind Kleider mit Ärmeln immer am vorteilhaftesten. Die Ärmellänge ist ideal bis zum Ellbogen oder in ¾-Länge.

Woran erkenne ich, dass der Rock zu kurz ist?

Der Rock ist dann zu kurz, wenn man einfach zu viel sieht. Er sollte auf jeden Fall bis kurz vor dem Knie enden, denn wenn man sich hinsetzt, sollte noch Einiges bedeckt sein.

Wem würden Du einen langen Rock empfehlen?

Großen Frauen mit langen Beinen.

Wer kann zum Minirock greifen?

Frauen mit makellosen Beinen!

Kein Sommertrend ohne die passende Sonnenbrille: Das sind die schönsten Modelle der Saison!

Jumpsuit: Keine Frage der Konfektionsgröße

Der dunkelblaue Einteiler mit Carmen-Ausschnitt und weißen Sternchen war für die Sommermode für kurvige Frauen die Wahl von Plus-Size-Bloggerin Jules für ein Fotoshooting in Griechenland. "Dass ich mal einen Jumpsuit tragen würde, hätte ich nie gedacht und dann auch noch mit kurzen Beinen. Und das Coolste: Ich fühle mich auch noch wohl darin!", schreibt sie auf ihrem Blog Schoenwild.de.

Stylistin Carola Voosen zum Thema Jumpsuit

Wie sollte ein Jumpsuit geschnitten sein, damit er perfekt passt?

Ein Jumpsuit sollte genau die Merkmale verkörpern, wie eine Jeans mit Oberteil. Wenn Frauen gerne Jeans in Slim Fit mit engem Shirt tragen, dann sollte der Jumpsuit genau diese Eigenschaften haben. Mag man eher gerade Schnitte, sollte man einen Jumpsuit mit geradem Bein und lockerem Oberteil wählen.

Kurze oder lange Beine: Wann wähle ich was?

Bei kurzen Beinen sollte man bis zum Knie oder die Midi-Länge wählen. So wirkt man nicht so gestaucht. Bei langen Beinen kann man alles tragen, wenn man sich wohl fühlt.

Der dunkelblaue Jumpsuit hat kleine weiße Sternchen: Wie ist Ihr Styling-Tipp in puncto Muster?

Mit Muster kann man viel bewirken. Es kann durchaus kaschieren und es muss nicht direkt der Komplett-Look sein. Für einen sanften Einstieg reicht oft schon gemusterte Schuhe oder eine Tasche. Sie peppen so ein eher zurückhaltendes Uni Outfit auf. Aktuell für den Sommer empfehle ich gemusterte Hosen mit einem schlichteren Oberteil, denn der Oberkörper ist breiter als Beine und Hüfte.

Sollte ich als kurvige Frau eher kleine Muster oder große Prints tragen?

Ganz egal, denn das Wichtigste ist, bleib in der gleichen Farbwelt!

Und hier verrät Guido Maria Kretschmer die ultimativen Modetrends für Frühjahr/Sommer 2018.

Modefarbe Weiß: Ein Fashion-No-Go für Kurven?

Dass Schwarz schlank macht, ist hinreichend bekannt – diesen Styling-Tipp machen sich schlanke genauso wie kurvige Frauen zunutze.

Verena Prechtl trägt Konfektionsgröße 52 und ist eine von zwei Bloggerinnen des Blogs Theskinnyandthecurvyone.com. Sie bricht eine Lanze für weiße Mode: "Für mich bedeuten helle Farben immer 'Sommer‘ und vermitteln mir ein Gefühl von Leichtigkeit und Reinheit." Und das zeigt sie: Auf ihrem Instagram-Kanal überwiegt helle Kleidung – und das sieht frisch-sommerlich aus.

Stylistin Carola Voosen zum Thema weiße Kleidung

Macht weiß optisch dick?

Nein, weiß macht nicht optisch dick, man sieht nur bei weiß viel mehr als bei schwarz.

Für alle, die im Sommer nicht auf Weiß verzichten möchten: Was sollten sie beim Styling beachten?

Bei Plus-Size-Frauen achte ich immer darauf, dass das Unterteil in schwarz oder blau ist. Gerne kombiniere ich für den Sommer weiße Oberteile mit floralen Prints. So kommt der Sommer gut rüber.

→ Hier erfahren Sie mehr über unsere Expertin Carola Voosen, Stylistin bei Zalon.

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Gerade bei Bademode – egal ob Bikini oder Badeanzug – sollte der Schnitt die eigenen Rundungen betonen. Den Ratgeber und Styling-Tipps für kurvige und weniger kurvige Frauen lesen Sie hier.

Werfen Sie in puncto Modetrends auch einen Blick auf die Badeanzug- und Bikini-Trends!

Übrigens: Es ist schön und wichtig, dass in Zeiten von Size-Zero-Models eine Kampagne wie "Body Positivity" immer mehr an Bedeutung zulegt. Wir zeigen drei tolle Projekte, die Frauen mit vermeintlichen Schönheitsmakeln feiern.

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