15.03.2018

Star-Designer Thomas Rath Das sind die 10 häufigsten Mode-Fehler von Frauen

Was ziehe ich nur an? Beim Griff in den Kleiderschrank sollten einige Dinge beachtet werden. Thomas Rath verrät die häufigsten Mode-Fehler von Frauen.

Foto: iStock/megaflopp, imago/Future Image (Collage Bild der Frau Online)

Was ziehe ich nur an? Beim Griff in den Kleiderschrank sollten einige Dinge beachtet werden. Thomas Rath verrät die häufigsten Mode-Fehler von Frauen.

Designer Thomas Rath weiß, was in der Mode-Welt angesagt ist und was Frauen steht. Der 52-Jährige verrät hier die 10 häufigsten Mode-Fehler von Frauen – und wie einfach sie vermieden werden können.

Im Leben von Thomas Rath dreht sich fast alles um Mode. Der 52-Jährige wusste schon während der Schulzeit, dass er später in dieser Branche tätig sein möchte. Er führte als Designer unter anderem bekannte und angesehene Marken wie wie Jil Sander, Mulberry und Escada zum Erfolg. Sein Gespür für das, was Frauen und Männer wollen, gilt in der Branche als bemerkenswert. Er weiß einfach, was angesagt ist.

Häufig ist es die Einfachheit, die einen Look besonders macht. Damit eine Frau stilsicher unterwegs ist, muss sie nicht jeden Trend mitmachen und aktuelle Fashion-Magazine lesen. bildderfrau.de hat bei Rath nachgefragt und der Star-Designer hat hier die 10 häufigsten Mode-Fehler von Frauen verraten.

1. Falsche Proportionen

Ob nun oben zu figurbetont oder unten zu leger. Falsche Proportionen sind nicht schmeichelhaft sondern unvorteilhaft. Proportionen sind das A und O des gekonnten Stylings.

Tipp: Die Proportionen sollten immer der Figur angepasst und stimmig gewählt werden. Probieren Sie verschiedene Schnitte und Längen aus, so finden Sie schnell heraus, was Sie am besten zusammen tragen können und was besonders gut zu Ihrer Figur passt.

2. Zu weite Kleidung

Der berühmte Oversize Look steht nicht jedem. Oftmals glauben, irrtümlicherweise, Damen mit etwas weiblicherem Rundungen, sehr weite Kleidung sei von Vorteil. Doch das täuscht, auch hier kommt es vielmehr aus die geschickte Kombination von Betonung der eigenen Stärken und Kaschieren der Problemzonen an.

Tipp: Vertrauen sie am besten den ehrlichen Rat ihrer besten Freundin oder fragen einen Experten. Manchmal hilft es auch ein Selfie von sich im neuen Outfit zu machen und selbst einen kritischen Blick drauf zu werfen.

3. Zu enge Kleidung

Die wenigsten Modefans können tatsächlich hautenge Kleidung tragen. Achten sie vor allem immer darauf, dass nicht unnötiger Weise Problemzonen betont werden. Das heißt nicht, dass die Kleidung immer locker und weit getragen werden muss.

Tipp: Achten Sie einfach darauf, dass Sie die Kleidung passend zu ihrem Typ wählen. Wenn Sie unsicher sind, dann probieren Sie ein Teil in verschiedenen Größen an. Durch den direkten Vergleich finden Sie schnell heraus, was zu eng oder zu weit ist.

4. Muster all over

Muster können kaschieren und ein Mehrwert für das Styling sein. Allerdings sollte man es nicht übertreiben. Sowohl im Oberteil als auch bei der Hose oder dem Rock zum gleichen Muster greifen geht gar nicht. Aus All Over wird schnell Uniformierung und das ist leider nicht vorteilhaft

Tipp: Weniger ist manchmal mehr. Einzelne Akzente setzen ist gut aber das Outfit sollte immer ausgewogen und stimmig sein.

5. Zu viel Print

Wer sich für zu viele Aufdrucke entscheidet macht den gleichen Fehler wie bei Muster all over. Das Outfit wirkt überladen. Selbst ein gut geschnittenes Outfit bekommt so eine viel zu starke Signalwirkung – man weiß gar nicht wo man zuerst hinschauen soll.

Tipp: Hier gilt das gleiche wie beim Muster: Weniger ist mehr – die Mischung macht's. Ein Print soll immer das Tüpfelchen auf dem i sein und das Outfit abrunden, es aber nicht komplett bestimmen.

6. Falsche Farbe

Eine Farbe muss immer zum Typ passen. Vor allem, wenn man starke Farbe tragen will. Zu einem hellen Hauttypen passen zum Beispiel starke Farben, wie ein sattes Grün oder kräftiges Blau, sehr gut. Wählen blasse Frauen hingegen Kleidungsstücke in weiß, creme-farben oder im blassen Beige, dann wirken sie schnell schnell fahl und kränklich.

Tipp: Auf Nummer sicher gehen Sie immer mit Pastelltönen. Um ganz genau zu erfahren, welche Farben Ihnen besonders gut stehen, sollten Sie eine Farbberatung beim Profi machen. Wenn Sie die "richtigen" Farben tragen, kommen Sie und Ihr Outfit viel besser zur Geltung.

7. Zu bunt

Ein häufiger Mode-Fehler bei Frauen ist auf jeden Fall der Griff in die komplette Farbpalette. Entscheiden sie sich für ein, zwei, vielleicht auch drei Farben, die ihnen wirklich gut stehen. Denken Sie dabei auch an die Wahl Ihrer Schuhe. Auch die sollten farblich nicht rausstechen.

Tipp: Bleiben sie auf jeden Fall in der Farbfamilie. Das macht Ihr Outfit stillvoller. Harmonie und Spannung sollte ihr Outfit bestimmen. Oftmals ist es ihr erster Impuls, der ihnen einen Hinweis gibt, ob sie sich auf der modisch sicheren Seite befinden. Vertrauen sie ihrem Geschmack.

8. Optische Übertreibung

Überlegen Sie sich immer, wofür Sie sich anziehen. Die Abendrobe kann im Theaterfoyer strahlen und tagsüber im Kaffee schnell übertrieben aussehen. Stilvoll und stilsicher heißt nicht "Je mehr, desto besser“.

Tipp: Der Anlass gibt die Richtung vor: abends eher schick und tagsüber leger. Etwas förmlicher im Büro und lockerer beim Shopping mit der Freundin. Fühlen sie sich wohl! Nur nicht sich selbst dazu zwingen, den Bauch einzuziehen, gewissen Bewegungen zu vermeiden oder gar nur im Stehen den Drink genießen. Mode soll ihnen Freiräume geben und sie nicht einengen.

9. Falschen Schnitten hinterhereifern

Glücklicher Weise hat der liebe Gott uns alle unterschiedlich geschaffen. Die eine hat etwas mehr Oberweite und kräftigere Armen, die andere Dame ist etwas zierlicher, hat aber trotzdem etwas weiblichere Hüften. Nicht jeder Trägerin steht auch jedes Outfit.

Tipp: Diesen Mode-Fehler können Sie ganz einfach vermeiden mit einem ehrlichen Blick in den Spiegel. Denn dieser verrät Ihnen, was sie tragen können und was nicht. Ärmellos steht Ihnen nicht? Dann kaschieren Sie dies mit einem leichten Schal oder Tuch. Kurze Hosen finden Sie schön, aber ihre Knie finden Sie selbst nicht attraktiv? Dann wählen Sie einen Schnitt der knapp unterhalb des Knies endet – das macht mehr aus ihrem Typ und am Ende zaubert es ein breiteres Strahlen in ihr Gesicht.

10. Kleidung ohne Elasthan

Es ist wohl einer der wichtigsten Stoffe in der Modewelt: Elasthan. Dank des Zaubergarns bleibt Kleidung selbst nach langem Tragen noch in Form. Der Schnitt sitzt – und die Figur wird perfekt in Szene gesetzt. Elasthan macht modische Kreationen tragbar und sorgt dafür, dass sie sich in jeder Situation auf ihren Look verlassen können.

Tipp: Elasthan ist auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass Mode bequem ist. Gleichzeitig haben Sie jederzeit die Möglichzeit sich frei zu bewegen, die ein oder andere Treppe zu erklimmen oder sich mal kurzerhand aufs Fahrrad zu schwingen. Ausgebeulte Knie in Jeanshosen, zu lockere Umspielung des Pos oder fehlender Sitz im Oberkörperbereich – mit Elasthan bleiben ihnen diese Sorgen ersparrt.

Und der wichtigste Tipp

LOVE YOURSELF. Nur wer sich selbst liebt, wer mit sich selbst zufrieden ist, der zieht Komplimente magisch an. Sie sind einmalig. Sie sind anziehend.

Stehen sie zu sich selbst, nichts ist schlimmer als fehlendes Selbstbewusstsein. Manch ein kleiner Mode-Fehler bei Frauen wird durch ein selbstbewusstes Auftreten kaschiert. Sie sind es sich wert.

Mehr über Thomas Rath gibt's auf seiner Website www.thomas-rath.com oder auf seiner Facebook-Seite: www.facebook.com/designer.thomasrath/

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