22.06.2017

Achselschweiß? Cool bleiben Spray, Roll-On, Creme: Welches Deo ist das Richtige?

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Deos sind praktische kleine Helfer im Alltag - wollen Sie störende Schweißausbrüche oder Deoflecken vermeiden, kommt es auf die richtige Anwendung an.

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Deos sind praktische kleine Helfer im Alltag - wollen Sie störende Schweißausbrüche oder Deoflecken vermeiden, kommt es auf die richtige Anwendung an.

Schweiß stoppen, Geruch neutralisieren, Sprühen oder Rollen ... Frische-Spezialisten gibt es für jedes Bedürfnis. So wenden Sie Deodorants richtig an.

Wie vermeide ich Deo-Flecken?

Wichtig ist, die Kleidung erst anzuziehen, wenn das Deo vollständig eingezogen ist. Deo-Roller trocknen außerdem langsamer als Sprays. Clever sind Deos, die durch ihre besondere Formulierung Flecken auf weißen oder schwarzen Textilien vermeiden.

Lassen sich Schweißausbrüche in Stress- oder Angstsituationen mit einem Deo vermeiden?

Leider nicht! In diesen Fällen könnte aber ein Antitranspirant helfen, weil es die Schweißdrüsen schließt. Dieses sollte am Abend vorher aufgetragen werden. Angstschweiß wird von den apokrinen Drüsen produziert, sie sitzen in Achseln und Leisten.

Gut zu wissen: scharfes Essen, Nikotin und Koffein meiden, denn sie pushen den Adrenalinausstoß.

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Spray, Stein, Creme oder Roll-On?

Das ist reine Geschmacksfrage. Sprays erfrischen am besten, Roll-ons arbeiten zielsicher und sind handlich. Bergkristall-Deos werden oft als natürliche Deo-Variante beworben. Sie bestehen aber aus industriell hergestelltem, kristallinem Aluminiumsalz.

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Sollte Alkohol in Deos vermieden werden?

Brennt und kribbelt es nach dem Auftragen, greifen Sie lieber zum alkoholfreien Deo. Das gilt vor allem nach der Rasur. Auch Sprays mit Salbei und Zitrus schützen auf natürliche Weise und unterbinden mit ätherischen Ölen unangenehme Müffel-Gerüche für mehrere Stunden.

Was verstärkt den Deo-Effekt?

Mit kurzem Aufsprühen ist es nicht getan: Vorher duschen - vor allem die Achseln waschen - verstärkt den Deo-Effekt. Auch eine Achselrasur hilft, denn Achselhaare halten den Schweiß und bieten Bakterien Angriffsfläche. Auch der ph-Wert 5,5 trägt zur natürlichen Desodorierung bei.

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Was lindert noch Nässe und Geruch?

Salbei, ob innerlich oder äußerlich angewandt, reduziert den Schweißfluss. Auch Bockshornkleesamen und Heilerde können Schweißdrüsen drosseln. Gegen peinliche Schwitzflecken helfen Unterzieh-Shirts mit eingearbeiteten Achselpads.

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Welchen Vorteil haben Produkte ohne Aluminium?

Alufreie Produkte verschließen die Poren nicht, sondern lassen die natürliche Selbstregulierung des Körpers zu. Hier überlagern die Duftstoffe lediglich den Schweißgeruch und der Alkohol desinfiziert. Wer jedoch sehr stark schwitzt, ist mit Aluminiumsalzen besser bedient.

Wann ist ein Antitranspirant richtig?

Wer zu stärkerem Schwitzen neigt, bei Hitze einen wichtigen Termin hat oder zum Sport geht, ist mit einem Antitranspirant auf der sicheren Seite. Enthaltene Aluminiumsalze verengen die Poren, so kann Achselnässe gar nicht erst entstehen.

Dieser Artikel erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 22.

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