18.04.2018

Antibakterielles Heilmittel Teebaumöl macht Haut über Nacht schöner

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Teebaumöl hilft bei unreiner Haut: Es  hemmt Bakterien und hat eine leicht austrocknende Wirkung.

Foto: iStock/Jacob Wackerhausen

Teebaumöl hilft bei unreiner Haut: Es hemmt Bakterien und hat eine leicht austrocknende Wirkung.

Mit unreiner Haut müssen sich Frauen jeden Alters herumschlagen. Der kleine Alleskönner aus dem australischen Teebaum kann aber Abhilfe schaffen.

Immer mehr Frauen sind von unreiner Haut betroffen, sogar im reiferen Alter: Stress, Doppelbelastung und Umweltgifte fordern die Widerstandskraft unserer Haut heraus. Auch hormonelle Schwankungen können Ursache sein. Ist die Haut erst geschwächt und aus der Balance geraten, haben Bakterien leichtes Spiel. Die Folge: Akne, Pickel oder schmerzhafte Pusteln. Warum Teebaumöl der Haut hilft und in keiner Hausapotheke fehlen sollte.

Teebaumöl für die Haut: Natürliches Antibiotikum mit uralter Tradition

Die australischen Aborigines wussten schon lange vor der modernen Schulmedizin, wie man Entzündungen mit den Heilkräften der Natur behandelt. Die Ureinwohner kochten aus den Blättern des Teebaums einen Sud, von dessen medizinischer Wirkung später auch die europäischen Einwanderer begeistert waren. Bis zur Entdeckung des modernen Antibiotikums Penicillin galt Teebaumöl immerhin als Standardmittel gegen Entzündungen und wurde sogar bei Operationen eingesetzt.

Wie viele Hausmittel ist auch Teebaumöl in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, wie wir finden. Denn die stark antibakterielle Wirkung ist wissenschaftlich bewiesen. Das ätherische Pflanzenöl wirkt sogar gegen Viren und Pilze. Das Geheimnis sind über hundert Substanzen, die inzwischen im Öl identifiziert wurden. Die Natur weiß eben, was gut ist.

Ätherische Waffe gegen unreine Haut

Auch wenn die Haut verrückt spielt: Statt an Pickeln herumzufummeln, was das Problem nur verschlimmern würde, tragen Sie einfach mit einem Wattestäbchen ein paar Tropfen Teebaumöl auf die gereinigten Hautstellen auf. Damit schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Teebaumöl hemmt Bakterien, zum Beispiel Akne-Erreger. Zum anderen haben die ätherischen Öle eine leicht austrocknende Wirkung auf die Haut. Die besten Resultate erzielen Sie über Nacht, dann können die Inhaltsstoffe in Ruhe wirken. Am nächsten Morgen hat sich die Entzündung meist schon gebessert.

Zur Behandlung von hartnäckigen Mitessern verdünnen Sie am besten das Teebaumöl mit etwas destilliertem Wasser auf einem Wattepad und tupfen mit dieser Tinktur die betreffenden Areale ab. Aber nicht mehr als zwei Mal pro Tag! Öftere Anwendung würde Ihre Haut nur unnötig reizen.

Wenn Sie unter Akne leiden, können Naturheilmittel auf sanfte Art Linderung schaffen. Einen Hautarzt sollten Sie bei schlimmer Form aber auch einmal über Ihre Haut schauen lassen.

Teebaumöl kann noch viel mehr – aber birgt auch Risiken

Die therapeutische Wirksamkeit bei Akne wurde in Studien wissenschaftlich bestätigt. Aber Teebaumöl kann noch viel mehr. Die Naturheilkunde schätzt das wertvolle Öl auch wegen seiner Kraft gegen Viren und Pilze. Traditionell wird es daher auch bei Fuß- und Nagelpilz, Warzen und auch Herpes angewandt. Selbst bei Mundgeruch und Zahnfleischentzündungen kann verdünntes (!) Teebaumöl erste Hilfe leisten und die Wundheilung fördern.

Teebaumöl ist ein hochwirksames Heilmittel. Es birgt aber auch einige Risiken, vor allem für Allergiker. Testen Sie die Verträglichkeit deshalb vorher an einer kleinen Stelle. Außerdem ist das Öl selbst sehr empfindlich. Durch Licht und Sauerstoff beginnt es zu oxidieren, wobei Stoffe entstehen, die Kontaktallergien auslösen können. Kaufen Sie deshalb nur kleine Flaschen und lagern Sie das Öl luftdicht und vor Licht geschützt an einem kühlen Ort.

Sie möchten weitere Hausmittel gegen Pickel ausprobieren? Gleich eine ganze Reihe hat sich bewährt. Außerdem gibt es tolle Naturheilmittel gegen allgemeine Hautprobleme.

Weitere Tipps für die Anwendung von Teebaumöl

  • Zum Baden: Geben Sie ein paar wenige Spritzer in Ihr Badewasser. Da beruhigt das Teebaumöl nicht nur die Haut, auch die Seele wird durch die ätherischen Dämpfe ins Gleichgewicht gebracht.
  • Zum Massieren: Mischen Sie ein paar Tropfen Teebaumöl mit einem anderen Öl, zum Beispiel Jojoba- oder Mandelöl. Achten Sie darauf, dass Ihre Hände nicht die Augen berühren!
  • Zum Haare waschen: Ein paar Tropen Teebaumöl im Shampoo lindern Juckreiz und Schuppen.
  • Zum Füße pflegen: Etwas Teebaumöl im Fußbad wirkt desodorierend, beugt Fußpilz vor und bringt müde Beine auf Trapp.
  • Zum Gesicht reinigen: Verdünnen Sie das Teebaumöl mit etwas Wasser auf einem Wattepad und tupfen Sie das Gesicht damit ab. Vorsicht, nicht an den Augen anwenden!
  • Zum Gurgeln: Einfach fünf Tropfen in einem Wasserglas verdünnen und mit dieser Lösung langsam den Mund- und Rachenraum spülen. Erfrischt den Atem und lindert Entzündungen.

Teebaumöl kann zudem noch helfen, Beauty-Pannen im Sommer zu verhindern.

Diese zehn Frauen haben es mit der alterslosen Schönheit maßlos übertrieben. Klicken Sie sich durch die Bilder.

Wenn Ihnen Teebaumöl für die Haut nicht reicht: Mehr zum Thema Hautpflege lesen Sie auf unserer Themenseite. Dort erhalten Sie unter anderem Tipps zum Vermeiden von 13 Hautpflege-Fehlern.

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