02.06.2017

Kleid passte nicht Größenwahnsinn: Studentin löst Shitstorm gegen H&M aus

Wie demotivierend, wenn eine Frau mit Kleidergröße 40 nur mit Mühe in ein Kleid der Größe 44 passt.

Foto: iStock/megaflopp

Wie demotivierend, wenn eine Frau mit Kleidergröße 40 nur mit Mühe in ein Kleid der Größe 44 passt.

H&M steht wegen zu eng geschnittener Kleidung wieder mal in der Kritik. Eine Studentin mit Konfektionsgröße 40 passte kaum in ein Kleid mit Größe 44. Ihrem Ärger machte sie per Facebook Luft.

Lowri Byrne aus dem walisischen Swansea (Großbritannien) wollte sich beim Moderiesen H&M ein hübsches Sommerkleid gönnen. Weil sie Konfektionsgröße 40 trägt, griff sie zu eben der Größe – und erlebte einen herben Rückschlag: Das Kleid passte nicht einmal ansatzweise, erst in eine 44 konnte sie sich gerade so hineinquetschen. Wie demotivierend.

Zu kleine Größen: für viele Frauen ein Desaster

Die 22-jährige Studentin war so aufgebracht, dass sie kurzerhand direkt aus der Umkleidekabine heraus mehrere Selfies auf Facebook postete – mit dem Kommentar: "Das Kleid, das ich anhabe, ist Größe 44, und ich kann darin kaum atmen." Auch einen Appell an H&M direkt schrieb sie dazu: "Bringt mal bitte Ordnung in eure Kleidergrößen, das ist nämlich absolut lächerlich."

Lowrie sprach offenbar all den Frauen Mut zu, denen es ähnlich ergeht: viele Frauen nähmen sich die Sache mit der Kleidergröße ja sehr zu Herzen, schreibt sie. Müsste eine dann nach Größe 48 fragen, obwohl sie eigentlich 42 trägt, wäre sie vermutlich nicht nur am Boden zerstört – viele Kleidungsstücke gäbe es in diesen Größen auch erst gar nicht.

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Größen-Vorfall bringt H&M in die Bredouille

Dass Lowrie Byrne offensichtlich nicht die einzige ist, die sich über den Größen-Irrsinn ärgert, zeigt die Aufmerksamkeit, die sie mit ihrem Post erzeugt hat: Tausende haben ihn schon geteilt und kommentiert und damit einen regelrechten Shitstorm gegen H&M ausgelöst. Zahlreiche Frauen schreiben, dass es ihnen schon ähnlich ergangen ist. Mittlerweile hat die Studentin dem britischen Sender BBC ein Interview gegeben, woraufhin H&M sich genötigt sah, zu reagieren.

Das Bekleidungs-Imperium war sichtlich bemüht, die Wogen zu glätten – das Statement der BBC blieb allerdings eher pauschal und an der Oberfläche. Es sei stets die Absicht von H&M, heißt es da, Kleidung zu entwerfen, in denen sich Kunden wohlfühlen – alles andere sei weder beabsichtigt noch gewünscht. Kleidergrößen seien aber global und hätten keinen rechtsverbindlichen Standard, deshalb gäbe es immer mal wieder Unterschiede bei den einzelnen Marken.

Aber gerade dann dürfte es ja eigentlich nicht so schwer sein, die Größen an Normalsterbliche anzupassen. Bleibt abzuwarten, ob H&M aus dem Shitstorm lernt – oder Kundinnen lieber weiterhin verprellt.

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