08.05.2017 - 11:47

Sogar Gefängnis-Strafe droht Neues Gesetz: Magermodel-Verbot in Frankreich

Wer zukünftig als Model in Frankreich auf den Laufsteg will, der muss ein ärztliches Attest vorlegen.

Foto: imago/ZUMA Press

Wer zukünftig als Model in Frankreich auf den Laufsteg will, der muss ein ärztliches Attest vorlegen.

Frankreich verbannt jetzt per Gesetz zu dünne Models von Laufstegen. Wer sich nicht daran hält, muss mit hohen Geldstrafen oder Gefängnis rechnen.

Seit Samstag müssen Models in Frankreich ihren Gesundheitszustand vom Arzt bescheinigen lassen. Ziel ist es, die Magersucht in der Branche einzudämmen.

Models brauchen ärztliches Attest

Ein Model muss zukünftig eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, um bei Modeschauen oder Foto-Shootings arbeiten zu können. Im Mittelpunkt steht dabei der Body-Mass-Index, der das Gewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt.

Der Arzt muss dem Model einen gesunden Body-Mass-Index bescheinigen. Die Weltgesundheitsorganisation stuft Menschen als untergewichtig ein, deren Body-Mass-Index unter 18,5 liegt.

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Bei Verstoß drohen bis zu 6 Monate Gefängnis

Wer Models ohne diese Bescheinigung beschäftigt, kann mit bis zu sechs Monaten Haft und einer Zahlung von 75.000 Euro bestraft werden. Die Bescheinigungen müssen alle zwei Jahre erneuert werden. Das Gesetz wurde bereits Ende 2015 verabschiedet, doch erst am Freitag im Amtsblatt veröffentlicht.

Laut einer Mitteilung des Pariser Gesundheitsministeriums soll das Gesetz die Verbreitung von unerreichbaren Schönheitsidealen verhindern und der Magersucht bei Jugendlichen vorbeugen.

Kennzeichnung für retuschierte Fotos

Ab Oktober müssen außerdem Fotos in Werbung, Medien und im Internet mit dem Hinweis "retuschiert" versehen werden, wenn die Figur der Models am Computer nachbearbeitet wurde.

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Kampf gegen Magersucht wird immer wieder diskutiert

Ein Verbot von Magermodels gibt es bereits in Israel. Italien einigte sich mit den Modeverbänden 2006 auf eine Grundsatzerklärung gegen Magersucht. Auch in anderen europäischen Ländern wird das Problem immer wieder diskutiert.

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