Aktualisiert: 19.10.2020 - 15:13

Mehr Freude am Lieblingsschuh Schuhe richtig putzen und pflegen – so geht's

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Damit der Lieblingsschuh lange hält, ist Pflege unerlässlich.

Foto: iStock/Lyamport Galina Vyacheslavovna

Damit der Lieblingsschuh lange hält, ist Pflege unerlässlich.

Haben Sie auch Ihre Lieblingsschuhe, die Sie am liebsten tagein, tagaus tragen würden? Ohne die richtige Pflege hält das jedoch kein Paar aus. Denn je nach Leder- oder Stoffart müssen sie ganz unterschiedlich behandelt werden. Mit unseren Tipps bleiben Ihre Schuhe lange schön!

Frauen pflegen oft zu ihren Schuhen eine besondere Verbindung. Aber pflegen wir sie auch richtig, damit sie lange schönaussehen? In puncto Schuhpflege sollten Schuhfans gut bewandert sein. Wie Sie Schuhe richtig putzen und pflegen – wir verraten, wie es geht.

Schuhe richtig putzen und pflegen

Einige Schuhpflege-Tipps gelten für jedes Paar von Schuhen:

  • Reinigen: Matsch und hartnäckigen Schmutz am besten gleich mit lauwarmem Wasser abwaschen. Ab und an mit einem seifigen Schwamm abreiben.
  • Imprägnieren: Neue Schuhe noch vor dem ersten Tragen und ansonsten regelmäßig mit Imprägnier-Spray einsprühen. Imprägnier-Sprays machen die Oberfläche wasserabweisend und schützen so das Material vor Flecken und Feuchtigkeit. Achtung: Lacklederschuhe nicht imprägnieren! Sie verlieren sonst Ihren Glanz.
  • Pflegen: Pflegen Sie Ihre Schuhe nur im trockenen Zustand! Zuerst imprägnieren, trocknen lassen, danach mit einer Pflegecreme behandeln. So zieht die Pflege besser ein.
  • Trocknen: Schuhe nie in der Nähe von Heizkörpern trocknen! Das macht das Leder brüchig. Stopfen Sie sie am besten über Nacht oder länger mit Zeitungspapier aus.
  • Aufspannen: Nach dem Tragen die Schuhe am besten noch fußwarm auf einen Holzspanner (eine Nummer kleiner als die Schuhe) aufspannen. Dadurch behalten die Schuhe ihre Form, Gehfalten werden geglättet.
  • Abwechseln: Lederschuhe nehmen Feuchtigkeit von Innen und Außen auf. Deshalb ist es wichtig, Schuhe nach dem Tragen einen Tag ruhen zu lassen. Sonst können sich weiße Schweißränder bilden.
  • Aufbewahren: Schuhe vor dem Wegräumen reinigen und aufspannen. Benutzen Sie Stoffsäcke oder Schuhkartons, um sie vor Staub zu schützen. Keine Plastiktüten verwenden, da sich sonst Schimmel bilden kann!
  • Ledersohle: Ledersohlen halten länger, wenn Sie sie einfetten und dadurch imprägnieren. Allerdings nicht vor dem ersten Tragen, da die Sohle sonst rutschig wird.
  • Schuhdesinfektion: Gegen unangenehme Gerüche helfen Schuh-Does, die gleichzeitig eine anti-bakterielle Wirkung haben.

Schuhe richtig an- und ausziehen

Kaum jemand denkt heutzutage, wo alles schnell gehen muss, noch über das An- oder Ausziehen von Schuhen nach, obwohl dabei großer Schaden entstehen kann. Meist erspart man sich das Aufschnüren und presst mit der Schuhsohle gegen die Hacke und hebelt den ersten Schuh vom Fuß. Bei Anziehen des noch geschnürten Schuhs wird die Hacke entweder heruntergedrückt oder mit einem Schuhanzieher bis zur Belastungsgrenze gespreizt.

Beides ist Gift für das Material und wird auf Dauer unschöne Spuren hinterlassen, die schließlich dazu führen werden, dass der Schuh entsorgt werden muss. Fazit: Aufschnüren lohnt sich, denn es schont das Material.

Einige Stiefelformen – zum Beispiel die derzeit so beliebten Cowboystiefel – lassen sich nicht aufschnüren und sind vor allem beim Ausziehen äußerst widerspenstig. Hier hilft ein sogenannter Stiefelknecht, ein schräg gestelltes Brett aus Holz oder Metall, das den Absatz gleichmäßig umschließt und sich die Hebelwirkung zunutze macht.

Pflege von Lederschuhen

Glattlederschuhe: Trockenen Schmutz können Sie leicht mit einer Bürste oder einem feuchten Lappen direkt nach dem Tragen entfernen. Seife nur selten einsetzen, da sie Glattleder auf Dauer auslaugen kann. Schuhe bei Raumtemperatur trocknen lassen, danach farblich passende Schuhcreme, z.B. mit Bienenwachs, auftragen, kurz einziehen lassen und mit Bürste oder Lappen auf Hochglanz polieren.

Raulederschuhe: Rauleder wird umgangssprachlich auch Wildleder genannt. Per Definition ist es jedoch ein auf der Außenseite (Narben- oder Fleischseite) angeschliffenes und dadurch raues Leder, das fast immer durchgefärbt ist. Wildleder stammt von den Wildtierfellen. Wurde die Innenseite (Fleischseite) angeschliffen, handelt es sich um Veloursleder.

Raulederschuhe sind wegen ihrer offenen Fasern pflegeintensiver. Da sie empfindlicher reagieren, sollten sie auch etwas länger auf einem Schuhspanner pausieren (etwa zwei bis drei Tage), bevor sie wieder getragen werden.

Ihre offenen Poren bzw. Fasern machen es auch notwendig, dass sie etwa nach jedem zehnten Mal Tragen imprägniert werden. Ist der Schuh einem Regenguss oder Schnee ausgesetzt, sollte die Imprägnierung danach sofort aufgefrischt werden.

Für die Reinigung von Rauleder gibt es spezielle Bürsten aus Naturborsten oder Metall, mit denen der grobe Schmutz entfernt wird. Danach wird ein Pflegemittel (Schaum oder Spray) aufgebracht, der ca. eine Stunde einwirken sollte. Erst dann sollte der Schuh mit einem speziellen Imprägnier-Spray behandelt werden.

Im Winter: Salzränder entfernen

Bei Glattlederschuhen wird ein Baumwolltuch (kein Papiertuch, weil es fusselt) in Milch getränkt und damit das Salz aus dem Leder gerieben. Die Schuhe danach mit einem sauberen Baumwolltuch abtrocknen, mit farblich passender Schuhcreme einreiben und imprägnieren.

Bei Raulederschuhen werden die Finger immer wieder mit lauwarmen Wasser benetzt (das Material soll nicht durchnässen) und die Salzrückstände herausgeknetet. Danach die Schuhe mit Zeitungspapier ausstopfen und in Ruhe (nicht auf oder in der Nähe einer Heizung!) trocknen lassen. Das Leder in trockenem Zustand noch mal gründlich mit einer Raulederbürste reinigen und mit Pflegeschaum und Imprägnier-Spray behandeln.

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Sneaker richtig pflegen

Reinigen: Grundsätzlich gilt für die sportlichen Stoffschuhe, dass jede Maschinenwäsche Lebenszeit kostet. Wer dennoch die Maschine wählt, sollte folgende Tipps beachten:

  • Groben Schmutz und Schnürsenkel entfernen.
  • Sneakers in einen Textilbeutel packen.
  • Maschine mit Handtüchern oder Bettwwäsche auspolstern.
  • Feinwaschprogramm nicht über dreißig Grad wählen.

Die Reinigung per Hand ist dabei viel schonender. Hinweise darauf, aus welchem Material die Sportschuhe bestehen, befinden sich meist in der Innenseite des Schuhs. Danach richtet sich, welches Pflegematerial zum Einsatz kommen sollte. Außerdem gibt es spezielle Reinigungsmittel für Sneakers im Handel, die Zahnpasta und Co vorzuziehen sind. Wirkungsvolle Alternativen aus dem Haushalt sind Waschmittel, Seife und Shampoo.

Übrigens: Das Pflegemittel sollte immer auf einen fusselfreien Lappen, nie auf das Obermaterial direkt gegeben werden.

Trocknen: Zum Trocknen die Einlegesohlen entfernen und Sneakers mit Zeitungspapier ausstopfen und regelmäßig wechseln. Das Material verformt sich beim Trocknen. Wenn die Sneakers nur noch leicht feucht sind, einen Schuhspanner verwenden.

Tabu sind der Trockner, Fön oder die Mikrowelle. Auch sollten die Sportschuhe nicht in der prallen Sonne trocknen.

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Der Sommer ist vorbei, aber das hat auch seine Vorteile. Denn: Es ist Stiefelzeit! Hier kommen Das sind die Schuhtrends für den Herbst 2020!

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*Fachliche Beratung: Sioux.de und Schuhdealer.de

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