01.08.2020 - 21:55

Vom Nichtalleinseinkönnen Beziehungssucht und wie ein Vierbeiner zur Rettung werden kann

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Eine Beziehungssucht hängt in der Regel mit Angst vor der Einsamkeit zusammen. Ein Freund auf Pfoten kann da helfen.

Foto: iStock.com/Ali Siraj

Eine Beziehungssucht hängt in der Regel mit Angst vor der Einsamkeit zusammen. Ein Freund auf Pfoten kann da helfen.

Manche Menschen können einfach nicht alleine sein – und sind daher geradezu süchtig nach Beziehungen. Welche Probleme das mit sich bringen kann und was hilft:

Der Start in eine neue Beziehung ist aufregend. Das Verliebtsein und die ersten gemeinsamen Erlebnisse sind genauso schön, wie das Zusammenziehen und die Familiengründung. Eine solche liebevolle Partnerschaft besitzt für viele Menschen einen hohen Stellenwert. Doch das Verlangen nach einer Beziehung kann auch mit anderen Faktoren einhergehen. Menschen, die an Beziehungssucht leiden, dienen jene Bindungen oft nur als Mittel zum Zweck. Der Sprung von einer Beziehung zur Nächsten verletzt nicht nur den Partner, sondern tut der gefühlten Einsamkeit keinen Abbruch. Woran Sie Beziehungssucht erkennen und warum ausgerechnet ein Hund eine Lösung sein kann, erfahren Sie bei uns.

Beziehungssucht sollte ernst genommen werden

Hören Sie das Wort Beziehungssucht zum ersten Mal, sind Ihnen möglicherweise ganz andere Bilder durch den Kopf gegangen. Der Kick, eine Vielzahl sexueller Eroberungen zu meistern, hat damit in der Regel oft wenig zu tun. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Abhängigkeit auf emotionaler Ebene. Dass Glück auch während des Singledaseins möglich ist, können betroffene Menschen oft nur sehr schwer verstehen.

Die Ursachen für Beziehungssucht können sehr vielseitig sein. Haben bereits die Eltern den Wunsch nach Anerkennung nicht ausreichend wahrgenommen, kann sich dies bis in Erwachsenenalter fortsetzen. Wer nie gelernt hat, alleine zu sein, hat auch später Probleme damit – es entsteht Angst vor der Einsamkeit..

Beziehungssucht kann sich vielseitig äußern

Auch für die betroffenen Partner kann eine Beziehungssucht zu einer enormen Belastung werden. Eine Partnerschaft braucht viel Pflege und Aufmerksamkeit, jedoch muss auch Platz für andere Dinge vorhanden sein. Dreht sich der Tagesablauf jedoch ausschließlich darum, ist das Problem möglicherweise ernster als angenommen. Die Folge ist Klammern ohne mögliche Auszeit. Damit die Beziehung funktionieren und wachsen kann, müssen beide Partner auch Zeit für sich haben können.

Auch krankhafte Eifersucht ist oft Teil der Beziehungssucht. Ausgehen mit Freunden ist nicht möglich und auch ständige Kontrolle von Textnachrichten gehören zum Alltag. Damit ist oft auch eine gestörte Wahrnehmung verbunden. Leiden Menschen an Beziehungssucht, wird die eigene, jedoch krankhafte, Aufmerksamkeit auch vom Partner eingefordert.

Mit dem Hund gegen die Einsamkeit

Ist eine Beziehungssucht vorhanden, ist eine Phase ohne Partner fast schon unerträglich. Damit diese schwere Zeit überwunden werden kann, muss jedoch nicht zwangsläufig wieder wild gedatet werden. Wird ein Hund in den Haushalt aufgenommen, kann neben einer therapeutischen Wirkung auch ein Freund fürs Leben gewonnen werden.

Hunde sind echte Gefühlstiere. Durch die ausgeprägte emotionale Intelligenz sind sie in der Lage, menschliche Gefühle zu verstehen – und helfen so Betroffenen auch dabei, ihre eigenen Gefühle nachvollziehen zu können. Obwohl zwar keine direkte Kommunikation möglich ist, kann sich der Hund gut auf die Gefühlswelt seiner Herrchen und Frauchen einstellen. Besitzer fühlen sich somit trotz Sprachbarriere verstanden und deutlich weniger vernachlässigt.

Während menschliche Partner auch Freiraum benötigen, ist ein Hund deutlich öfter auf menschliche Aufmerksamkeit angewiesen. Besonders von Eifersucht besessene Menschen können dies in Form fürsorglicher Gesten ausdrücken – denn ein Tier braucht neben Liebe auch jede Menge Pflege.

Auch bei der Nahrungsaufnahme ist der Hund auf Sie angewiesen. Der Trog mit Wasser oder die Schüssel mit Leckerlies gibt dem Vierbeiner die notwendige Energie für den Tag. Fühlt sich der Hund dennoch schlapp, ist möglicherweise ein Besuch beim Arzt sinnvoll.

Auch das Rausgehen erleichtert ein Hund ungemein – und frische Luft und Bewegung tut sowohl Hundebesitzer als auch Tier gut und erfrischt Körper und Geist. Negative Gefühle haben da gar keine Chance mehr. Und das Tolle: Hunde helfen ungemein dabei, selbst wieder soziale Kontakte zu knüpfen! Andere Halter, aber auch Tierfreunde kommen leicht ins Gespräch. So entsteht abgesehen von neuen Freundschaften vielleicht sogar eine neue Partnerschaft – und mit der Unterstützung des Vierbeiners sind die Voraussetzungen diesmal mit Sicherheit besser – denn glückliche Singles bessere Chancen auf Liebesglück.

Denken Sie aber bitte daran: Ein Hund ist ein Lebewesen, das selbst Bedürfnisse hat und viel Zeit beansprucht. Überlegen Sie sich diesen Schritt daher immer gut und informieren Sie sich vorher bei Experten oder anderen Tierhaltern. Ist die Entscheidung dann für ein Tier gefallen, schauen Sie ruhig einmal ins örtliche Tierheim. Hier sitzen jede Menge Fellnasen, die nur darauf warten, endlich wieder in ein liebevolles Zuhause zu kommen. Wer bereits Erfahrung mit Hunden hat, kann beispielsweise im Tierheim Berlin vorbeischauen und sich mit Hündin Rosel anfreunden, die aufgrund ihres fehlenden Beines jede Menge Liebe und Aufmerksamkeit braucht.

Mehr Beziehungstipps sowie Infos zu Haustieren finden Sie auf unseren Themenseiten.

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