03.05.2019

Interessante Partner-Studie Männer und Beziehungsangst – was ist dran?

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Männer und Frauen: Wer hat mehr Angst vor einer festen Beziehung? Die Antworten laut Studie  werden Sie überraschen! Männer und Beziehungsangst – was dran ist.

Foto: iStock/martin-dm

Männer und Frauen: Wer hat mehr Angst vor einer festen Beziehung? Die Antworten laut Studie werden Sie überraschen! Männer und Beziehungsangst – was dran ist.

Sind Männer generell bindungsängstlicher als Frauen? Ein Vorurteil – wie eine aktuelle Studie von ElitePartner belegt hat! Die interessanten Fakten.

Männer und Beziehungsangst – was ist dran? Männer wollen alle nur Sex, sie sind Bindungsphobiker und bleiben nicht lange bei einer Partnerin – oder? Wenn Sie dieser Meinung sind, liegen Sie falsch! Männer sind laut einer Studie sogar stärker an einer Beziehung interessiert als Frauen, belegte eine repräsentative Partner-Studie unter 10.000 Männern und Frauen.

Männer und Beziehungsangst: Liebe als zentrales Thema

Die Werte Familie und Partnerschaft sind für Männer zentral und laut der Studie für sie sogar wichtiger als für Frauen. Eine feste Beziehung macht Männer insgesamt glücklicher mit ihrem Leben. Auch hier waren es mehr liierte Männer als Frauen – knapp 70 Prozent. Bei Single-Männern, die sich eine neue Partnerschaft wünschten, ist das Ergebnis auch noch deutlicher als bei Single-Frauen – und zwar in jedem Lebensalter. Interessant: Bei weiblichen Singles sinkt die Bereitschaft für eine neue Beziehung ab 40 Jahren drastisch, bei männlichen Alleinstehenden ist das erst ab 50 Jahren der Fall.

Die Gründe für den Wunsch nach einer Partnerschaft

Dass Männer aktiver bei der Suche nach einer neuen Beziehung sind, belegt die Tatsache, dass 34 Prozent von ihnen pro Monat mindestens ein Date haben, jeder Elfte machte sich sogar mehrmals die Woche auf die Suche. Demgegenüber trafen sich nur knapp ein Viertel der Frauen einmal pro Monat oder öfter mit einem potentiellen Partner. Was sind die Gründe? Psychologen meinen, dass Männer ihr Single-Dasein in der Lebensmitte oft weniger gut mit ihrem Selbstbild vereinbaren können als Frauen und es eher als Schwäche empfänden. Außerdem würden sie stärker unter der Einsamkeit als Frauen leiden, die in den Vierzigern über eine höhere Single-Kompetenz verfügten. Frauen seien dagegen häufiger in soziale Netzwerke eingebunden und fühlten sich in beruflich etablierter Stellung auch unabhängig von einem Lebenspartner glücklich und zufrieden.

  • "Ein Partner ist mir vor allem wichtig, um mich nicht allein zu fühlen", sagen 33,7 % der Männer, aber nur 24,5 Prozent der Frauen.
  • "Nach einer Trennung möchte ich schnell wieder in einer Beziehung sein." Auf diese Frage antworteten nur 12,3 Prozent der Frauen mit Ja. Bei den Männern waren es fast doppelt so viele (24,5%).

Das Vorurteil vom bindungsängstlichen Mann

Obwohl die Studien-Ergebnisse die männliche Sehnsucht nach einer Beziehung belegen können, scheint sich das Gerücht vom bindungsängstlichen Mann hartnäckig zu halten. Die Studie konnte auch belegen, dass sexuelle Abwechslung für Männer eine größere Rolle spielt als für Frauen. Der Wunsch nach einer glücklichen Partnerschaft und einer Familie scheint dem nicht entgegenzustehen. 42% der unter 30-Jährigen streben die Familiengründung an, in den Dreißigern sind es noch 27%.

Die Gründe für die vermeintliche Diskrepanz zwischen sexueller Abwechslung und fester Partnerschaft? Die Theorie, die vermeintlichen Chancen und die realen Erfahrungen spielen zusammen. "Im Alter bis 30 wollte ich mich einfach nicht binden. Ich hatte aber keine Angst davor. Wäre ich DER Frau meines Lebens begegnet, hätte ich natürlich ausnahmsweise Nägel mit Köpfen gemacht", fasst ein User seine persönliche Erfahrung zusammen.

Warum hält sich das Gerücht?

Die Männer als bindungsängstliche, sexhungrige Monster? Die Realität scheint bei vielen Männern eine andere zu sein. Warum sich dieses Bild bei einigen Frauen dennoch hält? Eigene schmerzhafte Erfahrungen mögen der Grund sein. Diese sind aber persönlich und sicher nicht auf die Allgemeinheit der Männer anwendbar. Paar-Psychologen sehen bei einigen Menschen auch den Wunsch, sich mit Pauschalurteilen eines Teils der Verantwortung für das Scheitern einer Beziehung zu entziehen. Dabei ist es egal, ob Mann oder Frau, frei nach dem Motto: "So sind halt die Frauen/Männer".

Eine Userin spekuliert, dass auch Männer, die sich selbst als bindungsängstlich bezeichnen, das Vorurteil für ihre Zwecke nutzen: "Männer haben nicht mehr Bindungsängste als Frauen. Aber Männer nutzten dies oft als Ausrede, um der Frau bei einer Abfuhr nicht weh zu tun. Ein Mann bindet sich, wenn er sich verliebt, wenn nicht, dann eben nicht."

Der Grad der Gefühle entscheidet über den Bindungswillen

Männer sind bindungswillig, wenn große Gefühle im Spiel sind, behaupten auch Psychologen. Da behaupten wir, dass sie sich damit nicht von Frauen unterscheiden. Ein Hoch auf die Liebe!

Männer und Beziehungsangst – was ist dran? Und wie geht man als Partner oder Betroffener mit Bindungsangst um?

Die andere Seite ist das Verlassenwerden. Wie lernt man eigentlich das Loslassen, um nach der Trennung wieder nach vorne zu schauen? Lesen Sie, warum glückliche Singles mehr Chancen auf Liebesglück haben und erfahren Sie mehr über die Phasen einer Beziehung – das A und O: Veränderungen zulassen.

Mehr Wissenswertes finden Sie auf unserer Themenseite Beziehungstipps.

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