27.11.2018

US-Studie belegt Beziehungen scheitern? Die Mütter sind schuld!

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Ist die Mutter beziehungsunfähig, werden es wohl auch ihre Kinder sein – das behauptet jetzt eine neue Studie. Na, dankeschön...

Foto: iStock/Milkos

Ist die Mutter beziehungsunfähig, werden es wohl auch ihre Kinder sein – das behauptet jetzt eine neue Studie. Na, dankeschön...

Sie haben Probleme, zu vertrauen und sich zu binden? Dann kann Ihre Mutter daran schuld sein. Das behaupten zumindest Wissenschaftler der Ohio State University.

Wir erben Augenfarben und Charakterzüge von unseren Eltern, aber sind unsere Eltern auch schuld an unseren Beziehungsproblemen?

Ja, sagen US-amerikanische Forscher. Zumindest ein Elternteil. Wer sich häufig trennt, habe das nämlich seiner Mutter zu verdanken. Laut Untersuchungen der Ohio State University haben unsere Mütter Einfluss darauf, wie viele Partner wir im Laufe unseres Lebens haben werden, und ob die Beziehungen glücklich sind oder scheitern.

Beziehungen scheitern: Verhaltensmuster der Mütter werden verinnerlicht

Claire Kamp Dush, leitende Forscherin der Studie, sagt: "Unsere Untersuchungen zeigen, dass Mütter so etwas wie Beziehungsfähigkeiten und -fertigkeiten an die Kinder weitergeben". Die Dozentin für Humanwissenschaften und Soziologie an der Ohio State University in Columbus konnte belegen, dass die Tatsache, wie gut Menschen Vertrauen aufbauen können oder Partnerschaftsprobleme lösen, davon abhängt, wie gut ihre Mütter das konnten.

Langzeitdaten belegen die Weitergabe von Beziehungsmustern

Die Beziehungsfähigkeit von Menschen war schon früher Thema diverser Studien. Einen Beleg für die Wiederholung von elterlichen Verhaltensmustern hatte man aber bisher nicht gefunden.

Der aktuellen wissenschaftlichen Studie, die im Psychologie-Magazin "Plos One" erschienen ist, lagen nun zahlreiche Langzeitdaten zugrunde. Beginnend 1979 wurden die Daten von 12.600 Müttern untersucht, die alle zwei Jahre zu ihrer Partnerschaft befragt wurden. In einem zweiten Datenschwung wurden nun die Daten ihrer Nachkommen beleuchtet. Und diese belegten die These. Wenn also schon Mütter zu häufigem Partnerwechsel tendierten, erlernten ihre Kinder die dafür verantwortlichen Verhaltensmuster und integrierten sie in ihre eigene Beziehungsfähigkeit, oder eben -unfähigkeit.

Interessant: Nicht untersucht wurde die Tatsache, wie sich die Bindungsfähigkeit der Väter auf die nächste Generation auswirkt...

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