09.11.2017 - 15:14

Schauspielerin im Interview Marion Kracht: „Eine Paartherapie kann die Beziehung retten“

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Idealistin: Marion Kracht kämpft gegen die Massentierhaltung und engagiert sich privat für Flüchtlinge.

Foto: imago/Future Image

Idealistin: Marion Kracht kämpft gegen die Massentierhaltung und engagiert sich privat für Flüchtlinge.

Marion Kracht ist zwar eine glücklich verheiratete Frau. Doch die Schauspielerin weiß, dass die Ehe nicht zwangsläufig ewige Liebe garantiert.

Marion Kracht (54) steht seit ihrer Kindheit vor der Kamera – die Schauspielerin wurde als Tina in der TV-Serie "Die Drombuschs" berühmt und ist bis heute im Fernsehen und auf Theaterbühnen beschäftigt. Aktuell ist sie in der ZDF-Serie "Dr. Klein" zu sehen.

Marion Kracht ist seit 28 Jahren Vegetarierin

Neben der Schauspielerei engagiert sich Marion Kracht schon seit vielen Jahren für soziale Projekte, setzt sich für die Flüchtlingshilfe und ein Kinderhilfswerk ein – und als überzeugte Vegetarierin auch für die Tierrechtsorganisation Peta.

Peta gegenüber erklärte sie einmal, warum sie 1989 Vegetarierin wurde: "Damals war ich in Indien unterwegs und habe mit eigenen Augen gesehen, wie schlecht Tiere behandelt werden, die für die Fleischproduktion sterben. Diese Zustände wollte ich nicht länger unterstützen."

Im Interview mit der Zeitschrift "Frau aktuell" spricht die Schauspielerin über Ehe, Paartherapie, Kommunikation in der Beziehung – und ihre soziale Arbeit.

Paartherapie? Warum nicht!

Frau Kracht, in der Serie "Dr. Klein" spielen Sie eine Paartherapeutin. Wie stehen Sie persönlich zu diesem Thema?


Es ist doch überhaupt nicht problematisch, Hilfe anzunehmen. Eine Paartherapie kann durchaus die Beziehung retten.


Können Sie sich vorstellen, auch selbst solche Hilfe in Anspruch zu nehmen?


Natürlich.


Sie sind seit 13 Jahren verheiratet. Verraten Sie uns Ihr Glücks-Rezept?


Wir nehmen uns regelmäßig bewusst Zeit füreinander. Einmal im Jahr gönnen wir uns beispielsweise ein verlängertes Wochenende ohne Kinder. Alltagsprobleme und organisatorische Dinge sind dann absolut tabu.

>> Beziehungsfalle Kind? Das muss nicht sein!

Alle sollten mehr miteinander reden

Wie wichtig ist Kommunikation in einer Beziehung?


Sehr. Das gilt für die ganze Gesellschaft. Es wird oft viel zu wenig miteinander gesprochen. Wenn Emotionen mit im Spiel sind, kann es noch eher zu Missverständnissen führen, und an dieser Stelle ist Kommunikation besonders wichtig. Wenn man Kinder hat, geht es oft nur noch um Alltagsorganisation. Darunter kann die Partnerschaft leiden.


Was bedeutet Ihnen Ihre soziale Arbeit?


Sie ist ein wichtiger Ausgleich für mich, weil meine Branche eher oberflächlich ist. Neben meiner Arbeit für die Hilfsorganisation "Plan" engagiere ich mich für Flüchtlinge. Das gibt einem viel zurück. Und ich habe das Gefühl, etwas bewegen zu können.

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