31.08.2017

Beziehungsratgeber Mein Partner hat nur noch Augen fürs Handy. Was kann ich tun?

Verkehrte Welt: Heute findet das Leben immer mehr im Virtuellen statt. Die Beziehung kann darunter ziemlich leiden.

Foto: iStock/Marco_Piunti

Verkehrte Welt: Heute findet das Leben immer mehr im Virtuellen statt. Die Beziehung kann darunter ziemlich leiden.

Das Handy ist unser ständiger Begleiter. Aber was tun, wenn der Partner nur noch aufs Telefon schaut und die Beziehung in den Hintergrund rückt?

Durch das Smartphone sind wir immer erreichbar. Es verbindet Menschen miteinander – aber es kann auch Beziehungen zerstören. Die ständige Erreichbarkeit kann negative Folgen haben: Gefühle von Einsamkeit und Zurückweisung kommen während des Zusammenseins auf, wenn sich der andere permanent von seinem Smartphone ablenken lässt. Das Handy kann zum Streitpunkt in der Beziehung werden. bildderfrau.de hat mit Beziehungs-Experte und Buch-Autor Mathias Voelchert über das Thema gesprochen.

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Mein Partner hat nur noch Augen für sein Handy. Was kann ich tun?

Voelchert: "Sie sollten mit ihm sprechen, ohne Handy :-) Reden Sie von sich: Lieber … , ich will eine anderen Umgang mit dem Handy für dich und für mich als bisher. Ich will Zeit mit dir allein, ohne Handy. Ich will dich – nicht dieses Gerät. Wir sollten handyfreie Zeiten einrichten, in denen wir nur einfach da sind, auch wenn es anfänglich langweilig scheint. Das brauchen wir für uns. Lass uns das tun."

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Soll ich heimlich kontrollieren, was sich mein Partner auf seinem Handy ansieht?

Voelchert: "Auf keinen Fall. Das ist seine Privatsphäre. Sagen Sie ihm/ihr, dass Sie manchmal das Gefühl haben, wie in Konkurrenz zu dem kleinen Gerät zu sein. Das mögen Sie nicht. Dafür wollen Sie ein bessere Lösung. Sie können das schaffen, wenn Sie beide das wollen."

Warum ist das Handy spannender als ich?

Voelchert: "Das wäre die wichtige Frage. Stellen Sie genau diese Frage im oben angeregten Gespräch. Erwarten Sie nicht, dass es gleich eine Entscheidung gibt und alles gelöst ist. So schnell geht es nicht. Das kleine Kästchen ist sehr verführerisch, doch wie bei allen Verführungen müssen wir lernen sie zu beherrschen, sonst beherrschen sie uns. Das ginge dann für die Menschen nicht gut aus – und dem kleinen Kästchen ist das wurscht. Deshalb schonen Sie Ihren Partner/in nicht, sondern fordern Sie ihn. Sagen Sie ihm/ihr: DU bist mir wichtiger als der kleine Kasten, ich will dich und ich lass mir unser Zusammensein nicht davon kaputt machen."

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