26.07.2017 - 10:54

Partnerschafts-Ratgeber Wie viel Streit in der Beziehung ist gesund?

Wann kann ein Streit die Beziehung zerstören?

Foto: imago/Westend61

Wann kann ein Streit die Beziehung zerstören?

In jeder guten Beziehung kommt es hin und wieder zu Reibereien. Aber was tun, wenn plötzlich jede Kleinigkeit zur Streitfalle wird?

Am Anfang sind die Schmetterlinge im Bauch – alles ist schön, der Partner scheint perfekt zu sein. Wenn die erste Phase der Verliebtheit jedoch vorbei ist, kommt es meist zu Konflikten in der Partnerschaft. Aber was tun, wenn die Streitereien immer mehr und die harmonischen Momente immer weniger werden?

"Einen fairen Streit hält jede Beziehung aus, den braucht sie sogar wie ein reinigendes Gewitter. Durch den Streit können Partner Druck loswerden", sagt Beziehungs-Experte und Buch-Autor Mathias Voelchert zu bildderfrau.de und erklärt weiter: "Eine gute Partnerschaft wird nicht an der Häufigkeit der Streits bewertet, sondern wie gestritten wird."

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Wenn sich Partner in einer Beziehung nur noch zoffen, ohne dass sie nach einer Lösung suchen, ist eine Trennung meist der notwendige Schritt. Voelchert: "Wenn beide Partner nicht mehr miteinander wachsen können, hat die Beziehung wenig Sinn, denn dadurch wird sie zur Belastung für beide."

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Guter Streit – schlechter Streit

Aber wie sieht ein guter Streit aus? Voelchert: "Ein guter Streit ist konstruktiv. Das bedeutet, es gibt keine Verlierer, sondern die Partner suchen zusammen nach einer Lösung und zeigen dabei Verständnis für den anderen. Es geht nicht darum, den anderen fertig zu machen, sondern seine Bedürfnisse ernst zu nehmen. Wie man richtig streitet, kann man lernen. Ein guter Streit kann eine Beziehung langfristig sogar stärken."

Das braucht manchmal allerdings seine Zeit. "Nach einem Streit sollten die Partner sich gegenseitig die Zeit geben, die sie brauchen, um abzukühlen. Jeder sollte den Streitpunkt noch einmal für sich reflektieren und seine Schlüsse daraus ziehen. Und ganz wichtig: Einen Streit sollte man grundsätzlich nicht mit ins Bett nehmen, der sollte vorher gelöst werden", erklärt Voelchert.

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Siehe auch: Beziehungstipps

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