06.02.2017

Liebesarmut Die Trumps: Ist die Liebe aus dem Weißen Haus ausgezogen?

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Melania und Donald Trump

Foto: imago

Melania und Donald Trump

Herzerwärmend waren die Bilder von Michelle und Barack Obama. Ein Paar, das sich liebt, Werte teilt, auf Augenhöhe diskutiert. Das neue Präsidentenpaar ist anders. Experte Dirk W. Eilert hat die Körpersprache der beiden für BILD der FRAU analysiert.

Mit leuchtenden Augen sah Barack Obama (55) seine Michelle (53) immer an. Er hielt ihr die Tür auf, überließ ihr den Regenschirm – auch beim schlimmsten Sturm. Seine Liebe zu ihr, sein Stolz auf sie – das durfte und konnte die ganze Welt sehen.

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Ganz anders das neue US-Präsidentenpaar

Donald Trump (70) lässt Melania (46) auch mal im Regen stehen oder hinter sich herstöckeln. Ist mit den Obamas etwa auch die Liebe aus dem Weißen Haus ausgezogen?

Der Berliner Mimik- und Körpersprachen-Experte Dirk W. Eilert (40, www.dirkeilert.com) hat sich die beiden Paare auf Fotos ganz genau angeschaut und analysiert: „Die Obamas stehen sich gefühlsmäßig sehr nah, haben häufig eine ähnliche Körperhaltung und Mimik. Sie teilen die kleinen Mikromomente von Freud und Leid. Sie sind ein Team.“

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Und wie steht es um Donalds und Melanias Liebe?

„Die Trumps bewegen sich seltener gleichförmig, agieren weniger miteinander, wirken distanzierter“, sagt der Experte. „Donald Trump strahlt durch seine Körperhaltung und seinen strengen Blick pure Dominanz aus, das kann kühl auf Mitmenschen wirken – aber durchaus auch beschützend auf Melania.“

Unser Experte weiter: „Barack und Michelle Obama lachen bei ihrem Antritts-Lunch zur zweiten Amtszeit am 21. 1. 2013 gemeinsam und gleichzeitig – ein Hinweis auf emotionale Nähe.“ Vier Jahre später bei den Trumps: „Sie haben ernste Gesichtsausdrücke, sind in ihrer Körperhaltung nicht gleichförmig“, sagt der Experte. „Sie teilen den Moment nicht, wirken distanziert.“

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Auch der Gang des Paares verrät vieles: „Die beiden gehen nicht synchron, also nicht gemeinsam“, meint Dirk W. Eilert. „Donald läuft eine ganze Schrittlänge vor Melania Trump, zieht sie beinahe hinter sich her. Das zeigt: Trump ist dominant – das kann einschüchternd, aber auch beschützend auf Melania wirken.“

Auch die Bilder nach der Amtseinführung lügen nicht: „Das neue Präsidentenpaar wirkt nervös. Melania ballt ihre rechte Hand zu einer Faust – ein Zeichen von Anspannung. Donald Trump hat den Blick nachdenklich nach unten gewandt“, analysiert Mimik-Kenner Dirk W. Eilert. „Jeder scheint ganz bei sich selbst zu sein und allein mit der Situation fertig werden zu wollen.“ Die Obamas hingegen würden Selbstsicherheit und Verbundenheit ausstrahlen. „Beide Körper sind in dieselbe Richtung gewandt. Obama neigt seinen Kopf nach unten und küsst die Hand seiner Frau.“ Der Experte glaubt: „Dieser Wechsel aus Dominanz und Demut ist Obamas Sympathie-Geheimnis.

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Dieser Artikel erschien auch in der BILD der FRAU Nr. 6.

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