23.11.2018

Wissenschaftliche Studien belegen Getrennte Betten: Darum sollten Paare (öfters) so schlafen

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Gute Nacht, Schatz! Es gibt einige gute Gründe dafür, getrennt zu schlafen.

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Gute Nacht, Schatz! Es gibt einige gute Gründe dafür, getrennt zu schlafen.

Sie schlafen lieber getrennt von Ihrem Partner, genießen Platz und Ruhe? Recht haben Sie, sagen Wissenschaftler. Denn das wirkt sich nicht nur positiv auf Ihre Nachtruhe, sondern auch auf Ihre Beziehung aus.

Wer hat das nicht schonmal erlebt: Der Partner schnarcht, knirscht mit den Zähnen und hat einen unruhigen Schlaf. In diesen Fällen sehnt man sich nach einem anderen Bett. Aber nicht nur ausgeprägtes physisches Schlafverhalten sorgt dafür, dass Paare öfter getrennt schlafen. Auch der Wunsch nach Privatsphäre treibt uns aus den partnerschaftlichen Kissen.

Die Entscheidung getrennt voneinander zu schlafen, bedeutet nicht automatisch, dass das Paar keinen Sex mehr hat oder dass es sich entzweit. „Der Anfang vom Ende“ oder „Das geht bestimmt nicht gut“ sind häufige Reaktionen. Zu Unrecht wie aktuelle Studien jetzt herausgefunden haben.

Getrennt schlafen? Warum an hergebrachten Strukturen rütteln? Weil das der Partnerschaft guttut

In unserer Gesellschaft gehört das gemeinsame Schlafen in einer Partnerschaft zur Tradition. Das ist medizinisch-wissenschaftlich betrachtet nicht besonders sinnvoll, denn der menschliche Schlaf ist nicht nur fragil, sondern auch sehr individuell. Die Schlafqualität vieler Menschen leidet wie gesagt unter den Schlafgewohnheiten ihres Partners, das beginnt bei unterschiedlichen Zubettgeh-Zeiten durch Schichtdienste, geht über Platzmangel oder Herumwälzen bis zum Schnarchen oder Zähneknirschen. Nicht nur wenn gesundheitliche Probleme drohen, sollten einige Paare sich das Durchbrechen von Traditionen einfach einmal überlegen. Darum sollten Paare (öfters) getrennt schlafen. Zusammen schlafen könnte man nämlich durchaus auch zu den Dingen zählen, die der Beziehung schaden.

Getrennte Betten: Allein schläft es sich besser

Wissenschaftler der University of Illinois College of Medicine haben Gehirnaktivitäten und nächtliche Bewegungen Ihrer Probanden untersucht und festgestellt, dass Menschen, die sich ein Bett teilen, schlechter schlafen als Alleinschläfer. Das wirkt sich in unregelmäßigeren REM-Phasen aus, diese Menschen bewegten sich mehr und waren morgens schlechter erholt. Die Studie "Geschlechtsunterschiede der inneren Uhr auf Umgebungsreize" des Verhaltensbiologen John Dittami der Universität Wien konnte außerdem belegen, dass weibliche Probanden deutlich besser und erholsamer allein schliefen als neben einem Partner. Außerdem brauchen Frauen mehr Schlaf als Männer.

Warum schlafen Paare besser getrennt?

  • Ein gewisser Abstand bewahrt Feuer und Leidenschaft
    Wer noch nicht so lange zusammen ist und vielleicht auch noch nicht unter einem Dach lebt, kennt das Gefühl: Schmetterlinge im Bauch bis zum nächsten Wiedersehen. Das wohlig unruhige Kribbeln und die Aufregung, die Nacht gemeinsam zu verbringen. Wer sich nicht jeden Abend sieht, erlebt das Zusammensein als etwas Aufregendes und Besonderes. Wer sich diesen Rhythmus in einer Partnerschaft eine Weile bewahrt, hält Lust und Leidenschaft länger am Leben.
  • Abwechslung macht glücklich!
    Abwechslung macht nicht nur Spaß, sondern tut auch der Seele gut. Was wir im Beruf und bei unseren Hobbies selbstverständlich genießen – nämlich spannende Themen, Herausforderungen und Abwechslung – gilt ebenso für die Beziehung. Also trauen Sie sich und genießen Sie die nächtliche Trennung.
  • Ab und zu allein sein macht happy
    Wer die Möglichkeit hat, sich hin und wieder Abende alleine zu gönnen, sollte das auch tun! Exklusive Zeit nur für sich hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, neue Pläne zu schmieden und sich bewusst mit sich selbst und seinen Wünschen und Vorstellungen vom Leben auseinanderzusetzen. Und fürs Bett: Die Chance, sich Einschlafzeit und -ritual frei zu gestalten, sich frei im Bett bewegen zu können ohne Angst zu haben, den Partner zu stören, kann sehr befreiend sein.
  • Vorfreude ist die schönste Freude
    Sich wieder Neues erzählen, sich auf den besonderen Moment freuen, das geht nur mit etwas Abstand. Eine nächtliche Kontaktpause ab und zu, hält die Beziehung frisch und macht Lust aufs nächste Mal. Eine Liebesnacht in seinem Bett ist dann noch umso aufregender, sogar mit der Missionarsstellung

Getrennte Betten: Aber wie genau soll das gehen?

Natürlich hat nicht jeder zwei Schlafzimmer, und dem ein oder anderen macht der Gedanke an die Reaktion des Liebsten vielleicht Sorge, oder er hat Angst, seine Beziehung dadurch zu gefährden. Wie Sie sehen gib es aber einige Gründe das Getrenntschlafen einmal zu probieren. Und mit etwas Kreativität findet man auch eine Lösung.

Eventuell lassen sich Schlaf- und Wohnzimmer mit zwei Betten oder einer Ausklappcouch einrichten oder das Gästezimmer wird umfunktioniert. Probieren geht über studieren. Und wenn diese Variante keinen Spaß und keine Erholung bringt, kuschelt man sich einfach wieder unters gemeinsame Laken. Getrennt schlafen kann helfen, ABER: Machen Sie nur, was Ihnen wirklich gut tut und wenn das alles nichts für Sie ist, freuen Sie sich und genießen Sie die Nähe Ihres Partners!

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