02.08.2020 - 22:06

Lust auf Sex nach dem Suff Horny Hangover: Was hat es denn bitte damit auf sich?

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Na, verkatert, aber trotzdem in erotischer Stimmung? Da hat wohl der "Horny Hangover" zugeschlagen...

Foto: iStock.com/Penelope Graßhoff

Na, verkatert, aber trotzdem in erotischer Stimmung? Da hat wohl der "Horny Hangover" zugeschlagen...

Die Feierei war wieder etwas wilder, am nächsten Morgen brummt aber nicht (nur) der Schädel, sondern Sie verspüren auch eine unbändige Lust auf Sex? Ganz normal...

Der menschliche Körper ist mit einer Vielzahl interessanter Funktionen ausgestattet. Beispielsweise weiten sich die Pupillen automatisch bei Angst. Müssen Sie gähnen, wird die Personen neben ihnen höchstwahrscheinlich auch diesen Drang verspüren. Ein ebenso spannendes Mysterium ergibt sich auch mit dem Konsum von Alkohol. Trotz Kater am Morgen ist oft ein erhöhtes Verlangen an Sex vorhanden. Dass es sich beim "Horny Hangover" um keinen Mythos hat, konnten bereits Forscher einer amerikanischen Universität bestätigen.

"Horny Hangover": Die große Wirkung des Restalkohols

Konsumieren Frauen Alkohol, tritt dabei ein besonderer Effekt in Kraft. Ihr Testosteronspiegel steigt an – ebenso wie das Potenzial ihrer Hemmungslosigkeit. Sexuelle Erregungen treten deutlich leichter und schneller auf. Selbst wenn die durchzechte Nacht vorbei ist, hat der Promillewert den Nullpunkt noch nicht erreicht – was das verstärkte Interesse nach körperlicher Zweisamkeit nach wie vor oben hält.

Erleben Sie dieses Phänomen, werden sie jedoch möglicherweise schwer daraus Kapital schlagen können. Bei Männern entsteht der genau umgekehrte Effekt. Durch eine erhöhte Produktion an Östrogenen sieht es mit der Standhaftigkeit etwas schwieriger aus. Das bedeutet zwar nicht, dass Männer dann nicht sexuell erregt sind – im Gegenteil, viele berichten auch von verstärkter Erregung nach langen Nächten –, doch könnte es unter Umständen zu Problemen in Sachen Steife kommen.

Die körpereigenen Sinne sind geschärft

Was den "Horny Hangover" zusätzlich begünstigt, ist die veränderte Wahrnehmung. Ihre Ruhe wird selbst durch die kleinsten Geräusche sehr schnell aus dem Gleichgewicht gebracht. Dabei kann sogar der eigene Atem als störend empfunden werden. Sind Sie verkatert, sollten besser auch die Jalousien unten bleiben. Zu grelles Licht ist unangenehm.

Umgekehrt werden Sie in diesem Zustand auch positive Effekte stärker wahrnehmen. Trinken sie den morgendlichen Kaffee oder Tee, werden Sie das Aroma deutlicher spüren. In diesem Zusammenhang ist auch die erhöhte Lust auf Sex spürbar. Jede Berührung des Partners wird intensiver wahrgenommen und fördert die eigene Lust – zumindest dann, wenn der Kater nicht zu stark ausgeprägt ist.

Gewünschte Zärtlichkeiten beschränken sich nicht nur auf körperliche Liebe. Unter Umständen werden Sie auch ein erhöhtes Bedürfnis für Kuscheleien verspüren. Dies ist oft das Sprungbrett für einen herzhaften Liebesakt.

Orgasmus als Schmerzlinderung

Dass Orgasmen bei der Linderung von Schmerzen helfen können, ist allgemein bekannt. Da Ihr eigener Körper darüber Bescheid weiß, wird er sich nach diesem Erlebnis sehnen. Migräne, Übelkeit, aber auch Gliederschmerzen können dadurch ausgehebelt werden. Ihr Körper setzt Liebeshormone wie Endorphine und Serotonin frei – die dadurch betäubende und erholsame Wirkung verstärkt das Phänomen "Horny Hangover" zusätzlich.

Wichtige Tipps gegen den Kater

Auch wenn der Horny Hangover so seine Vorteile hat, sollten Sie im Katerfall dennoch handeln. Am besten ist und bleibt das typische "Katerfrühstück". Möglichst deftige Speisen wie belegte Brote werden Ihnen besonders guttun. Idealerweise findet sich auch Obst auf Ihrem Teller. Kurzum: Führen Sie Ihrem Körper alles an Nährstoffen und Vitaminen wieder zu, was er in der Nacht verloren hat.

Ist Ihr Appetit allerdings eher eingeschränkt, können auch Hausmittel helfen, um sich wieder besser zu fühlen. Der zuvor erwähnte Kaffee gilt dabei als Geheimrezept. Sie genießen nicht nur ein intensiveres Aroma, sondern werden auch ihre Überstrapazierung los. Trinken Sie lieber Tee, greifen Sie am Katermorgen lieber zum Kräutertee.

Zusätzlich hilft auch die Kraft aus der Pflanze gegen die üblen Nachwehen: Melisse, Lavendel und auch Pfefferminzöle eignen sich verdünnt in Wasser, oder einfach als Dufttherapie. Ebenso können Sie auf das Antioxidans Kurkuma setzen. Die Wirkung wird dadurch begünstigt, dass freie Radikale besser eingefangen werden. Sagt Ihnen die pure Aufnahme nicht zu, kann es auch mit Tee, Joghurt oder Haferflocken vermischt werden.

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