Aktualisiert: 03.11.2020 - 13:13

Der Sex-Experte antwortet Der U-Punkt: So finden und stimulieren Sie ihn

Alles, was Sie über das Lustzentrum U-Punkt wissen sollten, erklärt unser Sex-Experte.

Foto: iStock.com/shironosov

Alles, was Sie über das Lustzentrum U-Punkt wissen sollten, erklärt unser Sex-Experte.

Kennen Sie Ihren U-Punkt? Alles über das Lustzentrum, das vorsichtig stimuliert werden sollte und laut unserem Sex-Experten für ein sehr angenehmes Gefühl im ganzen Körper sorgt.

Schon mal vom G-Punkt gehört? Ganz bestimmt, auch der C-Punkt ist vielen mittlerweile bekannt als weibliches Lustzentrum. Aber wie sieht's mit dem U-Punkt aus? Kennen Sie den auch schon als Stimulationsbereich? Sexualexperte und Buchautor Dr. Axel-Jürg Potempa erklärt, wo im Intimbereich er zu finden ist, wie er stimuliert wird – und was er bewirkt.

Der U-Punkt: Stimulation – aber bitte ohne Druck

Was ist der U-Punkt?

Dr. Axel-Jürg Potempa: Der U-Punkt hat seinen Namen von der Urethra, der Harnröhre. Somit bezeichnet der U-Punkt die Region um den Harnröhrenausgang. Auch hier sind sehr viele Nervenenden zu finden.

Wie kann man diesen Bereich stimulieren und wie fühlt sich das an?

Die Stimulation des U-Punktes erzeugt nach Aussage der Frauen ein warmes und angenehmes Gefühl im gesamten Körper. Der U-Punkt mag aber keinen festen Druck. Besser sind sanfte Streichelbewegungen. Der Körper reagiert sonst mit Unwohlsein, bis hin zum Harndrang. Zunge, Finger, Penis eignen sich hier als Simulationswerkzeuge. Am Anfang ist ein vorsichtiges Herantasten und Streicheln mit Fingern und mit etwas wärmendem Gleitgel ideal zur Erkundung dieses empfindlichen Lustareals.

Wichtig zu wissen: Der U-Punkt hat auch einen Nachteil. Da die Harnröhre mit 4 cm relativ kurz ist, passiert es, dass durch Finger und Penis z.B. Bakterien in sie eingerieben werden. Durch den kurzen Weg zur Blase, kann es zu Infektionen wie Harnwegsentzündungen kommen. Der U-Punkt sollte also nur vorsichtig mit in die sexuelle Stimulation einbezogen werden, da er Eingang zu vielen empfindlichen Organen ist.

Fazit: Die Erregbarkeit ist ein individuelles Erlebnis. Was für eine Frau toll ist, kann sich für die andere unangenehm anfühlen. Probieren Sie es aus, und lassen Sie sich zu nichts drängen. Ihr Partner kann Ihnen eine Hilfe dabei sein, dieses neue Lustzentrum zu entdecken, aber Sie entscheiden, was sich gut anfühlt.

Bei aller Diskussion um U- und A-Punkt, C- und G-Punkt ist wichtig zu wissen, dass man sich bei der Stimulation lieber auf zwei Punkte konzentrieren sollte, denn Overdosing und Performancedruck machen nicht nur Stress, der kontraproduktiv für die Libido ist, sie können auch körperlich unangenehm sein.


Dr. Axel-Jürg Potempa arbeitet als Urologe, Androloge, Sexual-, Partnerschaftsmediziner und als Buchautor in München. Mehr Informationen über ihn finden Sie auf seiner Website: www.dr-potempa.jimdo.com/ und auf seiner Facebook-Seite: www.facebook.com/Dr.Potempa

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