Aktualisiert: 13.10.2020 - 10:05

Kennen Sie den schon? Der A-Punkt: Geheimnisvolles Lustzentrum mit viel Potential

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Der A-Punkt ist einer der unbekannteren weiblichen Lustzentren. Diesen zu entdecken, kann für Partnerin UND Partner spannend werden.

Foto: iStock.com/Rattankun Thongbun

Der A-Punkt ist einer der unbekannteren weiblichen Lustzentren. Diesen zu entdecken, kann für Partnerin UND Partner spannend werden.

Schon mal was vom A-Punkt gehört? Ein weibliches Lustzentrum mit richtig viel Potential, meint Sex-Experte Dr. Potempa im Interview.

Den G-Punkt kennen die meisten Männer und Frauen. Vielleicht auch noch den C-Punkt, der die Klitoris meint. Aber haben Sie schon vom A-Punkt gehört? Wenn nicht, wird es höchste Zeit, denn er gehört zu den weiblichen Lustzentren, die es noch zu entdecken gilt. Der Sexualexperte und Buchautor Dr. Axel-Jürg Potempa klärt über das Thema auf.

Eines vorweg: Wie bei allen Lustzentren ist die Erregbarkeit natürlich individuell. Es gibt kein Muss und keine einheitlichen Gefühle – jede Frau reagiert anders auf die Stimulation dieser Bereiche. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich zu nichts drängen. Ihr Partner kann Ihnen eine Hilfe dabei sein, diese Lustzentren zu entdecken: Sie entscheiden, was sich gut anfühlt.

Der A-Punkt: Lust und mehr Feuchtigkeit

Seit wann ist der A-Punkt in der Sexualwissenschaft ein Thema?

Dr. Axel-Jürg Potempa: Die unterschiedlichen weiblichen Lustzentren sind in der chinesischen und ägyptischen Medizin seit Jahrhunderten bekannt. Diese Themen werden in Europa erst seit ca. 15 Jahren auf medizinischen Kongressen diskutiert.

Hier ist noch viel Arbeit zu leisten – leider tun sich doch viele Männer immer noch schwer damit, die weibliche Lustzentren in ihrer ganzen Bandbreite zu akzeptieren.

Wo befindet sich der geheimnisvolle A-Punkt?

Während man den G-Punkt gut als rauen Bereich in der Scheide tasten kann, fühlt sich der A-Punkt eher wie ein Krater an. Er ist auch viel weiter hinten lokalisiert. Er liegt quasi fast am Gebärmutterhals. Es ist ein Bereich, in dem sich besonders viele Nervenenden befinden. Er ist an der Scheidenvorderwand in der Region des Gebärmutterhalses als rundliches Areal tastbar.

Wie kann der A-Punkt stimuliert werden?

Mit leichtem Druck auf die Bauchdecke lässt sich der A-Punkt zusätzlich zur Penetration stimulieren. Da der A-Punkt ca. zehn bis 13 Zentimeter tief in der Vagina liegt, sind Mittelfinger oder ein tief eindringender Penis zur Stimulation ausreichend. Wenn dies nicht genügt, gibt es auch Sextoys, die den A-Punkt direkt ansteuern.

Durch die Stimulation wird übrigens eine körpereigene Droge ausgeschüttet, die einen Rauschzustand hervorrufen kann, der stärker ist als beim U- oder G-Punkt. Außerdem wird durch die Reizung des A-Punktes verstärkt Feuchtigkeit abgesondert.

Bei aller Diskussion um A-, C-, G- und U-Punkt ist wichtig zu wissen, dass man sich bei der Stimulation lieber auf zwei Punkte konzentrieren sollte, denn Overdosing und Performance-Druck machen nicht nur Stress, der kontraproduktiv für die Libido ist, sie können auch körperlich unangenehm sein.

Dr. Axel-Jürg Potempa arbeitet als Urologe, Androloge, Sexual-, Partnerschaftsmediziner und als Buchautor in München. Mehr Informationen über ihn finden Sie auf seiner Website: www.dr-potempa.jimdo.com/ und auf seiner Facebook-Seite: www.facebook.com/Dr.Potempa

Wie um die verschiedenen Lustpunkte ranken sich auch um den Orgasmus reichlich Mythen... Ganz reale Tipps dazu sehen Sie im Video:

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Dr. Axel-Jürg Potempa hat bereits mehrere Artikel mit BILD der FRAU veröffentlicht. Klicken Sie sich durch – hier antwortet er auf die häufigsten Sex-Fragen:

Weitere spannende Artikel finden Sie auf der Themenseite Sex-Wissen. Sollten Sie Unterstützung in der Partnerschaft benötigen, schauen Sie sich auch auf der Themenseite Beziehungstipps um.

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