16.08.2018

Australische Studie belegt Sex im Alter verbessert das Gedächtnis

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Eine australische Studie belegt, dass Sexim Alter das Gedächtnis verbessert.

Foto: iStock/bowdenimages

Eine australische Studie belegt, dass Sexim Alter das Gedächtnis verbessert.

Sex macht Spaß und ist gesund. Wissenschaftler der University of Wollongong wollten wissen, wie sich das Liebesspiel auf das Gedächtnis auswirkt und haben Erstaunliches herausgefunden.

Im Alter körperlich und geistig gesund bleiben wollen wir alle. Dass Sex gut fürs Immunsystem ist und glücklich macht, ist auch bekannt. Aber wussten Sie auch, dass Sex im Alter das Gedächtnis verbessert? Eine aktuelle australische Studie hat Spannendes dazu herausgefunden.

Sex im Alter verbessert das Kurzzeitgedächtnis

Der australische Wissenschaftler Mark S. Allen befragte für seine Untersuchung über 6000 Männer und Frauen über 50 Jahren nach der Regelmäßigkeit ihrer sexuellen Aktivität. Außerdem abgefragt wurden Ernährungsgewohnheiten, Gesundheit sowie Merkmale wie Einkommen und Bildungsstand. Parallel beobachtete er zwei Jahre lang die Gedächtnisleistung seiner Probanten, dafür füllten die Teilnehmer einen Fragebogen aus.

Je älter, desto deutlicher das Ergebnis

Das Ergebnis spricht für sich: Die Testpersonen, die regelmäßig Sex mit ihrem Partner hatten, lieferten bessere Ergebnisse im Gedächtnistest als sexuell inaktive Paare. Sexuell aktive Menschen konnten besser Bilder aus dem Gedächtnis abmalen und verfügten über eine höhere Sprachkompetenz als die passiven Probanten. Interessant ist außerdem, dass mit zunehmendem Alter der Zusammenhang zwischen Intensität und Hirnleistung am stärksten war. Je älter also die Probanten, umso deutlicher fiel das Ergebnis aus.

Langzeitgedächtnis profitiert nicht von regelmäßigem Liebesspiel

Tatsächlich konnte die Studie einen Zusammenhang zwischen Sex und einer verbesserten Gedächtnisleistung unterstreichen – der positive Effekt gilt jedoch leider nur für das Kurzzeitgedächtnis. Das Kurzzeitgedächtnis hat eine begrenzte Speicherkapazität. Über 90 Prozent der aufgenommenen Informationen, vergessen wir wieder. Wird dagegen eine Information vom Gehirn als wichtig bewertet, wird sie ins Langzeitgedächtnis transferiert. Die anderen Informationen werden ersetzt, um das Gedächtnis vor einer "Datenflut" zu schützen. Altersbedingten Schwächungen des Langzeitgedächtnisses und Demenzen konnte Sex nicht entgegenwirken.

Sex im Alter verbessert das Gedächtnis: das sind die Gründe

Welche sind die biologischen Ursachen des von den Wissenschaftlern festgestellten Zusammenhangs? Beeinflussen Hormone wie Dopamin und Oxytocin den Zusammenhang zwischen sexuellen Aktivitäten und Gehirnfunktion? Ohne Dopamin zum Beispiel könnte unser Gehirn keine Informationen verarbeiten.

Erinnerungsvermögen und Kurzzeitgedächtnis werden durch die Glückshormone, die beim Sex ausgeschüttet werden, also positiv beeinflusst. Das Hormon Oxytocin wird ebenso beim Liebesakt in großen Mengen im Körper ausgeschüttet. Das Neurohormon steigert nicht nur die Lust, sondern sorgt auch für Vertrauen, Offenheit und mehr Schlafbedürfnis. Eine unschlagbare Kombination auch für unsere kognitiven Fähigkeiten.

Fazit: Ob regelmäßiger Sex im Alter der wichtigste Grund für mehr Gedächtnisleistung ist, lässt sich durch die Studie noch nicht abschließend bestätigen, da durch die Wissenschaftler Untersuchungen über einen noch längeren Zeitraum hinweg empfohlen werden. Der Zusammenhang an sich ist aber unstrittig – so wie die Tatsache, dass Zärtlichkeiten mit einer vertrauten Person gesund sind und glücklich machen.

Mehr Informationen zu der schönsten Nebensache der Welt finden Sie auf unserer Themenseite Sex-Wissen.

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